Jonas Folger

#94

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#QATARTEST: Sensationeller Drittschnellster am zweiten Tag

  • 12.03.2017

Jonas Folger sorgte am Samstagabend beim Test in Qatar für noch mehr Staunen als tags zuvor.

Der Start des zweiten Testtags auf dem Losail International Circuit verzögerte sich zunächst wegen leichten Nieselregens etwas. Doch sobald wieder normale Verhältnisse auf der Rennstrecke nahe dem Persischen Golf herrschten, nahmen Folger und seine Crew des französischen Monster Yamaha Tech 3 Teams ihren Tagesablauf in Angriff.

Am vorletzten Testtag vor dem ersten Rennwochenende galt es für Folger wiederum überwiegend an der Rennabstimmung zu feilen. Quasi im Vorübergehen brauste der 23-Jährige jedoch zur drittschnellsten Rundenzeit des zweiten Abends in Qatar. Dies gelang zwar mit der weicheren Option des Hinterreifens, doch seine Rundenzeiten waren heute auch ansonsten gut genug, um jederzeit der siebenstündigen Session in den Top-10 am Zeitenmonitor aufzuscheinen.

Die letzten Saisonvorbereitungen vor dem WM-Auftakt mit dem traditionellen Nachtrennen auf dem Losail International Circuit in zwei Wochen werden am Sonntag mit der dritten Session abgeschlossen. Die Trainingszeit ist wiederum von 14:00 bis 21:00 Uhr MEZ angesetzt.

#94 Jonas FOLGER (Monster Yamaha Tech 3, Yamaha YZF-M1), P3 – 1´54.917 (28/41):

„Natürlich war es schon wegen der starken Platzierung als Drittschnellster wiederum ein guter Testtag für uns. Doch abgesehen davon haben wir erneut hart gearbeitet und einen super Job gemacht. Wir haben uns heute darauf konzentriert, verschiedene Reifenoptionen zu testen, sowie auch verschiedene Einstellungen mit dem Setting auszuprobieren. Letzteres war notwendig, um eine Bestätigung für einige Dinge zu bekommen und diese führten schliesslich auch zu Verbesserungen mit dem Bike.“

„Es gibt trotzdem noch Spielraum für weitere Verbesserungen, wie zum Beispiel in den Bremszonen. Um eine bessere Verzögerung des Motorrads zu erzielen, brauchen wir mehr Kontakt am Hinterreifen. Auf der Bremse bin sehr oft über dem Limit und verliere manchmal die Kontrolle über den Vorderreifen. Doch zum Glück kann ich in diesen Situationen gut reagieren, sodass es nicht sofort mit einem Sturz endet. In diesem Bereich müssen wir uns auf jeden Fall verbessern und gleichzeitig die Pace erhöhen. Daran werden wir morgen sicher intensiv arbeiten.

„Im Endeffekt haben wir wiederum mehr Wert auf die Pace, als auf eine schnelle Rundenzeit gelegt. Trotzdem haben wir auch diesen Teil gut erledigt. Dazu ist allerdings zu erwähnen, dass wir für eine schnelle Runde mit dem weichen Reifen rausgegangen sind. Dieser hat noch einmal viel gebracht. Auch wenn es nicht unser vorrangiges Ziel war, eine Top-Rundenzeit hinzuknallen, ist es für das Selbstvertrauen immer gut, wenn man dazu in der Lage ist. Gegen Ende der Session haben wir noch eine Rennsimulation mit zwölf Runden absolviert. Der Hintergedanke dabei war, mein Vertrauen in das Bike mit vollem Tank zu steigern. Nach dem Sturz beim letzten Test auf Phillip Island war das ein ganz wichtiger Aspekt.

„Dieser Long-Run ist im Grossen und Ganzen ebenso erfreulich verlaufen. Ich war in der Lage bis zum Schluss schnelle und konstante Rundenzeiten zu fahren. Von dem her können wir mit dem Erreichten zufrieden sein. Ich möchte daher dem Team für ihren Einsatz danken. Jeder von ihnen leistet grossartige Arbeit und ich geniesse wirklich jede Runde, die Yamaha zu fahren und in diesem Team zu sein.“

MotoGP™ Test Losail Tag Zwei:
1 Maverick VINALES / SPA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 1´54.455
2 Valentino ROSSI / ITA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 1´54.732 +0.277
3 #94 Jonas FOLGER / GER / Monster Yamaha Tech 3 / Yamaha / 1´54.917 +0.462