Jonas Folger

#94

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#CatalanGP: Starkes Wochenende als Sechster super abgerundet

  • 11.06.2017

Jonas Folger freute sich im Nachhinein mehr über die erzielten Fortschritte, als über sein sauberes und fehlerfreies Rennen in der Hitze von Barcelona.

Die Asphalttemperaturen erreichten am frühen Sonntagnachmittag mit 54 Grad den Spitzenwert des siebten WM-Laufes im Norden Spaniens. Dies war eine zusätzliche ungünstige Herausforderung, nachdem die Streckenverhältnisse auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya von Jahr zu Jahr schlechter werden. Die richtige Reifenwahl war daher mitentscheidend für den Ausgang, sowie es galt, sich Reserven für die Schlussphase zu sparen.

Zuvor machten sich aber Jonas Folger und seine Techniker viele Gedanken, die Probleme während der Anfangsphase eines Rennens zu beseitigen. Diesbezüglich wurden an den Trainingstagen wichtige Fortschritte erzielt. Nach einem gelungenen Start war der 23-jährige Yamaha-Pilot für die meiste Zeit in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Ausserdem fuhr Folger in der dritten Runde einen neuen Streckenrekord.

Nach den zwei Klassikern des WM-Kalenders in Mugello und Barcelona macht die Weltmeisterschaft nun eine kurze Pause bis zum nächsten Rennen in Holland, das traditionell jedes Jahr am letzten Juni-Wochenende stattfindet.

#94 Jonas FOLGER (Monster Yamaha Tech 3, Yamaha YZF-M1), 6. (WM-Position 8, 51 Punkte):

„Insgesamt kann ich mich nicht beklagen, auch wenn ich nicht restlos zufrieden bin. Es war ein starkes Rennen, das eines unserer bislang besten Wochenenden super abgerundet hat. Doch am Meisten freue ich mich über die endlich gelungene Anfangsphase. Die Basis für den guten Auftakt in das Rennen haben wir mit zwei enorm wichtigen Fortschritten geschaffen. Zunächst mit der Entscheidung, in welche Richtung wir arbeiten wollen, die wir bereits sehr früh am Freitag getroffen haben, und dann eine kleine, aber offenbar wirksame Änderung meiner Sitzposition.“

„Ich habe mich bisher nicht 100 Prozent wohl gefühlt, nachdem zu viel Gewicht auf der Front lastete. Daher haben wir meine Körperposition auf dem Motorrad ein wenig nach hinten verlagert. Zudem haben wir die Lenker enger positioniert und einen Platzhalter am Tank angebracht. Deshalb kann ich mich jetzt auch viel besser hinter der Verkleidung klein machen. Ich fühle mich nun viel lockerer und entspannter. Ich denke, es hat auch in der Anfangsphase viel geholfen. Aufgrund dieser Massnahmen ist letztendlich dieses starke Ergebnis zustande gekommen. Das Rennen ist also sehr erfreulich verlaufen, bis auf die Tatsache, dass mich mein Teamkollege in der letzten Runde noch geschnappt hat.“

„Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich ihn heute in der Tasche habe. Als mir kurz vor Schluss sein Rückstand mit etwas mehr als zwei Sekunden angezeigt wurde, dachte ich, das reicht. Ich habe trotzdem bis zum Ende gepusht und dabei meinen Hinterreifen auf der rechten Seite komplett ruiniert. Johann hingegen verstand es besser mit seinen Reifen umzugehen. Ich konnte eigentlich nichts Anderes tun, als später zu bremsen. Doch in der Beschleunigung hatte er deutliche Vorteile. Nachdem er mich im ersten Sektor der letzten Runde überholt hatte, wollte ich es in der letzten Schikane noch probieren, ihn zurück zu überholen. Diese Attacke hätte aber sehr peinlich enden können. Daher gab ich mich mit dem sechsten Rang zufrieden.“

„Das heutige Rennen war gleichzeitig auch das anstrengendste der Saison bislang. Es war nicht nur körperlich alles abverlangend, sondern auch auf mentaler Seite. Alle fünf Runden in etwa haben sich die Verhältnisse geändert, der Zustand der Piste wurde immer schlechter. Für mich war es enorm schwierig zu verstehen, welches Mapping zu welchen Zeitpunkt das Richtige ist. Als ich zum ersten Mal den Anschluss zur Spitzengruppe verlor, habe ich zu diesem Zeitpunkt ein sanfteres Mapping probiert. Das sollte helfen, die Reifen zu schonen. Doch als ich gesehen habe, ich kann mit den Jungs nicht mehr mithalten, habe ich wieder eine aggressivere Stufe mit mehr Motorleistung aktiviert. Das war im Nachhinein betrachtet der einzige Fehler heute. Abgesehen davon überwiegt die Erleichterung der erzielten Fortschritte an diesem Wochenende, sowie wir nur 13 Sekunden auf die Siegerzeit verloren haben. Ich möchte mich daher beim gesamten Team bedanken und freue mich schon auf das nächste Rennen.“

MotoGP™ GP de Catalunya – Rennergebnis nach 25 Runden:
1 Andrea DOVIZIOSO / ITA / Ducati Team / Ducati / 44´41.518
2 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / +3.544
3 Dani PEDROSA / SPA / Repsol Honda Team / Honda / +6.774
6 #94 Jonas FOLGER / GER / Monster Yamaha Tech 3 / Yamaha / +13.921

MotoGP™ WM-Stand:
1 Maverick VINALES / SPA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 111
2 Andrea DOVIZIOSO / ITA / Ducati Team / Ducati / 104
3 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 88
8 #94 Jonas FOLGER / GER / Monster Yamaha Tech 3 / Yamaha / 51