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Newsticker: Starker Saisonabschluss sichert 6. Gesamtrang

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Ausblick 2010
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PLATZ 7 BEI SWATCH SNOW MOBILE 2011  

 

 

 

 

 
             

Montag, 12. Dezember

Mit einem tollen siebten Platz ging am vergangenen Wochenende für Jonas Folger eine aus seiner Sicht durchaus erfolgreich verlaufene Rennsaison 2011 zu Ende. Der Gesamtsechste der diesjährigen 125ccm Weltmeisterschaft drehte bei der fünften Auflage von SWATCH Snow Mobile in Saalbach Hinterglemm kräftig am Gasgriff eines 85 PS-starken Snow Mobile. Für den Gewinner des Silverstone-Grand-Prix im Juni d.J. war es zum ersten Mal, dass er mit so einem Arbeitsgerät Bekanntschaft machte.

Aufgrund von Pech und ein paar Missgeschicke seiner Mitstreiter vom XPERIA Team konnte Jonas in den Trainings und Vorläufen nur wenig Erfahrung auf dem für ihn ungewohnten Terrain sammeln. Jedoch dank solider Leistungen aller Teammitglieder qualifizierte sich seine Mannschaft für den zehnten Startplatz direkt zum Hauptrennen am Samstagabend, in dem Folger das bereits ziemlich ramponierte Snow Mobile als Schlussfahrer übernahm. Wegen der warmen Witterungsbedingungen waren zu diesem Zeitpunkt auch die Streckenverhältnisse keineswegs mehr einladend für den Rookie. Trotz beider Handicaps zeigte der 18-jährige Oberbayer einmal mehr, dass ein Vollblut-Racer in ihm steckt. Quasi mit jedem Umlauf verbesserte er seine Rundenzeit, ehe er schließlich in seiner vorletzten Runde seine persönliche Bestmarke des Wochenendes erzielte. In dieser Runde konnte er für sein Team sogar noch eine Position aufholen, indem er den Druck auf seinen unmittelbaren Vordermann ständig erhöhte und diesen zu einem Fehler verleitete. Schließlich fuhr Folger für das XPERIA Team als hervorragender Siebter ins Ziel. Dank Sony Ericsson Österreich, sowie aber auch aufgrund der Bemühungen des motorsportbegeisterten Handyshop-Chefs Michael Lang kam mit Mika und Vesa Kallio, Michi Ranseder, Gregor Novotny, Rade Curcic und Jonas die schlagkräftige Besetzung des XPERIA Teams für diesen Event der Extraklasse zustande, das sich aufgrund der äußerst prominent besetzten Starterliste mit vielen bekannten Namen aus Sport, Wirtschaft und Society zurecht als „Monte Carlo“ der Alpen nennen darf. Den Sieg holten sich die Lokalmatadore von Ebner Event Logistics.

#94 Jonas: "Snow Mobile 2011 – ein unvergessliches Wochenende! So einen hohen Spaßfaktor habe ich selten zuvor bei einer derart hochkarätigen Veranstaltung erlebt, wie diese ganz bestimmt eine ist. Einfach Wahnsinn, was hier abgeht. Es ist für mich zum ersten Mal, dass ich mit so einem Gerät unterwegs bin. Abgesehen davon, dass ich in den Trainings und Vorläufen wenig zum Einsatz gekommen bin, konnte ich mich in den wenigen Runden gleich gut darauf einstellen. Es ist auch schade, dass das Wetter mit diesen milden Temperaturen nicht wirklich mitspielt. Zum Schluss ist es wegen dem weichen Schnee ziemlich anstrengend geworden. Trotzdem freue ich mich darüber, dass es mir in den Schlussrunden noch gelungen ist einen Platz für unser Team aufzuholen. Insgesamt betrachtet habe ich hier viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Vielleicht werde ich sogar diese Sportart in mein Trainingsprogramm miteinbinden, was mit Sicherheit ein lustigeres Krafttraining ist, als jeden Tag ins Fitness-Studio zu gehen. In jeden Fall möchte ich mich bei Sony Ericsson Österreich und ganz besonders bei Herrn Michael Lang herzlichst dafür bedanken, dass ich an diesem Wochenende hier dabei sein darf."

www.snow-mobile.at

 

 

 

                   
                   
JONAS BEIM SWATCH SNOW MOBILE 2011 MIT DABEI  

 

 

 

 

 

 
             

Donnerstag, 8. Dezember

Jonas steht an diesem Wochenende ein ganz besonderer Abschluss seiner Rennsaison 2011 bevor. Der Gesamtsechste in der 125ccm WM dieses Jahres wird zum ersten Mal mit einem PS-starken Motorschlitten beim SWATCH Snow Mobile in Saalbach-Hinterglemm kräftig angasen. Bei der bereits 5. Auflage des "Winter"-Grand Prix in den Alplen wird Jonas im Xperia Team zusammen mit Mika Kallio, dessen Bruder Vesa, Michael Ranseder, Gregor Novotny und Rade Curcic für eine atemberaubende Show bei diesem PS-Spektakel sorgen.

Auf dem rasanten, 850 Meter langen Rundkurs im Ortsteil Hinterglemm werden Jonas und viele weitere prominente Größen kräftig Gas geben. Die Starterliste zum SWATCH Snow-Mobile 2011 liest sich jedenfalls wie eine Who-is-Who-Liste aus Sport, High Society und Wirtschaft. Los geht es schon am Freitagmittag mit den ersten Trainings.

Weitere Informationen zum PS-Spektakel in den Bergen: www.snow-mobile.at.

 

 

 

                   
SCHWIERIGES MOTO2-RENNDEBÜT IN SPANIEN  

 

 

 

 
             

Sonntag, 20. November

Das Moto2-Renndebüt von Jonas Folger am vergangenen Wochenende beim Saisonfinale der Spanischen Meisterschaft in Jerez war in erster Linie von einem Kampf gegen die Elemente geprägt. Bei nasskaltem Regenwetter musste sich der ehrgeizige Athlet mitunter auch wegen Abstimmungsproblemen mit dem 18. Platz im Rennen am Sonntagmittag zufrieden geben.

Nach einem erfolgreich verlaufenen Test mit dem deutschen Moto2-Rennstall MZ am vergangenen Mittwoch in Valencia nahm der 125ccm WM-Sechster der abgelaufenen Saison die Gelegenheit wahr, als Gaststarter bei der Spanischen Meisterschaft Rennerfahrung für seinen geplanten Klassenwechsel zu sammeln. Nach einem Wetterumschwung von Freitag auf Samstagmorgen mit viel Regen und empfindlich kalten Temperaturen änderten sich den Moto2-Neuling die Voraussetzungen für sein erstes Rennwochenende in der mittelschweren Klasse gravierend. Als erschwerendes Hindernis kam auch fehlende Erfahrung seiner Technik-Crew mit den in Spanien vorgeschriebenen Michelin-Regenreifen hinzu, weshalb es nicht einfach war eine optimale Abstimmung für die MZ-Moto2 zu finden. Fehlender Grip am Hinterrad war die Folge. Der 18-jährige Draufgänger konnte deswegen nicht früh genug aus den Kurven beschleunigen, wo viel Zeit verloren ging. Trotz aller wetterbedingten Widrigkeiten und dem bescheidenen Abschneiden sowohl im Rennen, als auch im Qualifying, wo sich Folger für den 22. Startplatz qualifizierte, hat sich die Reise nach Südspanien wegen der lehrreichen und wertvollen Erfahrungen allerdings gelohnt. Bevor Jonas Folger weitere Testfahrten planen kann, stehen in der kommenden Wochen Vertragsverhandlungen mit MZ an. Als weitere Optionen werden auch Gespräche mit Kiefer Racing und dem französischen Rennstall Technomag-CIP geführt.

#94 Jonas – 18. (+51.150):

"Dieses Wochenende ist ganz und gar nicht nach meinen Vorstellungen verlaufen, ausgenommen die freien Trainings am Freitag, wo die Bedingungen noch optimal waren. Wir waren am Freitag eigentlich in der Lage, dort weiterzumachen, wo wir am Mittwoch zuvor in Valencia aufgehört hatten. Jedoch das nasskalte Regenwetter ab Samstagmorgen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für derartig extreme Bedingungen fehlen dem Team einfach Erfahrungswerte mit den Michelin-Regenreifen, die in der Spanischen Meisterschaft verwendet werden. Wir sind damit auf keine optimale Abstimmung gekommen, weshalb hinten absolut kein Grip vorhanden war. Irgendwie ist der Hinterreifen nicht auf Temperatur gekommen. Ich konnte deshalb in keiner Kurve früh genug am Gasgriff drehen. Dadurch habe ich viel Zeit verloren. So gesehen ist es überflüssig lange über das Rennergebnis und auch über meinen Startplatz zu reden. Jedoch trotz der widrigen Bedingungen war es für mich sehr wertvoll nach Jerez zu reisen. Ich bin viele Runden gefahren und konnte dabei wertvolle Erfahrungen sammeln. Im Nachhinein sehe ich mich für den Umstieg in die Moto2-Klasse auf dem richtigen Weg. Schade, dass es nicht möglich ist in dieser Woche hier nochmals zu testen. Weitere Kilometer bei trockenen Verhältnissen wären im Anschluss an dieses schwierige Wochenende sehr hilfreich gewesen. Insgesamt betrachtet bin ich aber mit der Gesamtsituation zufrieden. In jedem Fall möchte ich mich bei Herrn Wimmer und MZ für diese Gelegenheit vielmals bedanken."

Martin Wimmer– Teamchef MZ Racing:

“Jonas hat an diesem Wochenende unsere Vorgaben voll und ganz erfüllt. Er ist bei diesen extrem schwierigen Bedingungen ohne Sturz über die Runden gekommen und hat obendrein eine solide Leistung abgeliefert. Im Rennen hat er seine schnellsten Rundenzeiten des Wochenendes erzielt. Im Vergleich zu Alexander Lundh, der am vergangenen Wochenende in Valencia für uns gefahren ist und viel mehr Viertakt-Erfahrung hat, bin ich von Jonas um einiges mehr beeindruckt. Jonas steht jedenfalls in unserer Fahrerliste für 2012 ganz oben. Bevor wir uns aber endgültig entscheiden, wer in der kommenden Moto2-WM unser Fahrer sein wird, werden wir alle Optionen sorgfältig abgleichen.”

 

 

                   
                   
                   
SCHWIERIGE QPs BEIM MOTO2-DEBÜT IN JEREZ  

 

 

 

 
             

Samstag, 19. November

Jonas Folger wird bei seinem Gaststart in der Spanischen Meisterschaft am Sonntag in Jerez vom 22. Startplatz ins Rennen gehen. Der 18-jährige Draufgänger und sein deutscher Rennstall MZ Racing erlebten am Freitag bei herrlichem Wetter mit konkurrenzfähigen Rundenzeiten einen ermutigenden Auftakt in das letzte Rennwochenende dieser Saison. Jedoch ein Wetterumschwung am Samstagmorgen brachte den ehrgeizigen Athlet aus dem Konzept.

Bei nasskalten Wetter und teilweise strömenden Regen konnte Folger nur schwer ein Gefühl und Vertrauen für die extrem schwierigen Streckenverhältnisse finden. Im weiteren Tagesverlauf verschlechterten sich die äußeren Bedingungen weiter, weshalb eine Verbesserung der Rundenzeit aus dem ersten Qualifikationstraining unmöglich war. Für Folger und seine Crew kam erschwerend hinzu, dass man für die extremen Verhältnisse mit heftigen Wind und Regen keine optimale Abstimmung für das FTR-Chassis erarbeiten konnte. Trotz dem bescheidenden Abschneiden im Qualifying ist Folgers Motivation nach wie vor ungebrochen. Neben der vorrangigen Zielsetzung, nämlich dass er möglichst viel Erfahrung in der für ihn neuen Kategorie sammelt, will er die Rennsaison 2011 auch mit einer starken Leistung im Rennen beenden.

#94 Jonas– Startplatz 22 (2´02.021):

"Nach den freien Trainings am Freitag hätte ich mir für die Qualifyings etwas mehr erwartet. Bei ausgezeichneten Bedingungen sind wir gut in das Wochenende gestartet. Meine Rundenzeiten im Trockenen waren recht ansprechend; ich selbst war mit meiner Leistung am Freitag zufrieden. Leider ist bis zum Samstagmorgen eine drastische Wetterverschlechterung eingetreten. Während dem ersten Qualifying am Vormittag waren die Verhältnisse bei weiten nicht so miserabel wie am Nachmittag. Die erste Session ist auch noch halbwegs gut verlaufen, selbst wenn es von Beginn an nicht einfach war ein Gefühl für die schwierigen Bedingungen zu bekommen. Meine Rundenzeit war ok und der Rückstand auf die Bestzeit hielt sich in Grenzen. Jedoch im zweiten Qualifying am Nachmittag ist es mir überhaupt nicht gelungen ein Vertrauen und Gefühl für die extrem schlechten Streckenverhältnisse zu finden. Zudem sind wir auch mit dem Setting auf keinen grünen Zweig gekommen. Ich hoffe, dass wir nach einer gründlichen Analyse aller Datarecording-Aufzeichnungen bis zum Rennen eine bessere Abstimmung erarbeiten werden und hoffentlich haben wir am Sonntag auch besseres Wetter. Für mein Moto2-Debüt, das noch dazu in der Spanischen Meisterschaft stattfindet, habe ich mir einen besseren Startplatz vorgestellt. Zumindest kann ich aber viele Erfahrungen sammeln und betrachte das weitere Wochenende als erstklassige Trainingsgelegenheit."

 

 

                   
                   
                   
ERFOLGREICHER TEST MIT MZ IN VALENCIA  

 

 

 

 
             

Donnerstag, 17. November

Jonas Folger hat am Mittwoch auf dem Valencia Circuit einen sowohl für ihn als auch für den deutschen Rennstall MZ Racing erfolgreichen Test absolviert. Bei perfekten äußeren Bedingungen hatte der Youngster die Möglichkeit, sich optimal auf den bevorstehenden Gaststart beim Saisonfinale der spanischen Meisterschaft in Jerez an diesem Wochenende vorzubereiten, wo er mit der diesjährigen Rennmaschine von MZ-Pilot Anthony West antreten wird. Schon für diesen Test und selbstverständlich auch für das Rennwochenende in Jerez ist das Motorrad mit FTR-Chassis dem Reglement der spanischen Meisterschaft entsprechend aufgebaut worden. Anders als in der Weltmeisterschaft wird in Spanien mit Reifen von Michelin gefahren und beim Motor handelt es sich um ein Serienaggregat einer Honda CBR600.

Für den 18-jährigen Jonas Folger aus dem oberbayrischen Schwindegg war es schließlich ein arbeitsreicher und aufschlussreicher Arbeitstag. Bei herrlichen Witterungsbedingungen mit strahlendem Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen fuhr er auf dem technisch anspruchsvollen, 4.005 Meter langen Valencia Circuit insgesamt 85 Runden und lieferte dabei eine solide Leistung ab. Erst in der Schlussphase der Trainingszeit am späten Nachmittag erzielte er mit gebrauchten Reifen in 1´40.6 seine schnellste Rundenzeit. Am Mittwoch nach dem Rennen in Jerez ist auf der Rennstrecke in Andalusien ein weiterer Test geplant.

#94 Jonas– 1´40.6 (inoffiziell, 85 Runden):

"Es war in jeder Hinsicht ein aufschlussreicher Test mit der MZ-Moto2. Das gilt sowohl für mich als auch für MZ, wo ich ein wirklich gutes Angebot für die 2012er Moto2-Weltmeisterschaft habe. Ich muss aber auch ehrlich eingestehen, dass mein erster richtiger Test-Tag mit einer Moto2-Rennmaschine sehr anstrengend war. Das Motorrad ist um vieles schwerer als eine 125er, was mehr Körpereinsatz verlangt. Jedenfalls weiß ich schon jetzt, in welche Richtung mein Fitness-Training abzuändern ist. Nachdem die Bedingungen aufgrund des herrlichen Wetters perfekt waren, haben wir die Trainingszeit auf der Strecke fast vollständig ausgenutzt. Zunächst hat es am Vormittag einige Runs dazu gebraucht, bis ich mich auf dem Motorrad einigermaßen wohl gefühlt habe und bis wir auch die Sitzposition angepasst haben. Danach ging es eigentlich nur noch darum, möglichst viele Runden und Erfahrungen mit dem für mich neuen Motorrad zu machen. Das haben wir auch gemacht. Selbst wenn meine Rundenzeit nicht unbedingt ein Kracher ist, bin ich dennoch mit meiner Leistung zufrieden. Vor allem weil ich meine Rundenzeiten konstant gefahren bin. Erst zum Schluss, wo die Streckenverhältnisse nicht mehr optimal waren, ist mir meine schnellste Marke gelungen. Insgesamt betrachtet haben wir das Beste daraus gemacht, um mich auf die MZ einzuschießen, bevor ich an diesem Wochenende das abschließende Saisonrennen zur der spanischen Meisterschaft in Jerez fahren werde. Dort will ich in erster Linie Rennerfahrung mit einer Moto2 sammeln und selbstverständlich auch möglichst viele Runden fahren. Letzteres gilt auch für den geplanten Test am Mittwoch nach dem Rennen in Jerez. Das Fahren mit einer Moto2 macht riesigen Spaß. So gesehen kommt für mich persönlich ein Start in der neuen Moto3-Kategorie eher nicht in Frage."

 

 

                   
                   
                   
KURZER TEST MIT MZ-MOTO2 IN VALENCIA  

 

 

 

 

 
             

Dienstag, 8. November

Jonas Folger hatte am Montag nach dem WM-Finale in Valencia die Gelegenheit die Moto2-Rennmaschine von MZ zu testen. Leider war diese Gelegenheit für den 18-jährigen Draufgängers aus dem oberbayrischen Schwindegg frühzeitig zu Ende. Folger kam bei strömenden Regen nach ungefähr zehn Runden beim Anbremsen der ersten Kurve zu Sturz. Folger blieb dabei zum Glück unverletzt und auch der Schaden an der MZ-FTR hielt sich in Grenzen, nachdem sich das Motorrad im Kiesbett einige Male überschlagen hatte. Die diesjährige WM-Sechste in der 125ccm Klasse wird am 19. und 20. November beim Finale zur spanischen Meisterschaft auf dem Circuito de Jerez für MZ als Gaststarter antreten.

#94 Jonas ( 125ccm WM-Rang 6 – 161 Punkte):

"Es hat schon Spaß gemacht, mit der Moto2-Maschine ein paar Runden zu drehen, obwohl wir bei dem Regen natürlich keine aussagekräftigen Erkenntnisse gewonnen haben. Auf der nassen Fahrbahn ist mir am Ende der Zielgeraden die Bremswirkung des 600er-Viertaktmotors zum Verhängnis geworden, die viel stärker ist als beim 125er-Zweitakter, den ich gewohnt bin. Ich habe zwei Gänge runtergeschaltet, die Kupplung losgelassen und gleich gemerkt, dass das Hinterrad keinen Grip mehr hatte. Als ich dann nicht mehr anders konnte als leicht in Schräglage zu gehen, bin ich sofort quer gestanden und danach ins Kiesbett geflogen. Zum Glück habe ich mich nicht verletzt und das Motorrad ist dabei auch nicht allzu sehr beschädigt worden. Trotzdem tut es mir leid. Ich wollte unbedingt diese Gelegenheit ausgiebig nutzen, um einen Tag lang mit einem Moto2-Bike zu testen."

 

 

                   
                   
                   
SOLIDER 5. PLATZ SICHERT RANG 6 IN DER WM  

 

 

 

 

 

 
             

Sonntag, 6. November

Der 18-jährige Youngster Jonas Folger sicherte sich beim Saisonfinale auf dem Valencia Circuit mit Platz fünf den sechsten Gesamtrang in der hartumkämpften 125ccm Weltmeisterschaft. Bei äußerst schwierigen Bedingungen zeigte der Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport seinen ungebrochenen Kampfgeist, da ab Rennmitte der Hinterreifen bereits stark verschlissen war.

Mit einem Blitzstart aus der vierten Reihe stürmte Jonas Folger noch in der Auftaktrunde an die Spitze des Feldes. Anders als beim letzten Rennen in Malaysia blieb der Draufgänger aus dem oberbayrischen Schwindegg dieses Mal in der Anfangsphase fehlerfrei und setzte sich in der Spitzengruppe mächtig in Szene. Jedoch ab Halbzeit der Renndistanz musste er wegen einem stark abbauenden Hinterreifen seine Vorderleute ziehen lassen. Nichtsdestotrotz fuhr konzentriert das Rennen zu Ende und sicherte mit den elf WM-Punkten für Rang fünf seine Position in der Gesamtwertung ab. Der allerletzte Grand Prix in der 125ccm Ära war gleichzeitig auch sein Abschied bei Red Bull Ajo MotorSport. Der Triumphator der Silverstone-Grand-Prix 2011 blickt dennoch seiner motorsportlichen Zukunft zuversichtlich entgegen.

Als letzter Sieger eines 125ccm Rennens bei einem Grand Prix schrieb sich der Spanier Maverick Vinales in die Geschichtsbücher ein. Mit einem tadellosen zweiten Platz krönte sich Nicolas Terol zum letzten 125ccm Weltmeister, nachdem sein einziger Konkurrent um den Titel, Johann Zarco, bereits früh durch Sturz ausschied. Dritter wurde Terols Teamkollege Hector Faubel.

#94 Jonas - 5. (WM-Rang 6 – 161 Punkte):

"Wir sind mit diesem Saisonabschluss zufrieden. Der fünfte Platz bei den heutigen Bedingungen ist für uns ein starkes Resultat. Es war über die gesamte Renndistanz keine einfache Aufgabe, weil das Wetter sehr unbeständig war. Wie schon beim letzten Rennen in Sepang ist mir auch dieses Mal ein Blitzstart gelungen, aber anders als vor zwei Wochen habe ich heute in den ersten Runden keine Fehler gemacht. Darüber freue ich mich wirklich. Es war ein riesen Spaß in der Anfangsphase ganz vorne mitzumischen und ebenso auch die harten Positionskämpfe. Leider hat ab Halbzeit mein Hinterreifen stark abgebaut und ich konnte deshalb meinen Rhythmus nicht mehr halten. Ich habe aber keineswegs aufgegeben und ich habe auch alles versucht, um mit Efren Vazquez mitzuhalten, was aber unmöglich war. Mit dem fünften Platz konnte ich Rang sechs in der Punktetabelle verteidigen. Gegenüber 2010 habe ich mich in der Punktetabelle um acht Plätze verbessert und auch über 100 Punkte mehr gesammelt. So gesehen ist das eigentlich schon eine beachtliche Steigerung, obwohl diese Saison zum Teil recht kompliziert verlaufen ist. In jeden Fall habe ich eine Menge dazu gelernt und ich bin stolz darauf und selbstverständlich auch dankbar dafür, dass mich in dem hochprofessionellen Umfeld von Aki Ajo weiter entwickeln konnte. Das heutige Rennen war das allerletzter der 125ccm Klasse bei einem Grand Prix und gleichzeitig auch mein letztes für Red Bull Ajo MotorSport. An dieser Stelle möchte ich dem gesamten Team für die gute Zusammenarbeit und jegliche Unterstützung im Verlauf dieser Saison vielmals bedanken. Es ist sicherlich kein leichter Abschied von dieser Crew. Ich blicke aber positiv in die Zukunft, denn jede Veränderung kann sich auch zu meinen Gunsten auswirken. Mein ganz besonerer Dank gilt auch meinen längjährigen Sponsoren und selbstverständlich auch meiner Familie. Zum Schluss möchte ich noch Stefan zum Weltmeistertitel gratulieren. Er hat dieses Jahr einen super Job erledigt, was für den gesamten Motorsport in Deutschland nur gut sein kann.."

Ergebnis Gran Premio de la Comunitat Valenciana:

1. Maverick VIÑALES (SPA) Blusens by Paris Hilton Racing Aprilia 41'44.138

2. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia +3.216

3. Hector FAUBEL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia +7.460

4. Efren VAZQUEZ (SPA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi +14.560

5. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia +18.451

125ccm WM-Endstand 2011:

1. Nicolas TEROL Aprilia (SPA) 302

2. Johann ZARCO Derbi (FRA) 262

3. Maverick VIÑALES Aprilia (SPA) 248

4. Sandro CORTESE Aprilia (GER) 225

5. Hector FAUBEL Aprilia (SPA) 177

6. Jonas #94 Aprilia (GER) 161

 

                   
                   
                   
MIT STARTPLATZ 10 NICHT UNZUFRIEDEN  

 

 

 

 

 

 
             

Samstag, 5. November

Jonas Folger und seine Crew vom Team Red Bull Ajo MotorSport haben am zweiten Trainingstag beim Saisonfinale in Valencia wieder zum bewährten Ablauf zurück gefunden. Lediglich wechselhafte Witterungsbedingungen und eine falsche Taktik bei der Reifenwahl haben ein besseres Ergebnis als den zehnten Startplatz verhindert.

Im Gegensatz zum Vortag präsentierte sich das Wetter am Samstag im spanischen Valencia wesentlich freundlicher. Strahlender Sonnenschein am Vormittag ermöglichte vollkommen trockene Verhältnisse im Verlauf des abschließenden freien Trainings. Bis zum Beginn des so für die Startaufstellung so wichtigen Qualifikationstrainings verdunkelte sich der Himmel über den Valencia Circuit wieder und der zu erwartende Regen ließ auch nicht lange auf sich warten. Der 18-jährige Draufgänger Jonas Folger startete auf bereits auf dem regennassen Valencia Circuit sehr angriffslustig in diese Session. Mit Top-Rundenzeiten war er bis kurz vor Ablauf der Trainingszeit ständig im Spitzenfeld klassiert, ehe die Fahrbahn zusehends abtrocknete. Der Aprilia-Pilot und seine Technik-Crew entschieden sich das Qualifying mit dem gebrauchten Reifensatz zu Ende zu fahren, was sich im Nachhinein als falsche Taktik erwies, da einigen Konkurrenten mit frischen Regenreifen bzw. Slicks eine beträchtliche Zeitenverbesserung gelang.

Die abtrocknende Fahrbahn in der Schlussphase des Qualifying sorgte für einige Überraschungen in der Startaufstellung. Der 20-jährige Engländer Danny Webb eroberte mit seiner Slick-bereiften Mahindra 125 die Pole-Position, gefolgt vom Franzosen Louis Rossi, der ebenso kurz vor Trainingsende auf Slicks wechselte. Mit frischen Regenreifen brauste Johann Zarco auf den dritten Startplatz. Der Start zum allerletzten 125ccm Grand Prix über 24 Runden erfolgt am Sonntagvormittag um 11:00 Uhr. SPORT1 und der Pay-TV-Sender SPORT1+ berichten von der Titelentscheidung zwischen dem Spanier Nicolas Terol, der sich für den neunten Startplatz qualifizierte, und Johann Zarco live ab 10:45 Uhr.

#94 Jonas - Startplatz 10 (1´49.438):

"Nachdem es auch am Vormittag noch nicht einwandfrei gelaufen ist, sind wir mit unserer Performance im Qualifying zufrieden – abgesehen von unserem Startplatz natürlich. Diesbezüglich hatten wir uns eigentlich schon ein besseres Ergebnis erhofft. Nichtsdestotrotz sind wir von Beginn an in einen guten Rhythmus gekommen und mein Gefühl für das Motorrad und die Bedingungen war gut. Nur zum Schluss haben wir auf eine falsche Taktik gesetzt. Anstatt einen neuen Regenreifen zu montieren, sind wir die gesamte Session mit einem Satz durch gefahren. Dass man bei diesen schwierigen Bedingungen mit einem frischen Regenreifen eine bis eineinhalb Sekunden schneller fahren hätte können, hat man bei Johann Zarco gesehen, der kurz vor Schluss noch gewechselt hat. Leider haben wir nicht gewechselt. Ich freue mich trotzdem auf das Rennen, weil wir am Nachmittag wieder zu unserer Form gefunden haben. Und außerdem wird es der Abschied der 125er Klasse vom Grand-Prix-Rennsport sein, wo ich mit einer starken Leistung zu den Hauptdarstellern gehören will."

Rangliste Qualifikationstraining:

1. Danny WEBB (GBR) Mahindra Racing Mahindra 1'45.898

2. Louis ROSSI (FRA) Matteoni Racing Aprilia 1'46.325 +0.427

3. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi 1'48.028 +2.130

10. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 1'49.438 +3.540

 

                   
                   
                   
Durchwachsener Freitag beim Saisonfinale in Valencia  

 

 

 

 

 

 
             

Freitag, 4. November

Der 18-jährige Draufgänger Jonas Folger erlebte einen durchwachsenen ersten Trainingstag beim Saisonfinale in Valencia. Nach der sechstschnellsten Rundenzeit am Vormittag ist das zweite freie Training am Nachmittag gründlich misslungen. Der Aprilia-Pilot verlor in der Box wertvolle Trainingszeit und kam deshalb nicht über die 25.-schnellste Rundenzeit hinaus.

Wechselhafte Witterungsbedingungen bestimmten den Freitag beim Gran Premio de la Comunitat Valenciana an der Ostküste Spaniens. Die Piloten der hartumkämpften 125ccm Klasse fanden zumeist eine regennasse Fahrbahn vor. Ungeachtet der unwirtlichen Bedingungen startete Jonas Folger mit einer ermutigenden Leistung in das letzte Saisonrennen. Der Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport beendete FP1 am Vormittag mit der sechstschnellsten Rundenzeit. Jedoch im Verlauf der Nachmittagssession tat er sich von Beginn an schwer ein gutes Gefühl für die sich ständig ändernden Bedingungen zu bekommen. Als zeitraubende Erschwernis kam auch ein nicht passendes Timing im Trainingsablauf hinzu. Trotz dem verpatzten FP2 blicken der zielstrebige Athlet aus Oberbayern und seine Crew dem restlichen Wochenende zuversichtlich entgegen.

In beiden Trainings erzielte Folgers Landsmann Sandro Cortese die Bestzeit. Zweitschnellster in der kombinierten Zeitenliste war Johann Zarco, gefolgt vom Spanier Adrian Martin. Das Qualifikationstraining für die Startaufstellung wird am Samstag ab 13:00 Uhr ausgetragen, von SPORT1 und dem Pay-TV-Sender SPORT1+ live ausgestrahlt wird.

#94 Jonas - 6. (FP1: 6. – 1´58.363 / FP2: 25. – 2´03.433):

"Das erste Training am Vormittag war ein guter Start in das letzte Rennwochenende dieser Saison. Trotz der wechselhaften Bedingungen bin ich gleich in einen guten Rhythmus gekommen und ebenso auch auf ansprechende Rundenzeiten. Jedoch das Nachmittagstraining haben wir leider komplett verpatzt. Es hat vieles nicht zusammen gepasst und ich konnte auch kein Gefühl für die regennasse Fahrbahn finden. Es fehlte einfach an notwendigen Runden dafür, weil wir zu viel Zeit in der Box verloren haben. Wegen der misslungenen Nachmittagssession werden wir bestimmt nicht die Fassung verlieren. Wir wissen ja woran es gelegen ist. Spätestens bis zum Qualifying am Samstag werden wir wieder besser aufgestellt sein, egal welche Verhältnisse auch vorherrschen werden."

Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:

1. Sandro CORTESE (GER) Intact-Racing Team Germany Aprilia 1'56.928

2. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi 1'56.930 +0.002

3. Adrian MARTIN (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'57.352 +0.424

6. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 1'58.363 +1.435

 

                   
                   
                   
Jonas geht mit gemischten Gefühlen in das Saisonfinale  

 

 

 

 

 

 

 
             

Donnestag, 3. November

Für Jonas Folger geht mit dem Gran Premio de la Comunitat Valenciana an diesem Wochenende eine durchwachsene und größtenteils auch äußerst schwierig verlaufende Weltmeisterschaft zu Ende. Beim WM-Finale auf dem Valencia Circuit in Spanien will der 18-jährige Vollblut-Racer nichtsdestotrotz mit starken Leistungen für einen versöhnlichen Abschluss sorgen.

Nach den drei Grand Prix im vergangenen Monat in Übersee ist die FIM MotoGP Weltmeisterschaft zum bereits traditionellen Saisonabschluss in Valencia nach Europa zurückgekehrt, wo auf die Fahrer der drei Grand-Prix-Klassen eine emotionell schwer zu bewältigende Aufgabe wartet. Der Schock und tiefe Trauer über den tragischen Unfalltod des allseits beliebten Marco Simoncelli vor knapp zwei Wochen ist innerhalb der MotoGP-Gemeinde noch allgegenwärtig. Nichtsdestotrotz hat sich Jonas Folger für das letzte Saisonrennen einiges vorgenommen. Der Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport selbst hat wegen gleich mehrerer komplizierter Krankheiten eine schwierige Meisterschaft erlebt. Mit seinem ersten Grand-Prix-Triumph Mitte Juni in Silverstone bei äußerst schwierigen Bedingungen hat der Draufgänger aus dem oberbayrischen Schwindegg jedoch auch für ein Highlight der Extraklasse gesorgt. Im Rennen am Sonntag, das gleichzeitig auch der Abschied der 125ccm Klasse auf WM-Ebene ist, bevor ab 2012 die neue Moto3-Kategorie mit 250ccm 4-Taktmotoren eingeführt wird, will er mit einem starken Resultat erneut sein Können und selbstverständlich auch seinen ungebrochenen Ehrgeiz unter Beweis stellen.

Der 4.005 Meter lange Circuito Comunitat de la Valenciana Ricardo Tormo zählt zu den anspruchsvollsten im aktuellen WM-Kalender. Die 14 Richtungswechsel, neun davon führen links herum und nur fünf nach rechts, sorgen für eine Kurvenorgie. Der gesamte Streckenverlauf ist ähnlich wie in einem Stadion von Zuschauertribünen umgeben und von jedem einzelnen Tribünenplatz bestens einsehbar, was für eine unvergleichbare Stimmung in dieser ultramodernen Motorsportarena sorgt. Ausführlicher als sonst und selbstverständlich live werden SPORT1, der Pay-TV-Sender SPORT1+ und das Internetportal SPORT1.de über das WM-Finale in Valencia berichten, wo erst die Titelentscheidungen in der 125ccm und Moto2-Klasse fallen werden.

#94 Jonas (WM-Rang 6 – 150 Punkte):

"Den WM-Saisonabschluss habe ich mir ursprünglich ganz anders vorgestellt. Die Stimmung im Fahrerlager ist nach dem schrecklichen Unfall in Sepang sehr getrübt. Unsere Gedanken sind bei Marco. Daher möchte ich an dieser Stelle nochmals mein Mitgefühl für seine Familie, Freunde und sein Team zum Ausdruck bringen – R.I.P. Super Sic! Nichtsdestotrotz werden wir aber an diesem Wochenende unsere Aufgabe, nämlich ein Rennen zu fahren, bestmöglich erledigen. So wie es ganz bestimmt auch Marco getan hätte.

"Mit der Neueinführung der Moto3-Kategorie ab 2012 wird das 125ccm Rennen am Sonntag das allerletzte dieser Klasse in der Weltmeisterschaft sein. Aber nicht nur deshalb will ich die Saison 2011 mit starken Leistungen beenden. Es war für mich in vielerlei Hinsicht eine schwierige und zum Teil auch unglücklich verlaufende Weltmeisterschaft. Darum will ich diesen Sonntag unbedingt noch ein Saison-Highlight setzen und für einen versöhnlichen Abschluss sorgen. Den Valencia Circuit kenne ich von vielen Tests und den Rennen in den vergangenen Jahren sehr gut. Daten und Erfahrungen gibt es also genug. Es sollte daher möglich sein, schnell ein gutes Setting zu erarbeiten. Außerdem gefällt mir auch das Streckenlayout. Zumindest aus diesen Gründen steht einem schönen Saisonfinale nichts im Weg."

 

                   
                   
                   
Jonas braust mit verbissener Leistung auf Platz 6 in Sepang  

 

 

 

 

 

 
             

Sonntag, 23. Oktober

Jonas Folger eroberte in einer heißen Schlussphase im 125ccm Rennen auf dem Sepang Circuit noch den ausgezeichneten sechsten Platz. Mit einer verbissenen Leistung rang der Aprilia-Pilot in den Schlussrunden den Spanier Efren Vazquez nieder. Der Malaysian Grand Prix wurde am Sonntagnachmittag von einem schrecklichen Unfall überschattet. Der Italiener Marco Simoncelli verunglückte im MotoGP-Rennen tödlich.

So wie an den Trainingstagen zuvor prägten auch am Sonntag subtropische Bedingungen mit extrem heißen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit das Geschehen im Südosten Asiens. Aber auch der 18-jährige Draufgänger Jonas Folger setzte sich mit einem Blitzstart aus der zweiten Reihe in der Auftaktrunde markant in Szene. Jedoch konnte er wegen einer zu aggressiven Fahrweise in den ersten Runden seine Top-Platzierung im Rennen nicht halten. Mit zunehmenden Rennverlauf machten ihm auch Chattering-Probleme, sowie wilde Slide arg zu schaffen. Infolgedessen fuhr er den Großteil der Renndistanz alleine, ehe Folger in der Schlussphase seinen direkten Vordermann Efren Vazquez wieder einholen konnte. In den letzten Runden tauschten die beiden mehrmals ihre Position, bevor Folger den Spanier in der letzten Runde zu einem Fehler verleitete. Mit dem sechsten Platz in Malaysia verbesserte sich der Youngster aus Oberbayern auf den sechsten Rang in der Punktetabelle.

Den Malaysian Grand Prix gewann Maverick Vinales, gefolgt von Sandro Cortese und Johann Zarco. WM-Leader Nicolas Terol wurde Fünfter.

#94 Jonas– 6. (WM-Rang 6 – 150 Punkte):

"Dieses Wochenende hat für uns gar nicht gut begonnen. Am Ende dieses Grand Prix können wir aber mit unserer Leistung und Platzierung einigermaßen zufrieden sein. Im Rennen selbst ist mir ein Bomben-Start gelungen und ich konnte mich in den ersten Kurven gut behaupten. Leider sind mir in den ersten Runden zu viele Fehler passiert, weshalb ich den Anschluss zur Spitze verloren habe. Im weiteren Rennverlauf bin ich dann alleine gefahren und dabei auch auf gute Rundenzeiten gekommen, obwohl ab diesem Zeitpunkt das Chattering und die Rutscher immer mehr wurden. Für das Rennen haben wir die Front etwas härter abgestimmt. Nach dieser Änderung war das Gefühl beim Bremsen besser, dafür konnte ich in den Kurven meine Linie nicht halten. Gegen Rennende hin konnte ich Efren wieder einholen. Es war ein interessanter Fight mit ihm und mir ist es dann auch gelungen, ihn unter Druck zu setzen, worauf er einen Fehler machte und stürzte. Der sechste Platz ist aber nach den tragischen Ereignissen von heute absolut nichts wert. Wir haben mit Marco einen der weltbesten Fahrer und einen der freundlichsten Typen im Fahrerlager verloren. Mein aufrichtiges Beileid an seine Familie und Freunde und auch an sein Team. Ciao Super-Sic..."

Ergebnis Malaysian Motorcycle Grand Prix:

1. Maverick VIÑALES (SPA) Blusens by Paris Hilton Racing Aprilia 40'34.280

2. Sandro CORTESE (GER) Intact-Racing Team Germany Aprilia +0.354

3. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi +2.455

6. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia +17.964

125ccm WM-Stand 2011:

1. Nicolas TEROL Aprilia (SPA) 282

2. Johann ZARCO Derbi (FRA) 262

3. Sandro CORTESE Aprilia (GER) 225

4. Maverick VIÑALES Aprilia (SPA) 223

5. Hector FAUBEL Aprilia (SPA) 161

6. Jonas #94 Aprilia (GER) 150

                   
                   
                   
Nach starkem Qualifying Sechster in der Startaufstellung  

 

 

 

 

 

 
             

Samstag, 22. Oktober

Jonas Folger und seinem Team Red Bull Ajo MotorSport gelang im Qualifikationstraining am Samstagnachmittag eine beachtliche Steigerung, nachdem man in den freien Trainings zuvor mit erheblichen Abstimmungsproblemen zu kämpfen hatte. Der Aprilia-Pilot erzielte die sechstschnellste Rundenzeit und sicherte sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für den Malaysian Grand Prix am Sonntag.

Wie schon am tags zuvor waren die äußeren Bedingungen mit extremer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit am Samstag unverändert gleich. Jedoch hinsichtlich der Fahrwerksabstimmung an Jonas Folgers Aprilia RSA hat es einen wesentlichen Unterschied gegeben. Für den ehrgeizigen Athlet und seiner Technik-Crew war es in den freien Trainings eine schwere Aufgabe ein passendes Setting für den technisch anspruchsvollen Sepang International Circuit zu erarbeiten. Erst ein nahezu kompletter Umbau seiner Rennmaschine bis kurz vor Beginn des Qualifying führte zu einer Besserung der Situation. Im abschließenden Training am Vormittag war für den Draufgänger die achtschnellste Rundenzeit noch das Maximum gewesen. Jedoch in dem so wichtigen Qualifikationstraining für die Startaufstellung kam er wegen der vorgenommenen Änderungen schon ab den ersten Runden besser in Fahrt. Im Verlauf der Session wurden weitere Feinabstimmungen vorgenommen, so dass Folger für die Zeitenjagd in der Schlussphase eine nahezu perfekt abgestimmtes Motorrad zur Verfügung hatte. Mit der persönlichen Bestmarke von 2´14.776 sicherte er sich mit dem sechsten Platz in der zweiten Startreihe eine hervorragende Ausgangsposition für das sonntägige Rennen, wo er auf seiner absoluten Lieblings-Rennstrecke mit einer Top-5-Platzierung endlich ein zählbares Ergebnis in Sepang einfahren will.

Mit dem hauchdünnen Vorsprung von 15 Tausendstelsekunden eroberte der WM-Führende Nicolas Terol die Pole-Position. Der Spanier kann am Sonntag die Weltmeisterschaft vorzeitig für sich entscheiden, da sein schärfster Kontrahent Johann Zarco nicht über den 15. Startplatz hinauskam. Als Zweiter und Dritter werden Terols Teamkollege Hector Faubel bzw. Sandro Cortese in der ersten Startreihe stehen. Das 125ccm Rennen über 18 anstrengende Runden wird um 7:00 Uhr MESZ gestartet. SPORT1 und SPORT1+ berichten ab 6:45 Uhr live von der vorletzten WM-Runde dieser Saison.

#94 Jonas– Startplatz 6 (2´14.776):

"Angesichts der Probleme, die wir in den freien Trainings hatten, müssen wir mit dem sechsten Startplatz zufrieden sein. An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich bei meinem Team für den unglaublichen Einsatz bedanken. Bis zum Beginn des Qualifying haben wir nämlich das Motorrad mehr oder weniger komplett umgebaut. Diese Maßnahme hat sich gleich als richtig erwiesen. Ich habe dadurch ein besseres Gefühl für mein Bike bekommen. Wir haben aber auch während dem Qualifikationstraining weitere Änderungen vorgenommen, indem wir mit der Frontpartie einen Deut noch tiefer gegangen sind und hinten ein härteres Federbein eingebaut wurde. Alles in allem hat dazu geführt, dass ich mich jetzt wieder wohl fühle. Zum Schluss bin ich dann meine schnellsten Rundenzeiten alleine gefahren, was natürlich für das Selbstvertrauen großartig ist. Letztendlich muss ich sagen, dass ich mich sehr darüber freue, dass wir wieder zu unserer Form gefunden haben. Es wäre für mich sehr frustrierend gewesen, wenn ich hier in Sepang von vornherein keine Aussicht auf ein Spitzenresultat gehabt hätte. Aber nach diesem Qualifying freue ich mich umso mehr auf das Rennen und ich will endlich mein erstes zählbares Ergebnis hier einfahren. In jedem Fall muss dabei ein Platz unter den ersten Fünf herauskommen."

Rangliste Qualifikationstraining:

1. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 2'13.579

2. Hector FAUBEL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 2'13.594 +0.015

3. Sandro CORTESE (GER) Intact-Racing Team Germany Aprilia 2'13.954 +0.375

6. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 2'14.776 +1.197

                   
                   
                   
Schwieriger erster Trainingstag in Sepang  

 

 

 

 

 

 
             

Freitag, 21. Oktober

Für den 18-jährigen Jonas Folger begann der Malaysian Motorcycle Grand Prix alles andere als wunschgemäß. Der Draufgänger aus Oberbayern und seine Crew vom Team Red Bull Ajo MotorSport kämpften am ersten Trainingstag eine passende Abstimmung für den technisch anspruchsvollen 5.548 Meter langen Sepang Circuit zu finden.

Bei subtropischer Hitze und extrem hoher Luftfeuchtigkeit fand am Freitag auf dem Sepang International Circuit der Auftakt zur vorletzten WM-Runde in der Saison 2011 statt. Ungeachtet der für Mensch und Material überaus anstrengenden Bedingungen zeigte sich Jonas Folger nach den ersten freien Trainings in bemerkenswerter Verfassung. Im Gegensatz zur körperlichen Top-Form des ehrgeizigen Athleten war es schwierig für seine Rennmaschine eine perfekte Abstimmung zu erarbeiten. Schnellere Rundenzeiten waren wegen einem in den Bremszonen zu unstabilen Motorrad nicht möglich. Der Vollblut-Racer blickt dem weiteren Rennwochenende in Malaysia dennoch zuversichtlich entgegen, weil er und seine Crew bis zum Samstag alle Datenaufzeichnungen genauestens analysieren werden, um die Ursache dieses Problems beheben zu können.

Trainingsbestzeit erzielte am Freitag der WM-Führende Nicolas Terol, gefolgt von Sandro Cortese und Efren Vazquez. Das Qualifikationstraining für die Startaufstellung beginnt am Samstag um 7:00 Uhr MESZ. SPORT1 und der Pay-TV-Sender SPORT1+ berichten aus Sepang live ab 6:45 bzw. 6:55 Uhr MESZ, wobei auf SPORT1+ sogar auch das abschließende freie Training ab 3:10 Uhr MESZ zu verfolgen ist.

#94 Jonas – 10. (FP1: 8. – 2´16.912 / FP2: 10. – 2´15.861):

"Mit meinen Platzierungen nach den ersten zwei freien Trainings bin ich nicht zufrieden. Schon am Vormittag hatten wir während FP1 mit vielen Problemen zu kämpfen. Das Motorrad fühlt sich irgendwie ganz anders an, als es zuletzt in Australien war. Am meisten beschäftigt uns ein Chattering, das beim Bremsen entsteht, wenn dabei das Bike unstabil wird und wild zu schaukeln beginnt. Das haben wir bis zum Nachmittag zwar einigermaßen hinbekommen, trotzdem sind wir noch ein Stück von unserem Stand am vergangenen Wochenende entfernt. Schade, dass wir ausgerechnet hier auf einem meiner absoluten Favoriten aller Rennstrecken nicht besser in das Wochenende starten. Bis Samstagmorgen werden wir jedenfalls die Datenaufzeichnungen genauestens analysieren und alles versuchen, um eine Besserung zu erreichen, damit wir im Qualifying wieder dort anknüpfen können, wo wir auf Phillip Island waren. Ich habe mir für dieses Wochenende einiges vorgenommen und das will ich auch erreichen."

Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:

1. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 2'13.864

2. Sandro CORTESE (GER) Intact-Racing Team Germany Aprilia 2'14.486 +0.622

3. Efren VAZQUEZ (SPA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi 2'14.492 +0.628

10. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 2'15.861 +1.997

                   
                   
                   
Devise für Sepang lautet Boden gutmachen  

 

 

 

 

 

 

 
             

Donnerstag, 20. Oktober

Jonas Folger geht voller Tatendrang in den Malaysian Motorcycle Grand Prix an diesem Wochenende. Nach der Enttäuschung am vergangenen Sonntag, wo er wegen einem technischen Defekt auf Phillip Island nicht am Rennen teilnehmen konnte, will der 18-jährige Draufgänger in Sepang unbedingt in der Punktetabelle wieder Boden gutmachen.

Der Grand Prix-Tross ist ohne Pause von Down Under zur nächsten WM-Runde nach Malaysia weiter gereist. Der Malaysian Motorcycle Grand Prix ist gleichzeitig auch die vorletzte Station im diesjährigen WM-Kalender, bevor in zwei Wochen das große in Finale in Valencia über die Bühne gehen wird. Jonas Folger und sein Team Red Bull Ajo MotorSport sind noch am Sonntagabend aus Australien abgereist und am Montag gut in Kuala Lumpur angekommen. An den freien Tagen konnte man sich gut akklimatisieren. Für die heißen Verhältnisse mit hoher Lufttemperatur ist der Youngster bestens vorbereitet. Nach dem für ihn so enttäuschenden Ausgang des Australian Grand Prix, will der ehrgeizige Athlet aus dem oberbayrischen Schwindegg in Sepang einiges nachholen. In erster Linie will der Aprilia-Pilot dies mit ein starkes Rennergebnis bewerkstelligen, dass vor einer Woche in Australien bestimmt möglich gewesen wäre, nachdem sich Folger dort für den hervorragenden dritten Platz in der ersten Startreihe qualifiziert hatte. Folger war bereits vor zwei Jahren in Sepang auf Podiumskurs unterwegs, ehe er wegen einem Unfall aus dem Rennen gerissen wurde. In jedem Fall will der unbekümmerte Draufgänger am Sonntag mit einem starken Resultat seine Position in der hartumkämpften 125ccm Weltmeisterschaft verbessern.

Mit einer Länge von 5.548 Metern ist der Sepang International Circuit die zweitlängste Rennstrecke im aktuellen WM-Kalender. Das technisch anspruchsvolle Streckenlayout mit vielen schnellen und flüssigen Abschnitten ist bei den Fahrern äußerst beliebt. Der Sepang Circuit befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Kuala Lumpur International Airport und ca. 45 Autominuten vom Zentrum der Hauptstadt Malaysias entfernt. SPORT1 und der Pay-TV-Sender SPORT1+ werden wie gewohnt ausführlich aus Malaysia live berichten, wobei SPORT1+ sogar die freien Trainings Freitag- und Samstagnacht MESZ mit ins Programm genommen hat.

#94 Jonas (WM-Rang 7 – 140 Punkte):

"Phillip Island ist längst abgehackt und vergessen. Die gröbste Enttäuschung war schon am vergangenen Sonntagabend verflogen und ich habe mich gleich auf das nächste Rennen vorbereitet. Ein technischer Defekt wie dieser sollte eigentlich nicht vorkommen, aber im Rennsport ist der Materialverschleiß eben höher als im täglichen Gebrauch. Auf den Grand Prix in Sepang an diesem Wochenende freue ich schon riesig. Der Circuit gefällt mir richtig gut und mir machen auch die Verhältnisse mit der hohen Luftfeuchtigkeit nichts aus. Sepang ist ein technisch anspruchsvoller Circuit, wo ich Vorteile für mich sehe. Vor zwei Jahren war ich hier am besten Weg ein hervorragendes Rennergebnis einzufahren, bevor ich wegen einer dummen Kollision aus dem Rennen gerissen wurde. 2010 konnte ich in Sepang wegen einer Handverletzung nicht starten. So gesehen habe ich einiges nachzuholen. Nach meiner ersten Streckenbesichtigung bin ich schon heiß darauf, dass es am Freitag mit dem ersten Training losgeht. Sepang ist definitiv einer meiner absoluten Favoriten. Am vergangenen Sonntag bin ich in der Gesamtwertung um zwei Plätze nach hinten gerutscht. Die WM in den Top-5 abzuschließen ist aber immer noch möglich und das ist auch ganz klar mein Ziel. Die Voraussetzungen dafür will ich am Sonntag mit einem starken Rennergebnis schaffen."

 

                   
                   
                   
Wegen Motorschaden kein Rennstart auf Phillip Island  

 

 

 

 

 

 
             

Sonntag, 16. Oktober

Jonas Folger musste das Rennen auf dem Phillip Island Circuit aus seiner Box mitverfolgen. Der Grund dafür war ein Motorschaden an seiner Aprilia RSA, der kurz vor dem Start entstanden ist.

Der 18-jährige Draufgänger vom Team Red Bull Ajo MotorSport erlebte einen pechschwarzen Renntag beim Australian Grand Prix. Das Rennen war für den Aprilia-Pilot bereits gelaufen, bevor es überhaupt gestartet wurde. Kurz bevor er zu seinem ausrichtsreichen dritten Startplatz gefahren wäre, ist es beim üblichen Anwärmen des Motors zu einem irrepablen Motorschaden gekommen und bis zum Start reichte die Zeit für einen Motorwechsel nicht. In der Punktetabelle ist Folger wegen der Nullnummer von Phillip Island um zwei Plätze auf Rang sieben abgerutscht. Nach der ersten Enttäuschung richtete der ehrgeizige Athlet aus dem oberbayrischen Schwindegg seine Blicke aber schon wieder auf das nächste Rennen in einer Woche in Sepang, wo er an die hervorragenden Trainingsleistungen an diesem Wochenende anknüpfen will.

Sieger des Australian Grand Prix wurde Sandro Cortese, gefolgt vom Spanier Luis Salom und dem Franzosen Johann Zarco. WM-Leader Nicolas kam als Sechster ins Ziel. Der Grand Prix in Malaysia am kommenden Wochenende ist die vorletzte WM-Runde in dieser Saison.

#94 Jonas– DNS (WM-Rang 7 – 140 Punkte):

"Es ist zum aus der Haut fahren! Anders kann ich meine Enttäuschung gar nicht zum Ausdruck bringen. Nach dem guten Warm-Up am Vormittag habe ich mich riesig auf das Rennen gefreut, und mir auch einiges ausgerechnet. Nicht nur wegen dem dritten Startplatz in der ersten Reihe, sondern auch deshalb, weil meine Aprilia, die bis zum Motorschaden an diesem Wochenende einwandfrei funktioniert hat, eine richtige Rakete war. Aber leider ist beim Motoranwärmen ein Defekt aufgetreten. Bis zum Schliessen der Boxengasse hätte die Zeit gar nicht gereicht, um den Motor zu wechseln. Mein Team konnte nichts dafür. Die gleiche Fehlerursache ist in dieser Saison schon mehrmals aufgetreten. Trotzdem hat es weh getan, das Rennen aus der Box verfolgen zu müssen. Den enttäuschenden Ausgang des Australien-Grand Prix habe ich aber schon abgehackt und richte meine Blicke auf das nächste Rennen in Malaysia, wo ich an die Performance von den Trainings hier anknüpfen will."

Ergebnis Australian Motorcycle Grand Prix:

1. Sandro CORTESE (GER) Intact-Racing Team Germany Aprilia 34'49.670

2. Luis SALOM (SPA) RW Racing GP Aprilia +13.572

3. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi +14.311

Not Starting 94 Jonas FOLGER (GER) Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 0 Lap

125ccm WM-Stand 2011:

1. Nicolas TEROL Aprilia (SPA) 271

2. Johann ZARCO Derbi (FRA) 246

3. Sandro CORTESE Aprilia (GER) 205

4. Maverick VIÑALES Aprilia (SPA) 198

5. Hector FAUBEL Aprilia (SPA) 148

6. Efren VAZQUEZ Derbi (SPA) 142

7. Jonas FOLGER Aprilia (GER) 140

Nächster Grand Prix: Sepang, 21. – 23. Oktober

                   
                   
                   
Jonas stürmt auf Phillip Island als 3. in die erste Startreihe  

 

 

 

 

 

 
             

Samstag, 15. Oktober

Jonas Folger zeigte am Samstagnachmittag mit einer bärenstarken Leistung, dass er nichts von seinen Draufgänger-Qualitäten eingebüsst hat. Im Qualifikationstraining beim Australian Motorcycle Grand Prix eroberte der 18-jährige Aprilia-Pilot den hervorragenden dritten Startplatz. Es ist sein erster Front-Row-Start in dieser für ihn zum Teil so durchwachsen verlaufenden WM-Saison 2011.

Starker Wind und wesentlich kühlere Temperaturen als am gestrigen Freitag veränderten die Bedingungen für den zweiten Trainingstag auf dem Phillip Island Circuit im Süden Australiens. Der momentane WM-Fünfte Jonas Folger fand sich bei diesen schwierigen Verhältnissen trotzdem gut zurecht. Nach einer nicht wunschgemäss verlaufenen Anfangsphase im Qualifying, wo der Youngster aus Oberbayern mit schnellen Vorderleute auf ansprechende Rundenzeiten kommen wollte, kam er aber mit zunehmender Fortdauer der Session immer besser in Fahrt, ehe er in etwa zehn Minuten vor Trainingsende seine persönliche Bestmarke erzielte. Obwohl der Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport in der verbleibenden Zeit reihenweise Sektor-Bestzeiten fuhr, gelang ihm aber keine Verbesserung mehr. Grund dafür waren Behinderungen durch langsamere Konkurrenten, sowie aber auch einige Eigenfehler. Schliesslich blieb er mit seiner Bestmarke nur vier Zehntelsekunden über der Pole-Positionzeit. Vielmehr als über den hervorragenden Startplatz freute sich Folger über die Tatsache, dass er ohne den Zwischenfällen in der Schlussphase noch schneller hätte fahren können. Dies stimmt den momentanen WM-Fünften auch für das sonntägige Rennen sehr zuversichtlich, wo er mit einem guten Start in der Spitzengruppe mitmischen will.

Vom besten Startplatz wird der Gewinner des Japan-Grand Prix, Johann Zarco, ins Rennen gehen. Neben dem Franzosen wird Sandro Cortese auf Position zwei in der Startaufstellung stehen. Das Rennen über 23 Runden wird um 4:00 Uhr MESZ gestartet. SPORT1 und der Pay-TV-Sender SPORT1+ berichten live von der Tempobolzerei in Down Under ab 3:45 Uhr MESZ.

#94 Jonas– Startplatz 3 (1’39.610):

"Zu Beginn des Qualifying ist es für mich nicht nach Wunsch gelaufen. Mehrmals habe ich versucht einen schnellen Vordermann zu folgen. Das hat aber nicht so funktioniert, wie ich es mir eigentlich vorgestellt hatte. In dieser Phase konnte ich meine Rundenzeiten nur minimal verbessern. Danach habe ich meine Taktik geändert und bin alleine gefahren. Dabei bin ich auf Anhieb in einen guten Rhythmus gekommen und konnte gleich schneller fahren. Ich war sehr konzentriert und habe auch darauf geachtet, dass ich exakt die Linie fahre, die ich in den freien Trainings zuvor genaüstens einstudiert habe. Es ist mir aber auch gut gelungen, den Wind richtig einzuschätzen, der die Richtung und Stärke ständig änderte. In der Schlussphase war ich in jeder Runde in den ersten Streckenabschnitten sehr schnell unterwegs. Aber leider wurde nichts aus einer Zeitenverbesserung, weil ich entweder aufgehalten wurde, oder es sind mir selbst kleine Fehler unterlaufen. Ansonsten bin ich mit dieser Leistung super zufrieden. Ich freü mich riesig über den dritten Startplatz. Vielen Dank auch an mein Team für die perfekt vorbereitete Aprilia, die eine richtige Rakete war. Für das Rennen hoffe ich auf einen guten Start. Damit sollte ich in der Lage sein, in der Spitzengruppe mitfahren zu können. Jedenfalls wäre es im Qualifying möglich gewesen, noch schneller zu fahren. Das spornt mich für das Rennen zusätzlich an."

Rangliste Qualifikationstraining:

1. Johann ZARCO (FR) Avant-AirAsia-Ajo Derbi 1'39.207

2. Sandro CORTESE (GER) Intact-Racing Team Germany Aprilia 1'39.558 +0.351

3. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 1'39.610 +0.403

                   
                   
                   
Jonas mit deutlicher Steigerung am Freitag zufrieden  

 

 

 

 

 

 
             

Freitag, 14. Oktober

Für Jonas Folger ist der erste Trainingstag beim Australian Motorcycle Grand Prix sehr abwechslungsreich verlaufen. Nach vielen Schwierigkeiten am Vormittag gelang dem momentanen WM-Fünften im zweiten freien Training eine beachtliche Verbesserung seiner Rundenzeiten. Trotzdem beendete er den Freitag ohne Rangverbesserung gegenüber dem Vormittag als Achtschnellster in der kombinierten Zeitenliste.

Der Grand Prix-Tross wurde am ersten Trainingstag beim Australian Motorcycle Grand Prix von herrlichem Frühsommerwetter empfangen. Bis auf einem sehr welligen Fahrbahnbelag auf dem 4.488 Meter langen Phillip Island Circuit waren die Bedingungen also nahezu perfekt. Jonas Folger und sein Team Red Bull Ajo MotorSport nutzten die guten Verhältnisse von der ersten Trainingsminute an. In beiden Sessions hielt der 18-jährige Draufgänger konstant im Spitzenfeld der hartumkämpften 125ccm Klasse mit, obwohl er und seine erfahrene Crew am Vormittag noch mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Bis zum Beginn von FP2 am Nachmittag, und auch im Verlauf dieser Session, gelang es das Motorrad zusehends auf einen besseren Stand zu bringen. In der Schlussphase folgte der Aprilia-Pilot für einige Runden dem Gewinner des Japan-Grand Prix Johann Zarco. Dabei studierte der Oberbayer die sauberen Linien des schnellen Franzosen sehr genau. Schliesslich gelang es ihm seine Rundenzeit vom Vormittag um mehr als eine halbe Sekunde zu verbessern. Mit seiner persönlichen Bestmarke von 1’39.407 belegte er Rang sechs in FP2, für die kombinierte Zeitenliste vom Freitag reichte es dennoch nur zum achten Platz. Folger ist aber nicht nur wegen den Erkenntnissen die Linienwahl betreffend für das restliche Wochenende zuversichtlich, sondern auch deswegen, weil es an der Motorradabstimmung noch Potenzial für Verbesserungen gibt.

Trainingsschnellster am Freitag war Sandro Cortese, gefolgt von WM-Leader Nicolas Terol und Johann Zarco. Das Qualifikationstraining für die Startaufstellung zum Rennen beginnt am Samstag um 5:00 Uhr MESZ. SPORT1 und der Pay-TV-Sender SPORT1+ berichten live ab 4:50 bzw 4:55 Uhr live von Phillip Island.

#94 Jonas– 8. (FP1: 8. – 1’40.074 / FP2: 6. – 1’39.407):

"Im ersten Training am Vormittag hatten wir noch viele Probleme, aber nach FP2 können wir mit unserer Leistung am ersten Tag zufrieden sein. Wegen der vielen Bodenwellen ist der Zustand der Strecke nicht optimal und in einigen Kurven muss man deswegen auch einen ganz sauberen Strich fahren. Ganz besonders kirtisch ist es in der letzten Kurve im Ausgang auf die Start-\Zielgerade, wo Stefan Bradl gestürzt ist. Abgesehen davon konnten wir bis zum Nachmittag das Motorrad erheblich verbessern und wir wissen auch, dass wir uns weiter steigern können. Was die Abstimmung betrifft, dahingehend haben wir bestimmt schon den richtigen Weg eingeschlagen. In der Schlussphase bin ich für einige Runden lang hinter Johann gefahren, wo ich mir einiges abschaün konnte. Ich habe dabei seine Linie genau studiert und gesehen, dass ein paar Kurven anders anzufahren sind. Diese Linienwahl werde ich mir am Samstag noch mehr einprägen. In der letzten Runde hatte ich jedenfalls das Gefühl, dass ich schneller hätte fahren können. Ich bin aber hinter ihm geblieben, weil ich dachte, dass er zum Schluss noch einmal attackieren würde. Das war aber nicht der Fall und deshalb war auch meine Runde kaputt. Nichtsdestotrotz können wir für das weitere Wochenende zuversichtlich sein, da wir wissen, dass wir noch schneller fahren können. Im Qualifying am Samstag wollen wir uns daher zumindest für die zweite Startreihe qualifizieren."

Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:

1. Sandro CORTESE (GER) Intact-Racing Team Germany Aprilia 1'38.53

2. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'38.708 +0.17

3. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi 1'39.104 +0.574

8. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 1'39.407 +0.877

                   
                   
                   
Jonas beim Comeback mit Aprilia RSA starker 6. in Japan  

 

 

 

 

 

 
             

Sonntag, 2. Oktober

Jonas Folger hat beim Grand Prix of Japan an diesem Wochenende beeindruckende Leistungen abgeliefert. In einem von unzähligen Positionswechseln geprägten Rennen hat er mit dem sechsten Platz ganz knapp seine Zielsetzung verpasst. Trotzdem darf sich der 18-jährige Draufgänger vom Team Red Bull Ajo MotorSport über ein gelungenes Comeback mit seiner Aprilia RSA freuen.

Bei kühleren Temperaturen als an den Trainingstagen zuvor, ging Jonas Folger vom achten Startplatz in das Rennen der 125ccm Klasse. Mit einem seiner bekannten Raketenstarts konnte er auch gleich einige Positionen gutmachen, bevor Folger die Auftaktrunde auf Rang sieben liegend beendete. Bereits ab der Anfangsphase der Renndistanz über 20 Runden befand er sich in einer hart kämpfenden Gruppe aus vier Piloten. Nach etwa der Hälfte des Rennens gelang es dem Aprilia-Pilot sich einen kleinen Vorsprung auf seine direkten Konkurrenten Sandro Cortese, Alberto Moncayo und Adrian Martin zu erarbeiten. Diese konnten sich aber an dem in Eilzugstempo von hinten heranrasenden Maverick Vinales anhängen und die Lücke zu Folger wieder schließen. Von diesem Zeitpunkt gestaltete sich der weitere Rennverlauf für den Youngster aus Oberbayern zu einem heftigen Kampf um Platz fünf, in dem er schließlich gegenüber seinem Landsmann Cortese ganz knapp das Nachsehen hatte. Mit den zehn WM-Punkten für Platz sechs konnte er seinen fünften WM-Rang verteidigen.

Nach vielen zweiten Plätzen in dieser Saison gewann der Franzose Johann Zarco am Sonntag seinen ersten Grand Prix. Zweiter wurde der WM-Führende Nicolas Terol, gefolgt von seinem spanischen Landsmann und Teamkollegen Hector Faubel.

#94 Jonas– 6. (WM-Rang 5 – 140 Punkte):

"Ich bin mit meinem Rennen nicht restlos zufrieden, weil ein vierter oder zumindest fünfter Platz in Reichweite lag. Es war aber auch ein schwieriger Rennverlauf. In der Anfangsphase sind mir zu viele Fehler passiert, indem zu oft zu spät auf der Bremse war, weil ich unbedingt zur Spitzengruppe aufschließen wollte. In etwa bei Halbzeit wollte ich mich dann von meiner Gruppe absetzen. Ich konnte eigentlich schneller als meine direkten Gegner fahren. Das ist mir auch bis zu einem gewissem Maß gelungen. Mein Pech war aber, dass Vinales von hinten herangestürmt ist und die Gruppe mit Sandro mit gerissen hat. Mit Vinales konnte ich leider nicht mithalten und so kam es, dass ich bis zum Schluss mit Sandro und Alberto Moncayo ständig die Positionen gewechselt habe. In der letzten Runde wollte ich Sandro noch abfangen, aber der ist eben in der letzten Runde Kampflinie gefahren. Für ich und das Team ist aber wichtig, dass wir wieder den Anschluss zu den Top-5 hergestellt haben. Und mit diesem sechsten Platz habe ich wieder wichtige Punkte für die Gesamtwertung gesammelt. Dieses Wochenende war aber auch ein besonderes Erlebnis für uns. Es war schön zu sehen, wie sich die Japaner über unseren Besuch gefreut haben."

Ergebnis Grand Prix of Japan:

1. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi 39'49.968

2. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia +5.900

3. Hector FAUBEL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia +13.605

6. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia +23.661

                   
                   
                   
Mit Startplatz acht Quali-Ziel verfehlt in Motegi  

 

 

 

 

 

 
             

Samstag, 1. Oktober

Jonas Folger wird den Grand Prix auf dem Twin Ring Motegi von Startplatz acht in Angriff nehmen. Nachdem der 18-jährige Draufgänger vom Team Red Bull Ajo MotorSport in den freien Trainings zuvor konstant Rundenzeiten für die Top-5 fuhr, hatte er sich für das Qualifikationstraining eigentlich mehr erhofft.

Im Gegensatz zum Freitag änderten sich mit kühleren Temperaturen und bewölkten Himmel die Bedingungen für den zweiten Trainingstag beim Grand Prix of Japan geringfügig. Trotzdem ist es Jonas Folger am Vormittag im abschließenden freien Training gelungen, seine Rundenzeit um mehr als eine halbe Sekunde zu verbessern. FP3 beendete er schließlich mit einigen Chattering-Problemen und rutschenden Hinterreifen als Sechstschnellster.

Bis zum Qualifikationstraining am frühen Nachmittag konnten Folger und seine Technik-Crew die Probleme vom Vormittag lösen. Doch nach einer starken Anfangsphase des Aprilia-Fahrers, der übrigens ab diesem Wochenende wieder mit der leistungsstärkeren RSA-Rennmaschine seines Teams ausgestattet ist, war es schwierig für ihn, die Rundenzeiten weiter nach unten zu schrauben. Ein Vergleich seiner Daten und der von Johann Zarco, der sich in der Schlussphase nochmals erheblich steigern konnte und eine überlegene Bestzeit erzielte, sorgten für Aufklärung des Rätsels. Es konnte festgestellt werden, dass Folger für den technisch anspruchsvollen Twin Ring einen zu runden Fahrstil anwendet, während der Franzose Zarco viel härter in die Kurven hinein bremst. Während dem Warm-up am Sonntagmorgen will sich Folger dieser Fahrweise anpassen. Nichtsdestotrotz blickt der ehrgeizige Athlet aus Oberbayern dem Rennen zuversichtlich entgegen, da er überzeugt davon ist seinen Fahrstil umstellen und auch aufgrund der knappen Zeitrückstände im Spitzenfeld mitmischen zu können.

Neben Johann Zarco werden die beiden Spanier Hector Faubel und WM-Leader Nicolas Terol die erste Startreihe bei Runde 14 von insgesamt 17 der 125ccm Weltmeisterschaft 2011 komplettieren. Der Start zum Rennen über die Distanz von 20 Runden erfolgt um 5:00 Uhr MESZ. SPORT1, sowie der Pay-TV-Sender SPORT1+ und das Internetportal SPORT1.de berichten ab 4:45 Uhr live.

#94 Jonas– Startplatz 8 (1´59.210):

"Mit dem achten Starplatz habe ich mein Ziel nicht erreicht. Darüber ärgere ich mich auch bis zu einem gewissen Grad. Im Verlauf des Qualifikationstrainings bin ich eine Zeit lang gegen eine Wand gefahren. Es war unglaublich schwer meine Rundenzeiten zu verbessern. Zum Teil war es schwierig die Linie zu halten und hinten bin ich viel gerutscht. Eine Auswertung der Datenaufzeichnungen nach dem Qualifying zeigte, dass ich im Vergleich zu Johann ein viel zu flüssigen Fahrstil anwende. Er bremst hingegen brutaler härter in die Kurven hinein und kann so seine Linie halten. Das werde ich jedenfalls morgen Vormittag im Warm-up gleich ausprobieren und erwarte mir dadurch eine Steigerung in den Rundenzeiten. Im Vormittagstraining hatten wir noch mit Chattering und einer nicht optimalen Abstimmung für hinten zu kämpfen. Beides konnten wir bis zum Qualifying beheben, aber wegen meiner zu flüssigen Fahrweise haben wir vorne in die falsche Richtung gearbeitet, nämlich dass wir die Front zu weich abgestimmt haben. Bis zum Warm-up werden wir wieder auf den Stand von zuvor gehen und ich werde auch versuchen meine Fahrweise zu ändern, damit ich ein besseres Gefühl bekomme. Diesbezüglich bin ich zuversichtlich, dass mir es auch gelingen wird. Bis auf die erste Startreihe sind die Zeitrückstände sehr gering. Daher rechne ich mir für das Rennen einiges aus. Mit einem guten Start sollte es möglich sein, den Anschluss zur Spitzengruppe herstellen zu können."

Ergebnis Qualifikationstraining:

1. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi 1'57.888

2. Hector FAUBEL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'58.130 +0.242

3. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'58.248 +0.360

8. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 1'59.210 +1.322

                   
                   
Jonas mischt mit seiner RSA wieder im Spitzenfeld mit  

 

 

 

 

 

 
             

Freitag, 30. September

Jonas Folger zeigte einen sehr starken ersten Trainingstag beim Grand Prix of Japan. Der 18-jährige 125ccm WM-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport fuhr mit seiner Aprilia RSA konstant konkurrenzfähige Rundenzeiten, mit denen er in beiden Freitagstraining ständig in den Top-5 platziert war. Im zweiten freien Training am Nachmittag erzielte er sogar die viertschnellste Rundenzeit

Bei besten äußeren Bedingungen erlebte Jonas Folger einen erfreulichen und vielversprechenden Auftakt beim Grand Prix von Japan. Dem Vollblut-Racer aus dem oberbayrischen Schwindegg ist ab diesem Wochenende wieder die leistungsstärkere RSA-Version der Aprilia-Rennmaschinen seines finnischen Teams anvertraut worden. Damit zeigte er schon ab den ersten Runden, dass der Draufgänger mit konkurrenzfähigem Material zu den Front-Runner in der hartumkämpften 125ccm Klasse gehört. Folger legte einen fulminanten Start in die ersten beiden Trainings hin, indem er reihenweise Bestzeiten fuhr. Am Ende des Freitags klassifizierte er sich schließlich mit einer 1´59.850 für Rang vier in der kombinierten Zeitenliste.

Die Tagesbestzeit erzielte Spaniens neuer Jungstar Maverick Vinales, gefolgt von Nicolas Terol und dem Franzosen Johann Zarco. Das Qualifikationstraining für die Startaufstellung zum sonntägigen beginnt am Samstag um 6:00 Uhr MESZ.

#94 Jonas – 4. (FP1: 5. – 2´00.833 / FP2: 4. – 1´59.850):

"Mit meinem Comeback auf der Aprilia RSA bin sehr zufrieden. Ich freue mich natürlich riesig darüber, dass ich wieder meine Rennmaschine zurückbekommen habe. Es bereitet mir unglaublichen Spaß damit zu fahren. Der erste Trainingstag ist von Beginn an gut verlaufen. Von meiner Seite hat es überhaupt keine Umstellungsprobleme gegeben und ich bin auch gleich gut in meinen Rhythmus gekommen. Mit dem Basis-Setup sind wir schon richtig gelegen, und weitere Abstimmungsarbeiten haben gezeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Bis auf ein paar Kleinigkeiten war es ein reibungslos verlaufender Arbeitstag. Das hat sich auch in der Kommunikation im Team gezeigt. In erster Linie spreche ich mich mit einem Crew-Chief Jani ab, aber auch die zwei japanischen Ersatzmechaniker passen gut zu uns. Und wie es nicht anders zu erwarten war, arbeiten sie sehr korrekt und sauber."

Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:

1. Maverick VIÑALES (SPA) Blusens by Paris Hilton Racing Aprilia 1'59.273

2. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'59.436 +0.163

3. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi 1'59.519 +0.246

4. Jonas#94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 1'59.850 +0.577

                   
                   
                   
Jonas wird ab Motegi wieder mit seiner RSA angreifen  

 

 

 

 

 

 

 
             

Donnerstag, 29. September

Jonas Folger geht mit einer Motivationsspritze in Form seiner Aprilia RSA in die Schlussphase der diesjährigen 125ccm Weltmeisterschaft. Schon ab diesem Wochenende beim Grand Prix of Japan wird er wieder mit der leistungsstärkeren Rennmaschine des Teams ausgerüstet sein. Dementsprechend groß ist der Tatendrang des 18-jährigen Draufgängers für das Rennwochenende auf dem Twin Ring Motegi.

Für den aktuellen WM-Fünften Jonas Folger beginnt an diesem Wochenende die WM-Saison quasi neu. Der Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport erhält die leistungsstärkere RSA-Version der Rennmaschinen des Teams zurück, nachdem dieses Motorrad bei den vergangenen vier Grand Prix von Teamkollege Danny Kent eingesetzt wurde. Nach dem ärztlichen Startverbot in etwa vor eineinhalb Monaten in Brünn ist es Folger mit kampfstarken Leistungen und verbissenen Ehrgeiz bei den Rennen in Indianapolis, Misano und im Motorland Aragón gelungen, das Vertrauen von Teamchef Aki Ajo zurück zu gewinnen. Für den Grand Prix von Japan hat sich der ehrgeizige Athlet vorgenommen, den Anschluss zu den Spitzenpiloten in der hartumkämpften 125ccm Weltmeisterschaft herzustellen. Selbstverständlich gilt diese Zielsetzung auch für die restlichen Rennen in diesem Jahr, um Boden in der Gesamtwertung gutzumachen. Der wiedergenese und in Top-Form befindliche Folger blickt seinem Comeback mit der Aprilia RSA zuversichtlich entgegen, obwohl zwei Mechaniker seiner Stamm-Crew an diesem Wochenende durch einheimische Techniker ersetzt werden.

Wegen der verheerenden Naturkatastrophe Mitte März dieses Jahr im Nordosten Japans musste der Grand Prix verschoben werden. Bevor die Austragung mit vollem Starterfeld endgültig gesichert war, hat es hinsichtlich der Sicherheit viele Diskussionen gegeben. Der Twin Ring Motegi befindet sich nämlich weniger als 120 Kilometer vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima entfernt. Der Rennkomplex selbst liegt in einer wunderschönen, ruhigen Berglandschaft. Ein spannender Rennverlauf auf dem 4.801 Meter langen Rundkurses ist wegen mehrerer Stop-and-Go-Passagen garantiert. SPORT1 und der Pay-TV-Sender SPORT1+, sowie das Internetportal SPORT1.de berichten umfassend live vom Grand Prix of Japan. Der Zeitunterschied zur MESZ beträgt minus 7 Stunden.

#94 Jonas (WM-Rang 5 – 130 Punkte):

"Endlich – ab diesem Wochenende werde ich wieder mit meiner RSA fahren. Das spornt mich zusätzlich an, und ich freue mich auch riesig darüber, dass ich das Vertrauen von Teamchef Ajo zurück gewinnen konnte. Es ist einfach ein gutes Gefühl wieder meinen ursprünglichen Platz in der Box zu haben. Jedenfalls kann ich es kaum mehr erwarten, wieder auf die RSA zu steigen. Gleichzeitig tut es mir leid für Danny, denn er hat in den vergangenen drei Grand Prix eindeutig beweisen, was in ihm steckt, wenn er mit konkurrenzfähigem Material ausgestattet ist. Ich darf mich jetzt aber von nichts ablenken lassen und muss ausschließlich auf mich selbst schauen. Bei den noch ausstehenden Rennen muss mir der Anschluss zu den Top-Leuten gelingen. In Motegi will ich den ersten Schritt dazu machen. Die Strecke hier gefällt mir sehr gut, obwohl das Layout auf den ersten Blick eigentlich unrhythmisch erscheint. Jedoch im Verlauf des Stop-and-Go-Abschnittes sind alle Kurven gleich zu fahren. Außerdem gibt es fast keine Bodenwellen und der Belag bietet viel Grip. Zumindest war das in der Vergangenheit der Fall. Ich bin für den Japan-Grand-Prix voll motiviert. Die Diskussionen im Vorfeld wegen der Sicherheit waren etwas zermürbend, weil man so viele unterschiedliche Meinungen und Aussagen gehört hat. Schließlich habe ich eine sehr späte Anreise gewählt, um den Aufenthalt möglichst kurz zu halten. An diesem Wochenende werde ich mit zwei japanischen Mechanikern zusammen arbeiten. Das beunruhigt mich aber nicht im Geringsten, denn bekanntlich sind die Japaner bei der Arbeit sehr gewissenhaft und korrekt. Außerdem sind mir die beiden nicht vollkommen unbekannt und zudem ist mein erfahrener Crew-Chief Jani dabei. Nach dem ständigen hin und her im Vorfeld finde ich es gut, dass wir mit der Austragung des Grand Prix unseren Beitrag zur Unterstützung des Volkes leisten."

 

                   
                   
Hart verdiente 6 WM-Punkte nach mühsamen Rennverlauf  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Sonntag, 18. September

Jonas Folger musste am Sonntag beim Gran Premio de Aragón Schwerstarbeit leisten. Wegen technischer Probleme und harten Zweikämpfen dauerte es in etwa bis zur Halbzeit des Rennens, ehe der Draufgänger aus Oberbayern in Schwung kam und mit konkurrenzfähigen Rundenzeiten Position um Position aufholte. Nach 20 ereignisreichen Runden kam Folger schließlich als Zehnter ins Ziel.

Für Jonas Folger ging ein schwieriges Wochenende mit einem noch schwierigerem Rennen zu Ende. Der 18-jährige Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport, der auch in Aragón mit der RSW-Rennmaschine seines Teams unterwegs war, musste sich in der Anfangsphase neben zahlreichen Motoraussetzern auch mit einem überhart agierenden Niklas Ajo auseinandersetzen. Wegen dem nicht einwandfrei funktionierenden Motor seiner Aprilia RSW unterliefen Folger einige Fahrfehler und im Zweikampf mit dem jungen Finnen waren beide Piloten gleich mehrmals in Sturzgefahr. Es kam sogar einmal zu einer Kollision der beiden, wo Folgers linker Fuß von der Rennmaschine des Gegners getroffen wurde, was zu einer schmerzhaften Prellung führte. Schließlich kostete ein Sturz von Ajo ein weiteres Mal viele Positionen, nachdem er zuvor schon einmal einen Bremspunkt verpasst hatte. Im Anschluss an dem Zwischenfall mit Ajo ist Folger alleine fahrend besser in Schwung gekommen und er konnte zügig Positionen aufholen. Mit den sechs hart verdienten Punkten für den zehnten Platz konnte der ehrgeizige Athlet auch seinen fünften WM-Rang erfolgreich verteidigen.

Einen überlegenen Sieg feierte der WM-Führende Nicolas Terol. Neben dem Spanier standen Johann Zarco als Zweiter und Maverick Vinales als Dritter auf dem Podium. Der nächste Grand Prix findet in zwei Wochen auf dem Twin Ring Motegi, Japan, statt, wo nach vielen Diskussionen nun doch alle 125ccm Fixstarter antreten werden.

#94 Jonas – 10. (WM-Rang 5 – 130 Punkte):

"Nach diesem schwierigen Rennen sind die sechs WM-Punkte für den zehnten Platz viel wert. Von Beginn an hatte ich mit mehreren Problemen zu kämpfen. In den ersten acht Runden hatte der Motor viele Aussetzer, weshalb ich Mühe hatte, in meinem Rhythmus zu kommen. Wegen der Motoraussetzer unterliefen aber auch mir selbst Fehler, wie zum Beispiel ein Ausritt, wo ich einfach viel zu spät auf der Bremse war. Ich musste mich immer wieder an meinen direkten Konkurrenten vorbei pressen, nachdem ich von ihnen auf den Geraden überholt wurde. Später war ich dann in einem Zweikampf mit Niklas verwickelt, wo wir beide beinahe mehrmals in Sturzgefahr waren. Niklas ist sehr hart gefahren und hat ein paar sinnlose Attacken gestartet. Einmal ist er mir in die linke Seite gekracht. Dabei hat er mich am Fuß getroffen und ich habe dabei eine schmerzhafte Prellung erlitten. Wegen seinem Sturz habe ich ein zweites Mal viel Zeit verloren und musste meine Aufholjagd neu starten. Erst als ich alleine fuhr, bin ich besser in meinem Rhythmus gekommen und es ist mir dann auch gelungen, zügig aufzuholen. Mit zunehmender Renndauer wurden die Motoraussetzer weniger und meine Rundenzeiten schneller. Ich habe bis ins Ziel gekämpft und versucht das bestmögliche Ergebnis zu holen. In der Schlussphase hat dann der Motor an Leistung verloren, was aber nicht mehr ausschlaggebend war, denn die Lücke nach vorne war ohnehin schon zu groß."

Ergebnis Gran Premio de Aragón:

1. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 40'26.726

2. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi +6.771

3. Maverick VIÑALES (SPA) Blusens by Paris Hilton Racing Aprilia +18.929

10. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia +49.090

125ccm WM-Stand 2011:

1. Nicolas TEROL Aprilia (SPA) 241

2. Johann ZARCO Derbi (FRA) 205

3. Maverick VIÑALES Aprilia (SPA) 177

4. Sandro CORTESE Aprilia (GER) 170

5. Jonas #94 Aprilia (GER) 130

                   
                   
Hart erkämpfter 10. Startplatz im Motorland Aragón  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Samstag, 17. September

Jonas Folger qualifizierte sich am Samstagnachmittag für den zehnten Startplatz beim Gran Premio de Aragón. Der 18-jährige Aprilia-Pilot zeigte dabei verbissenen Einsatzwillen und eine kämpferische Leistung, nachdem im Verlauf des Qualifikationstrainings einige technische Schwierigkeiten aufgetreten waren.

Am zweiten Trainingstag waren die Temperaturen um ein vielfaches angenehmer, als es Freitag in der noch neuen Motorsportarena Motorland Aragón der Fall war. Für Jonas Folger und sein Team Red Bull Ajo Motorsport begann der Samstag mit der sechstschnellsten Rundenzeit im dritten freien Training recht verheißungsvoll.

Der Draufgänger aus dem oberbayrischen Schwindegg, der auch an diesem Wochenende mit der RSW-Version der Aprilia-Rennmaschinen seines Teams fahren muss, ging aufgrund der starken Leistung am Vormittag mit einer Extraportion an Motivation in das Qualifikationstraining für die Startaufstellung. Leider fanden Folger und seine Crew im Verlauf dieser 40-minütigen Session nicht das richtige Timing, das so dringend notwendig gewesen wäre, um in einem guten Windschatten die Leistungsunterschiede zwischen der Aprilia RSW und den RSA-Modellen der Konkurrenz zu reduzieren. Zudem traten auch im ersten Sektor der selektiven 5.078 Meter langen Rennstrecke technische Schwierigkeiten auf. Mit vollstem Einsatz quetschte Folger in der Schlussphase eine 2´00.447 aus seiner Rennmaschine. Mit dieser starken Marke war der momentane WM-Fünfte bis wenige Augenblicke vor Ablauf der Trainingszeit für die dritte Reihe qualifiziert, ehe er noch auf Platz zehn zurückfiel. Dem Rennen am Sonntag blickt er gelassen entgegen und hofft mit einem guten Start in der zweiten Gruppe hinter der Spitze mitkämpfen zu können.

Beim dritten von insgesamt vier Grand Prix auf spanischem Boden beherrschen ausschließlich einheimische Piloten die erste Startreihe. Hector Faubel sicherte sich im allerletzten Augenblick die Pole-Position. Als Zweiter und Dritter komplettieren Maverick Vinalles und WM-Leader Nico Terol Reihe eins. Der Start zum Rennen über 20 Runden erfolgt am Sonntagmittag um 11:00 Uhr.

#94 Jonas – Startplatz 10 (2´00.447):

"Aus Sicht der Temperaturen war es heute um ein vielfaches angenehmer, als am gestrigen ersten Trainingstag. Trotzdem ist das Qualifying wegen mehrerer Gründe schwierig verlaufen für uns. In erster Linie war unser Timing nicht optimal, weil ich keinen guten Windschatten finden konnte. Einmal bin ich Zarco gefolgt, der hat aber nach einem Fehler in der Zielkurve abgedreht. In der Schlussphase habe ich versucht, mich an Sandro anzuhängen, was bis zu einem gewissen Grad auch geholfen hat. Außerdem ist unsere Aprilia nicht optimal gelaufen. Im ersten Sektor, wo es bergauf geht, habe ich wegen mehrerer Motoraussetzer Zeit verloren, und zudem fehlte es auch an Grip hinten. Bis zum Rennen müssen wir jedenfalls ersteres in den Griff kriegen und zudem noch mehr Grip finden, selbst für den Sonntag kühleres Wetter vorhergesagt wird. Obwohl ich das Motorrad wieder bis auf das Letzte ausgequetscht habe, bin ich mit der Rundenzeit nicht ganz zufrieden. Mir ist gegenüber den freien Trainings keine Steigerung gelungen. Nichtsdestotrotz ist der zehnte Startplatz nicht so schlecht wie es ausschaut. Abgesehen von der ersten Startreihe liegen die Zeitabstände sehr eng beisammen. Ich denke, es wird sich eine große zweite Gruppe bilden, in der es möglich sein sollte mitfahren zu können. Die Voraussetzung dafür muss ich mit einem guten Start schaffen."

Ergebnis Qualifikationstraining:

1. Hector FAUBEL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'59.222

2. Maverick VIÑALES (SPA) Blusens by Paris Hilton Racing Aprilia 1'59.231 +0.009

3. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'59.365 +0.143

10. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 2'00.447 +1.225

                   
                   
Solider Start in den Gran Premio de Aragón  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Freitag, 16. September

Jonas Folger beendete den ersten Trainingstag beim Gran Premio de Aragón mit der zwölftschnellsten Rundenzeit in der kombinierten Zeitenliste. Der 18-jährige Draufgänger vom Team Red Bull Ajo MotorSport und seine Technik-Crew lieferten dabei eine solide Leistung ab. Trotzdem war Folger danach nicht restlos zufrieden.

Hochsommerliche Temperaturen auf der spanischen Rennstrecke im Motorland Aragón machten den ersten Trainingstag zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Jonas Folger zeigte sich jedoch unbeeindruckt davon, nachdem er sich in den vergangenen Wochen vollständig erholen konnte. Der Aprilia-Pilot, der auch an diesem Wochenende nochmals mit der RSW-Version der Rennmaschinen seines Teams fahren muss, startete bei noch schlechten Streckenverhältnissen am Vormittag mit der 13.-schnellsten Rundenzeit in den Gran Premio de Aragón. Obwohl es bis zum Nachmittag beinahe unerträglich heiß wurde, besserte sich der Grip-Level im Verlauf der 5.078 Meter langen Rennstrecke unweit der regionalen Hauptstadt der Provinz Teruel. Dementsprechend konnte auch Folger seine Rundenzeiten mit jedem Run verbessern, ehe er mit einer 2´01.636 die zwölftschnellste Marke erzielte. Dabei war er um mehr als 1,4 Sekunden schneller als in FP1. Für den ehrgeizigen Athlet aus Oberbayern endete der Freitag in Alcaniz dennoch mit einer gemischten Bilanz, da er einerseits mit seiner persönlichen Bestzeit zufrieden war, jedoch auf der anderen Seite wenig Freude über die Platzierung aufkam. Der überwiegend positive Aspekt ist aber, dass es ihm zusammen mit seiner Crew bereits gelungen ist, bis auf wenige Kleinigkeiten eine gute Basisabstimmung für das weitere Wochenende zu erarbeiten und, dass er auf der langen Gegengeraden in der Lage ist, im Windschatten seiner mit Aprilia RSA ausgestatteten Konkurrenten mitfahren kann.

Den ersten Trainingstag beim Gran Premio de Aragón dominierte erneut der WM-Führende Nicolas Terol, gefolgt von Maverick Vinales und Sandro Cortese. Nach zahlreichen Problemen mit der Stromversorgung anschließend an das zweite freie 125ccm Training, wurde der Zeitplan für den Samstag kurzum abgeändert. Die 125er Klasse muss nun schon um 08:45 Uhr zum dritten freien Training auf die Strecke, während das 40-minütige Qualifikationstraining für die Startaufstellung unverändert um 13:00 Uhr beginnen wird.

#94 Jonas – 12. (FP1: 13. – 2´03.022 / FP2: 12. – 2´01.636):

"Abgesehen von meiner Platzierung war es ein guter erster Trainingstag. In der zweiten Session lief es um einiges besser als am Vormittag. Nicht nur weil sich die Streckenverhältnisse gebessert haben, sondern es ist auch uns eine Steigerung gelungen. Wir konnten mit der Fahrwerksabstimmung bedeutende Schritte erzielen. Wir wissen, dass wir noch ein, zwei Dinge verbessern müssen, was den mechanischen Grip betrifft. Ich bin davon überzeugt, dass uns dies auch gelingen wird. Mit meiner Rundenzeit bin ich im Großen und Ganzen zufrieden, weil ich während der ganzen Session nie einen schnellen Vordermann hatte. Meine schnellen Zeiten bin ich zumeist alleine gefahren. Das stimmt mich zuversichtlich und außerdem liegen die Zeitabstände bis zum viertschnellsten ganz eng beisammen. Hinzu kommt auch, dass ich auf der langen Gegengeraden mit der RSA-Konkurrenz mithalten kann – ich kann mich im Windschatten halten. Das ist gleichzeitig auch unsere Taktik für das Qualifying. Das Timing muss exakt passen, dann sollte es möglich sein, dass wir uns um drei, vier Positionen gegenüber dem Freitagsergebnis steigern können."

Kombinierte Ergebnisliste FP1/FP2:

1. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'59.409

2. Maverick VIÑALES (SPA) Blusens by Paris Hilton Racing Aprilia 1'59.774 +0.365

3. Sandro CORTESE (GER) Intact-Racing Team Germany Aprilia 2'00.165 +0.756

12. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 2'01.636 +2.227

                   
                   
Jonas zeigt vor Aragon-GP Kampfgeist und Entschlossenheit  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Donnerstag, 15. September

Jonas Folger zeigt sich im Vorfeld zu Runde 13 der 125ccm Weltmeisterschaft 2011 in Aragon/Spanien besonders motiviert. Der Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport muss auch an diesem Wochenende noch einmal mit der RSW-Version der Rennmaschinen des finnischen Teams fahren, bevor er ab dem nächsten Grand Prix in zwei Wochen wieder auf „seine“ Aprilia RSA steigen darf. Diese Entscheidung seines Teams will der Draufgänger aus Oberbayern mit einer Extraportion Ehrgeiz und Kampfgeist rechtfertigen.

Jonas Folger, der aktuell fünftplatzierte in der WM-Wertung, reiste gut erholt und bestens vorbereitet nach Alcaniz, wo an diesem Wochenende mit dem Gran Premio de Aragón der dritte von insgesamt vier Grand Prix in Spanien stattfindet. In der einwöchigen Pause nach dem Rennen in Misano hat er unter der Anleitung von seinem persönlichen Coach Yuri Melani hart trainiert. Es war übrigens zum ersten Mal seit den mysteriösen Krankheiten, die ihn in den letzten Monaten stark geschwächt hatten, dass er sein umfassendes Trainingsprogramm ohne Einschränkungen absolvieren konnte. Es ist dem ehrgeizigen Athlet auch anzusehen, dass er sowohl gesundheitlich als auch körperlich wieder top fit ist, nachdem der er vor einem Monat in Brünn sogar am Grand Prix nicht teilnehmen durfte. Seit dem Startverbot damals in Tschechien ist es in der Box von Red Bull Ajo MotorSport zu einem Seitenwechsel der Fahrer gekommen, nämlich dass seit damals Folgers Teamkollege Danny Kent die Arpilia RSA samt Techniker-Crew zugeteilt ist. Diese Konstellation wird auch an diesem Wochenende noch einmal der Fall sein. Folger geht dementsprechend noch motivierter in das Rennwochenende auf der neuen Grand Prix Strecke im Motorland Aragón. Auf der technisch anspruchsvollen 5.078 Meter langen Rennstrecke werden die Leistungsunterschiede zwischen der Aprilia RSW zu den RSA-Modellen seiner Konkurrenten noch gravierender ausfallen, als es zuletzt auf dem Misano World Circuit der Fall war. Der 18-Jährige wird daher versuchen mit noch mehr Einsatz und Kampfgeist diesen Nachteil auszugleichen und so auch seinem Team die Bestätigung dafür geben, dass er sich wieder in Top-Verfassung befindet und nichts von den Eigenschaften eines Vollblut-Racer verloren gegangen sind.

Der Gran Premio de Aragón ist erst im vergangenen Jahr neu in den WM-Kalender aufgenommen worden. Der Grund dafür war die Absage des geplanten Grand Prix von Ungarn. Das Motorland Aragón befindet sich unweit von Alcaniz, der Hauptstadt der Region Aragón.  Der 5.078 Meter lange Grand Prix Kurs für Motorräder besticht mit einer technisch anspruchsvollen Streckenführung. Einige Abschnitte davon wurden weltberühmten Kurvenpassagen nachempfunden, wie zum Beispiel der `Corkscrew´ auf dem Laguna Seca Raceway. Zu den weiteren Schlüsselstellen gehört auch die lange Gegengerade mit der anschließenden Zielgeraden, wo die Piloten mit hoher Geschwindigkeit in extremer Schräglage unterwegs sind. Eine umfassende Live-Berichterstattung vom Grand Prix in Spanien an diesem Wochenende gibt es SPORT1 und dem Pay-Tv-Sender SPORT1+, sowie dem Internetportal sport1.de.

#94 Jonas - (WM-Rang 5 – 124 Punkte):

"Ich freue mich wirklich auf dieses Rennwochenende, obwohl ich hier noch einmal mit der Aprilia RSW fahren muss. Erst beim nächsten Grand Prix in zwei Wochen bekomme ich wieder meine RSA zurück. Ich respektiere aber die Entscheidung des Teams und ich muss auch ehrlich eingestehen, dass es sich Danny auch verdient hat, weil er wirklich schnell damit ist. Natürlich wäre es mir lieber, wenn ich schon dieses Mal mit der RSA fahren könnte, weil auf dieser schwierigen Rennstrecke die Leistungsunterschiede mehr zu tragen kommen werden. In der langen Bergauf-Passage bis zur nachgebauten `Corkscrew´, und vor allem dann auf der Gegengerade wird es schwierig, an den Konkurrenten dranzubleiben. Nichtsdestotrotz bin ich bis in die Fingerspitzen motiviert. Bis auf die sogenannte `Corkscrew´ ist das Streckenlayout schnell und hat auch einige flüssige Kurvenabschnitte, wo ich meine Chancen sehe, mit vollstem Einsatz Zeit gutmachen zu können. Mit einem gut abgestimmten Fahrwerk kann man in diesen Abschnitten zusätzlich punkten. In beiden Fällen bin ich mir sicher, dass es gelingen wird. Ich freue mich aber auch aus dem Grund auf dieses Rennen, weil ich mittlerweile wieder vollkommen Gesund und topfit bin. Eigentlich fühle ich mich schon seit Misano so, aber in der Pause danach konnte ich erstmals seit einigen Monaten wieder richtig trainieren. Für einige Tage war ich im Red Bull Trainingscenter in Thalgau , wo mich mein persönlicher Physio Yuri begleitet hat. Außerdem waren wir viel mit dem Rennrad unterwegs, gleichzeitig standen auch Ausdauertraining und Erholungsübungen auf dem Programm. Obwohl ich jeden Tag richtig viel trainiert habe, die vergangene Woche hat mir aber sehr gut getan. Ich fühle mich fit für die restliche Saison. Lediglich die Umstellung wegen dem extremen Temperaturunterschied vor der Abreise und nach der Ankunft hier im Motorland Aragón hat mich fast umgeworfen. Aber mittlerweile habe ich mich darauf eingestellt und komme mit der Hitze gut zurecht."

 

                   
                   
Jonas gibt für Platz neun in Misano 110 Prozent  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Sonntag, 4. September

Jonas Folger zeigte in der Hitzeschlacht beim San Marino Grand Prix eine hervorragende Leistung. Der Vollblut-Racer vom Team Red Bull Ajo MotorSport gab bei extrem schwierigen Bedingungen in jeder Phase des Rennen mehr als 110 Prozent und war danach mit seiner Performance zufrieden, jedoch über den hart erkämpften neunten Platz konnte er sich nicht so richtig freuen.

Jonas Folger zeigte mit dem neunten Platz auf dem Misano World Circuit erneut sein großes Kämpferherz. Der 18-jährige Aprilia-Pilot, der auch an diesem Wochenende mit der RSW-Version der Rennmaschine seines Teams vorlieb nehmen musste, glich die Leistungsunterschiede seines Arbeitsgerätes im Vergleich der zur Konkurrenz mit seinem unbändigen Einsatzwillen aus. Nach einem weniger gut gelungenen Start fuhr Folger ein fehlerloses Rennen, nachdem er sich in der Anfangsphase gegen seine direkten Konkurrenten Jakub Kornfeil und Miguel Oliviera erfolgreich durchgesetzt hatte. Der weitere Verlauf gestaltete sich für Folger als einsames Rennen, nachdem er auf den Geraden ohne Windschatten chancenlos war, zu der Gruppe mit Maverick Vinales vor ihm aufholen zu können und von hinten keine Gefahr drohte. Trotzdem ließ er nicht locker und fuhr bis zur Zielflagge gleich schnelle Rundenzeiten wie seine Vorderleute. Nach 23 anstrengende Runden kam er als Neunter ins Ziel und verteidigte mit den sieben gewonnenen Punkten den fünften Rang in der WM-Wertung.

Sieger in einem Fotofinish wurde der WM-Führende Nicolas Terol, der im Sprint bis zur Ziellinie den Franzosen Johann Zarco noch abfangen konnte. Dritte wurde Terols spanischer Landsmann Efren Vazquez.

#94 Jonas 9. (WM-Rang 5 – 124 Punkte):

"Es war in jeder Hinsicht ein schwieriges Rennen. Schon am Start hatte ich Probleme, weil ich nicht richtig weg gekommen bin und noch dazu habe ich dann in der ersten Runde im dichten Verkehr einige Positionen verloren. Die dritte Runde beendete ich sogar nur als 13. Erst als ich mich an Jakub vorbei drängen konnte, habe ich dann meinen Rhythmus gefunden. Leider hat mich beinahe im gleichen Augenblick Miguel überholt, dass mich erneut Zeit gekostet hat. Ich konnte ihn zwar zwei Runden später wieder zurück überholen, aber ich realisierte sehr bald, dass mir als Erster dieser Gruppe auf den Geraden der Speed fehlt, um den Anschluss nach vorne herzustellen. Ich mich zwar absetzen, aber ohne Windschatten war es unmöglich zu der Gruppe mit Maverick aufzuholen. Ab diesen Zeitpunkt fuhr ich mein eigenes Rennen. Nach vorne ging nichts mehr, weil die Post schon zuvor abgefahren war, und nach hinten habe ich den Abstand locker kontrollieren können. Ich habe aber in jeder Phase des Rennens mehr als 110 Prozent gegeben. Von meinen Rundenzeiten her, hätte ich mit der Gruppe vor mir mithalten können. So gesehen kann ich mit meiner Leistung zufrieden sein. Obwohl es wichtige Punkte für den WM-Stand sind, kann ich mich über die Platzierung weniger freuen. Mit einem besseren Start wäre vielleicht mehr drinnen gewesen. Bei diesen schwierigen Bedingungen mit der extremen Hitze und Luftfeuchtigkeit, so wie es am Sonntag der Fall war, hatte ich mit meiner Fitness keine Probleme. Ich hoffe daher, dass ich bald wieder mit meiner Aprilia RSA fahren darf."

Ergebnis Gran Premio di San Marino e della Riviera di Rimini:

1. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 40'02.164

2. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi +0.022

3. Efren VAZQUEZ (SPA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi +4.932

9. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia +21.489

125ccm WM-Stand 2011:

1. Nicolas TEROL Aprilia (SPA) 216

2. Johann ZARCO Derbi (FRA) 185

3. Maverick VIÑALES Aprilia (SPA) 161

4. Sandro CORTESE Aprilia (GER) 160

5. Jonas #94 Aprilia (GER) 124

Nächster Grand Prix: Aragon, 18. September

                   

                   
Jonas liefert im Misano-Qualifying eine Meisterleistung ab  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Samstag, 3. September

Der 18-jährige 125ccm WM-Pilot Jonas Folger brillierte im Qualifikationstraining beim Grand Prix von San Marino mit einer Meisterleistung. Der ehrgeizige Athlet vom Team Red Bull Ajo MotorSport qualifizierte sich mit der RSW-Version der Aprilia-Rennmaschine seines Teams Red Bull Ajo MotorSport für den hervorragenden siebten Startplatz.

Der momentane WM-Fünfte Jonas Folger muss sich auch an diesem Rennwochenende beim Grand Prix auf dem Misano World Circuit mit der Aprilia RSW begnügen, mit der normalerweise sein Teamkollege Danny Kent die diesjährige 125ccm Weltmeisterschaft bestreitet. Nach dem schwierig verlaufenen ersten Trainingstag zeigte sich schon in der abschließenden freien Session am Vormittag, dass Folgers Technik-Crew am Vorabend ganze Arbeit geleistet hat. Der Jungstar aus dem oberbayrischen Schwindegg beendete mit einem Rückstand auf die Top-5 von nur drei Zehntelsekunden FP3 als Elftschnellster. Gegenüber dem Freitag war er dabei um mehr als sieben Zehntelsekunden schneller.

Dementsprechend zuversichtlich ging Folger in das Qualifikationstraining am Nachmittag. Von der ersten Runde an der 40-minütigen Session zeigte er sich überaus aggressiv gelaunt. Mit einer klaglos funktionierenden Aprilia RSW fuhr er konstant konkurrenzfähige Rundenzeiten, mit denen er über die gesamte Dauer in den Top-10 am Zeitenmonitor klassiert war. Einzig auf den Geraden fehlte ein guter Windschatten, um den Leistungsunterschied gegenüber der Werks-Aprilia RSA seiner direkten Konkurrenten auszugleichen. Diesen Nachteil machte der Vollblut-Racer mit schier unglaublichem Einsatz wett. In seiner Schlussattacke gelang ihm die beachtliche Rundenzeit von 1´44.226, mit der Folger zunächst den Sprung in die zweite Startreihe schaffte. Erst im allerletzten Augenblick wurde er noch aus dieser auf Platz sieben verdrängt. Für das Rennen hofft Folger nach einem guten Start über die Distanz in der Verfolgergruppe hinter der Spitze sich behaupten zu können.

Der Franzose Johann Zarco wird am Sonntag vom besten Startplatz ins Rennen gehen. Die beiden Spanier Hector Faubel und Nicolas Terol komplettieren als Zweiter bzw. Dritter die erste Startreihe. Der Start über die Marathondistanz von 23 Runden erfolgt um 11:00 Uhr. Das 125ccm Rennen beim San Marino-GP ist auf dem Internetportal SPORT1.de und dem Pay-TV-Sender SPORT1+ live zu sehen.

#94 Jonas - Startplatz 7 (1´44.266):

"Mit dem Resultat im Qualifying bin ich im Großen und Ganzen zufrieden, weil es eine schwierige Session war. Ich habe alles gegeben und das Bike in jeder Runde bis aufs Letzte ausgequetscht, um die Nachteile gegenüber den RSA auszugleichen. Meine Rundenzeiten fuhr ich stets alleine, wo mir auf den Geraden einfach ein guter Windschatten gefehlt hat. In der letzten Runde, in der ich auch meine schnellste Zeit fuhr, war ich nicht nahe genug an der Gruppe vor mir dran. Das war wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass ich die zweite Startreihe so knapp verpasst habe. Das ist jetzt aber nebensächlich, viel wichtiger ist, dass uns gegenüber dem Freitag eine gewaltige Steigerung gelungen ist. Darüber freue ich mich wirklich, denn meine Crew hat mir ein perfekt vorbereitetes Motorrad zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an das Team für den Einsatz. Ich denke, dass sich im Rennen eine große Gruppe hinter der Spitze bilden wird, worin ich meine Chance sehe. Ich will hier unbedingt ein gutes Ergebnis erreichen, mit dem ich den Anschluss zu den Top-4 in der WM-Tabelle wieder herstellen kann."

Rangliste Qualifikationstraining:

1. Johann ZARCO (FRA) Avant-AirAsia-Ajo Derbi 1'43.247

2. Hector FAUBEL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'43.440 +0.193

3. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'43.604 +0.357

7. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 1'44.266 +1.019

                   

                   
Technische Probleme ruinieren FP2 beim San Marino-GP  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Freitag, 2. September

Beim zweiten Rennwochenende von Jonas Folger, wo er mit der RSW-Version der Aprilia-Rennmaschine seines Teams Red Bull Ajo MotorSport fahren muss, machten Technikprobleme ihm und seiner Crew am ersten Trainingstag beim San Marino-Grand Prix zu schaffen. Der 18-jährige 125ccm WM-Pilot beendete daher das zweite freie Training mit nur acht gefahrenen Runden auf Rang 25 in der Zeitenliste.

Bei herrlichem Hochsommerwetter startete Jonas Folger mit der achtschnellsten Rundenzeit im ersten freien Training in Runde zwölf der 125ccm Weltmeisterschaft 2011. Nach dem gelungenen Auftakt und einer einwandfrei funktionierenden Aprilia RSW ging der ehrgeizige Athlet aus Oberbayern zuversichtlich in die zweite Session nach der Mittagspause. Doch schon nach nur drei Runden musste der leidgeplagte Folger wegen Schaltprobleme seine Boxencrew aufsuchen. Die Reparatur kostete viel wertvolle Zeit, ehe er kurz vor Ende das Training wieder aufnehmen konnte. Während die Probleme am Getriebe behoben wurden, machten sich in den verbleibende Runden Motoraussetzer bemerkbar, weshalb Folger seine Rundenzeit vom Vormittag nicht verbessern konnte und den Freitag auf dem 4.226 Meter langen Misano World Circuit als 13.-schnellster in der kombinierten Zeitenliste beider Trainings beendete.

Trainingsschnellster am Freitag war der WM-Führende und überlegene Sieger des Indianapolis Grand Prix, Nicolas Terol. Der Spanier erzielte vor seinem Teamkollegen Hector Faubel und dem Engländer Danny Kent die Bestzeit. Das Qualifikationstraining beginnt am Samstagmittag um 13:00 Uhr. SPORT1 und der Pay-TV-Sender SPORT1+ berichten live ab 12:45 bzw. 12:55 Uhr vom Grand Prix an der Adriaküste Italiens.

#94 Jonas (FP1: 8. - 1´45.594 / FP2: 25. – 1´46.510):

"Der erste Trainingstag hier in Misano verlief im Großen und Ganzen enttäuschend, obwohl wir in der ersten Session am Vormittag noch gut dabei waren. Aber in FP2 begann das Unheil schon nach drei Runden. Wegen Getriebeproblemen musste ich in die Box und die Reparatur hat uns viel Zeit gekostet. Erst in etwa zehn Minuten vor Trainingsende konnte ich dann wieder auf die Strecke fahren. Die Probleme mit der Schaltung waren behoben, aber der Motor lief nicht mehr sauber. Es war daher unmöglich meine Rundenzeit vom Vormittag zu verbessern. Bis zum abschließenden freien Training am Samstagvormittag haben wir viel Arbeit vor uns."

Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:

1. Nicolas TEROL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'44.139

2. Hector FAUBEL (SPA) Bankia Aspar Team 125cc Aprilia 1'44.333 +0.194

3. Danny KENT (GBR) Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 1'44.479 +0.340

13. Jonas #94 Red Bull Ajo MotorSport Aprilia 1'46.510 +1.455

                   

                   
Jonas blickt dem Misano-GP erwartungsvoll entgegen  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Donnerstag, 1. September

Für den 18-jährigen Jonas Folger geht es ohne Pause nach dem Indianapolis Grand Prix mit dem Rennen auf dem Misano World Circuit an diesem Wochenende weiter. Der ehrgeizige Athlet blickt Runde zwölf der 125ccm Weltmeisterschaft 2011 erwartungsvoll entgegen, obwohl er auch dieses Mal mit der RSW-Version der Aprilia-Rennmaschine des finnischen Teams fahren muss.

Jonas Folger hat nach seiner mysteriösen Krankheit die Strapazen beim Indianapolis Grand Prix gut überstanden. Nach der langen Rückreise aus den Vereinigten Staaten war seine nächste Station das Trainingszentrum von seinem persönlichen Coach Yuri Melani in Bologna, wo nach einem Tag Erholung am Mittwoch fleißig trainiert wurde. Trotz der zurzeit in Italien herrschenden extremen Hitze fühlt sich der Oberbayer mit jedem Tag besser. Ungeachtet der Tatsache, dass Folger auch an diesem Wochenende mit der Aprilia RSW fahren muss, ist die Vorfreude auf den Grand Prix von San Marino und der Urlaubsregion von Rimini sehr groß. Grund dafür ist das technisch anspruchsvolle Streckenlayout des Misano World Circuit, das dem Vollblut-Racer aus Oberbayern sehr gut gefällt und die Nachteile der RSW-Version sich nicht so gravierend auswirken sollten, als zuletzt in Indianapolis mit den zwei langen Geraden, auf die jeweils Erste-Gang-Kurven führten.

Wie der vollständige Name des Grand Prix auf dem Misano World Circuit verrät, befindet sich der 4.226 Meter lange Rundkurs zwischen den Urlauberstränden von Rimini und der hügeligen Landschaft des unabhängigen Fürstentums von San Marino im Hinterland. Misano erlebte nach einer langen Pause erst 2007 ein Comeback im WM-Kalender. Das Streckenlayout mit 6 Links- und 10 Rechtskurven beinhaltet einige sehr unterschiedliche Abschnitte, die zusammen einen interessanten Mix an Anforderungen für Fahrer und Maschinen stellen. SPORT1 und der Pay-TV-Sender SPORT1+, sowie das Internet-Portal SPORT1.de berichten umfassend vom Grand Prix an Italiens Adriaküste.

#94 Jonas (WM-Rang 5 – 117 Punkte):

"Ich blicke dem Misano-Wochenende erwartungsvoll entgegen, selbst wenn ich auch dieses Mal wieder mit der Aprilia RSW fahren muss. Natürlich möchte ich lieber mit meinem Motorrad, der RSA-Version, fahren, aber das Team hat so entschieden, was ich respektiere. Ich mache mir deswegen keine weiteren Gedanken, sondern werde mich noch mehr anstrengen, damit ich bald wieder mit meinem Bike fahren darf. Außerdem kommt der Misano Circuit der RSW entgegen. Vom Fahrbahn-Belag ist hier viel Grip vorhanden, was für die RSW sicher ein Vorteil ist. Das haben mir schon mehrere erfahrene 125er Fahrer bestätigt. Ich freue mich aber auch auf Misano, weil ich diese Rennstrecke viel mehr mag, als beispielsweise den Grand Prix Kurs auf dem Indianapolis Motor Speedway. So gesehen bin ich zusätzlich motiviert, endlich wieder auf einem Circuit zu fahren, der mir richtig gut gefällt. Übrigens, meine Rückreise aus den USA war gut und die kurze Pause habe ich bei Yuri in Italien verbracht. Der Dienstag war zur Erholung und am Tag danach haben wir trotz der extremen Hitze hier in Italien viel trainiert. Ich fühle mich mit jeden Tag besser und kann es kaum erwarten, dass ich am Freitag wieder auf das Bike steigen kann."

 

                   

                   
Jonas tapferer 9. beim Indianapolis Grand Prix  

 

 

 

 

 

 

 
             

Sonntag, 27. August

Jonas Folger vom Team Red Bull Ajo MotorSport zeigte im Rennen auf dem Indianapolis Motor Speedway bei seinem Comeback eine kämpferische Leistung. Der 18-jährige Vollblut-Racer aus Bayern fuhr nach anstrengenden 23 Runden als ausgezeichneter Neunter über die Ziellinie, nachdem er über weite Teile des Rennens in ein Duell mit dem Portugiesen Miguel Oliveira verwickelt war.

Der Aprilia-Pilot Jonas Folger erlebte an diesem Wochenende einen anstrengenden Indianapolis Grand Prix. Der ehrgeizige Athlet kämpfte nach seiner Krankheit vor allem mit der großen Hitze und auch mit den sich ständig verändernden Streckenverhältnissen, nachdem der Asphalt-Belag auf dem 4.216 Meter langen Rundkurs abschnittsweise erneuert wurde. Am Samstagnachmittag qualifizierte sich Folger für den achten Startplatz in der dritten Reihe und zeigte im Rennen einen Blitzstart, so wie man es von ihm auch gewöhnt ist. Im Getümmel der ersten Runde verlor er jedoch zwei Positionen. Für die restliche Renndistanz war Aprilia-Markenkollege Miguel Oliveira, der aber im Gegensatz zu Folger mit der schnelleren RSA-Version ausgestattet ist, sein direkter Konkurrent. Das Duo umrundete den technisch anspruchsvollen Rundkurs auf dem legendären Indianapolis Motor Speedway im Alleingang, da der Abstand zu den Vorderleuten zu groß war und von hinten kein Konkurrent zu den beiden aufholen konnte. Folgers Rundenzeiten waren konstant und gut genug, um damit in der Spitzengruppe mitfahren zu können. Mit letztem Einsatz schloss Folger immer wieder die Lücke zu seinem direkten Vordermann, doch für ein Überholmanöver reichte es nie, da mit zunehmenden Rennverlauf seine Reifen stark abbauten. Schließlich fuhr die Kämpfernatur aus dem oberbayrischen Schwindegg als ausgezeichneter Neunter über die Ziellinie und verteidigte damit seinen fünften Rang in der WM-Punktetabelle.

Den Indianapolis Grand Prix gewann der Spanier Nicolas Terol, der damit seine Führung in der Weltmeisterschaft ausbauen konnte. Zweiter wurde Terols Landsmann Maverick Vinales, gefolgt von Sandro Cortese.

#94 Jonas - 9. (WM-Rang 5 – 117 Punkte):

"Der Indy GP war über das gesamte Wochenende eine schwierige Angelegenheit für mich. Damit beziehe ich mich nicht nur auf die Tatsache, dass ich mit der Aprilia RSW fahren musste, sondern auch die Hitze und die sich ständig verändernden Streckenverhältnisse spielten dabei eine Rolle. Nichtsdestotrotz habe ich in jeder Session mein Maximum gegeben. Ich habe wie ein Löwe gekämpft. Das Rennergebnis ist nicht unbedingt überragend, aber auch nicht so schlecht, dass man behaupten müsste, es hätte gar nichts zusammen gepasst. Für den WM-Stand sind es jedenfalls wichtige Punkte. Ich konnte damit meinen fünften Rang verteidigen. Der Rückstand auf den Platz drei ist nicht allzu groß und bei noch sechs ausstehenden Rennen kann vieles passieren. Zum Rennverlauf selbst ist noch zu sagen, dass ich mit Miguel einen schnellen Vordermann hatte, an dem ich mich immer wieder herangekämpft habe. Ich habe über die gesamte Renndistanz nicht einmal locker gelassen. Nachdem sich seine Fehler gegen Rennende gehäuft hatten, habe ich es mit allen Mitteln versucht ihn zu überholen. Leider ist es nicht gelungen, weil auch meine Reifen schon ziemlich am Ende waren und auf den Geraden hatte ich keine Chance. In der letzten Runde war ich schon sehr nahe an ihm dran, aber ein Überholmanöver wäre zu riskant gewesen. Ich wollte die Punkte nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen."

 

                   
                   
Jonas qualifiziert sich für die 3. Startreihe in Indy  

 

 

 

 

 

 

 
             

Samstag, 27. August

Jonas Folger hat in einem anstrengenden Qualifikationstraining auf dem Indianapolis Motor Speedway alles gegeben und den hervorragenden achten Startplatz erobert. Mit der Aprilia RSW, die normalerweise sein Teamkollege Danny Kent fährt, war der Vollblut-Racer aus dem oberbayrischen Schwindegg in einigen Streckenabschnitten auf dem technisch anspruchsvollen Indianapolis Motor Speedway von der Motorleistung her unterlegen.

Der momentane WM-Fünfte Jonas Folger begann den zweiten Trainingstag beim Indianapolis Grand Prix mit der neuntschnellsten Rundenzeit im abschließenden freien Training am Vormittag. Bis zum Qualifikationstraining wurden jedoch die äußeren Bedingungen mit hochsommerlichen Temperaturen wesentlich kräfteraubender. Der Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport, der nach langwierigen und seltsamen Krankheiten noch immer nicht vollständig genesen ist, trotzte den Umständen mit Verbissenheit und Ehrgeiz. Umso bemerkenswerter ist daher die achtschnellste Rundenzeit im Qualifying, da es Folger mit letztem Einsatzwillen gelang, die Nachteile seines Motorrades auszugleichen. Trotz der Marathondistanz von 23 Runden und dem zu erwartenden heißen Temperaturen blickt er dem Rennen zuversichtlich entgegen, nämlich dass er sich dank seines kampfstarken Fahrstils gegen die direkte Konkurrenz erfolgreich durchsetzen kann.

Mit der überlegenen Bestzeit eroberte WM-Leader Nicolas Terol den besten Startplatz für das sonntägige Rennen über 23 Runden. Die erste Startreihe komplettieren Sandro Cortese als Zweiter und Johann Zarco als Dritter. Der Start zur 125ccm Konkurrenz erfolgt um 17:00 Uhr MESZ. SPORT1 und der Pay-TV-Sender SPORT1+ sind ab 16:50 bzw. 16:55 live auf Sendung.

#94 Jonas - Startplatz 8 (1´49.608):

"Mit meinem Qualifying bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Dritte Startreihe mit der Aprilia RSW kann meiner Meinung nach sehen lassen. Indianapolis ist eher eine winkelige Rennstrecke. Jedoch auf die zwei Geraden führt jeweils eine Erste-Gang-Kurve, wo es eben mit einem Motorrad, wie es die RSW ist, schwierig ist, den schnelleren RSA-Maschinen in der Beschleunigung folgen zu können. Das hat sich eindeutig in der Schlussphase gezeigt, wo ich versuchte habe Nico Terol zu folgen. Auf den Geraden war es aussichtslos, aber im Verlauf einer Runde konnte ich einigermaßen seinen Tempo mitgehen. So gesehen kann ich dem Rennen zuversichtlich entgegenblicken. Hoffentlich bildet sich im Rennverlauf eine große Gruppe, wo ich überzeugt davon bin, dass ich mich nach vorne kämpfen kann. Das Rennen über die Distanz von 23 Runden wird sicher anstrengend und man kann davon ausgehen, dass nicht alle bei dieser enormen Hitze ohne Probleme über die Runden kommen werden. Das gilt auch für mich, obwohl ich schon denke, fit genug zu sein, um bis zum Schluss attackieren zu können. Die Top-5 sind mein Ziel für den Indianapolis Grand Prix."

 

                   
                   
Jonas beim Comeback in Indianapolis auf Anhieb schnell  

 

 

 

 

 

 

 
             

Freitag, 26. August

Jonas Folger startete mit viel Ehrgeiz und Verbissenheit in den Indianapolis Grand Prix, wo der 18-jährige Vollblut-Racer nach dem ärztlichen Startverbot beim vergangenen Grand Prix im tschechischen Brünn sein Comeback erlebt. Der Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport fuhr am Freitag in den zwei freien Trainings die achtschnellste Rundenzeit.

Der in diesem Jahr von vielen und seltsamen Krankheiten geplagte Jonas Folger gelang am ersten Trainingstag auf dem technisch anspruchsvollen Indianapolis Motor Speedway ein beeindruckendes Comeback. Bei hochsommerlicher Hitze hielt er im Spitzenfeld in der hartumkämpften 125ccm Konkurrenz wacker mit, obwohl der Oberbayer aus Schwindegg noch immer nicht vollkommen Gesund ist. Umso beachtlicher waren seine Leistungen bei extrem schwierigen Streckenverhältnissen, nämlich dass er nach Teamentscheid vorerst mit der Aprilia RSW seines Teamkollegen Danny Kent vorlieb nehmen muss. Im Gegenzug fährt Kent seit dem Grand Prix in Brünn mit Folgers Aprilia RSA. Teamchef Aki Ajo will ihm mit damit ein Comeback ohne jeglicher Erwartungshaltung und Druck ermöglichen. Folger zeigte aber schon mit den ersten Runden am Vormittag, dass nichts von seinem Ehrgeiz und Kampfgeist verloren gegangen ist. Es gelang ihm schnell, sich an das vollkommen unterschiedliche Motorrad zu gewöhnen und der momentane WM-Fünfte fuhr bald darauf sehr konkurrenzfähige Rundenzeiten. Während das erste Training insgesamt zum Eingewöhnen nach der für ihn langen Rennpause und an das Motorrad herangezogen wurde, arbeitete man am Nachmittag bereits an der Feinabstimmung des Motorrades für diese Rennstrecke. Mit der achtschnellsten Rundenzeit in beiden Sessions bestätigte Folger eindrucksvoll, dass er bald wieder ganz vorne mitmischen wird.

Trainingsschnellster war am Freitag auf dem technisch anspruchsvollen Rundkurs im US-Bundesstaat Indiana der WM-Führende Nicolas Terol. Der Spanier distanzierte seinen ersten Verfolger Johann Zarco um mehr als sieben Zehntelsekunden. Die drittschnellste Rundenzeit fuhr Alberto Moncayo. Folgers Teamkollege Danny Kent belegte Rang zehn in der kombinierten Zeitenliste beider Trainings. Das Qualifikationstraining für die Startaufstellung zum sonntägigen Rennen beginnt am Samstag um 19:00 Uhr MESZ.

#94 Jonas - 8. (FP1: 8. - 1´52.889 / FP2: 8. – 1´51.109):

"Der Indy Grand Prix hat für mich eigentlich recht gut begonnen. Ich bin auf Anhieb mit der Aprilia RSW gut zurechtgekommen und bis auf die Hitze fühle ich mich fit. Zunächst hat mir die Entscheidung meines Teams, dass ich hier mit dem Motorrad von Danny fahren muss, weniger gefallen, aber schon nach ein paar Runden habe ich mich darauf eingeschossen und der Ärger darüber war verflogen. Das Vormittagstraining habe ich hauptsächlich dazu genutzt, um mich wieder an das Motorrad zu gewöhnen, nachdem ich zuletzt vor zwei Jahren mit einer RSW unterwegs war. In erster Linie war es notwendig meinen Fahrstil anzupassen. Die Sitzposition auf diesem Motorrad ist anders, weil es von den Abmessungen her kleiner ist. Hinzu kommt auch, dass die RSW von Grund auf steifer und härter abgestimmt ist. Das erfordert auch eine gewisse Angewöhnung. Jedoch am Nachmittag konnten wir schon mit der Feinabstimmung für diesen Circuit hier beginnen. Wir sind dabei auch gleich auf konkurrenzfähige Rundenzeiten gekommen. Leider mussten wir das Training mit dem gebrauchten Reifen zu Ende fahren, weil wir wegen dem Kontingent sparsam mit den Reifen umgehen mussten. In der Schlussphase bin deshalb schon extrem am Limit unterwegs gewesen. Trotzdem bin ich mit dem ersten Trainingstag insgesamt betrachtet zufrieden und für das Qualifying am Samstag zuversichtlich, einen guten Startplatz erobern zu können."

 

                   
                   
Jonas reist gesund und gut erholt nach Indianapolis  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Dienstag, 23. August

Jonas Folger hat sich schnell und gut von seinen gesundheitlichen Problemen erholt. Der 18-jährige Vollblut-Racer musste wegen einem plötzlichen Schwächeanfall beim vergangenen Grand Prix im tschechischen Brünn pausieren. In der Zwischenzeit ist Folger wieder im Vollbesitz seiner Kräfte und Konzentrationsfähigkeit und ist auch bereits zur WM-Runde am kommenden Wochenende nach Indianapolis in die USA abgereist.

Noch bevor das erste freie Training beim Grand Prix in Brünn Mitte dieses Monats begonnen hatte, musste Jonas Folger die Heimreise in das oberbayrische Schwindegg antreten. Die Rennärzte hatten den ehrgeizigen Athlet damals wegen Konzentrationsschwächen nach einem Kreislaufkollaps am Vortag nicht am Renngeschehen teilnahmen lassen. Unmittelbar nach der Ankunft in der Heimat konsultierte Folger die besten verfügbaren Spezialisten in seiner Umgebung. Noch am Abend des gleichen Tages wurde der Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport in der Kreisklinik Trostberg eingehend untersucht, wo neben einer Blutabnahme und Lumbalpunktion auch eine Herzuntersuchung durchgeführt wurde. Der Befund davon brachte ein negatives Ergebnis. Am Dienstag, 16. August wurde in der Kreisklinik Altötting eine Magnetresonanztomographie am Schädel vorgenommen. Auch diese Untersuchung verlief negativ. Erst ein Besuch bei einem ortsansässigen Spezialist für Osteopathie brachte zum Vorschein, dass aufgrund von diversen, zum Teil auch recht heftigen Stürzen einige Wirbel verschoben und Nerven eingeklemmt waren, die Beschwerden wie starke Migräne, Schwindelanfälle, usw. verursacht haben. Mehrere Behandlungen führten auf Anhieb zu einer deutlichen Verbesserung seines Wohlbefindens. Mit den ersten Anzeichen der Besserung hat Folger umgehend wieder sein Fitness-Programm aufgenommen. Am vergangenen Sonntag fuhr er zusammen mit seinem Freund Marcel Schrötter zum nahegelegenen Salzburgring, um dort mit seiner Aprilia RSV100R ein Fahrtraining zu absolvieren. Zu den restlichen Grand Prix in dieser WM-Saison wird Folger ab sofort von seinem persönlichen Fitness-Trainer Yuri Melani begleitet. Der erfahrene Physiotherapeut aus Italien soll für ihn auch eine Bezugsperson für mentale Angelegenheiten sein.

Der Indianapolis-Grand-Prix ist Runde 11 von insgesamt 17 in der 125ccm Weltmeisterschaft 2011. Schauplatz ist der historische Indianapolis Motor Speedway, wo eigens für den Motorrad-Grand-Prix die erste Sektion des 4.216 Meter langen Rennstrecke errichtet wurde. Vom berühmtesten Nudeltopf der Welt, dem Oval-Rundkurs auf dem Indianapolis Motor Speedway, wird nur der Abschnitt auf der Start-/Zielgeraden mit dem sogenannten „Brickyard“ als Ziellinie verwendet. Mit zehn Links- und sechs Rechtskurven zählt das Streckenlayout in Indianapolis zu den technisch anspruchsvollsten im aktuellen WM-Kalender. Zum ersten Mal war die Motorrad-WM im Jahr 2008 im US-Bundesstaat Indiana zu Gast. Vor dem vierten Besuch der Grand Prix-Klassen wurde der Asphalt-Belag vollständig erneuert.

#94 Jonas (WM-Rang 5 – 110 Punkte):

"Nach der Enttäuschung, dass ich in Brünn nicht starten durfte, kam aber bald die Einsicht, dass es für meine Gesundheit das Beste war. Noch am Abend nach der Rückkehr aus Tschechien wurde ich im Krankenhaus Trostberg gründlich untersucht. Die Prozedur mit Blutabnahme und Nervenwasserentnahme war recht anstrengend, weil ich mich absolut nicht wohl gefühlt habe. Nachdem das Ergebnis zeigte, dass soweit alles in Ordnung ist, wurde ich gleich wieder entlassen. Der MRT-Scan am Dienstag danach war dann eigentlich nur noch Routine und auch dieser Befund brachte ein negatives Ergebnis. Selbstverständlich waren wir daraufhin sehr erleichtert. Trotzdem haben wir noch einen Spezialist für Osteopathie bei uns im Ort aufgesucht, der einige verschobene Wirbel und eingeklemmte Nerven feststellen konnten. Die behandelnden Massagen haben mir sehr gut getan. Zuletzt war ich am vergangenen Freitag dort, bevor ich dann am Sonntag zusammen mit Marcel ein paar Stunden auf dem Salzburgring trainiert habe. Nach der langen Pause ohne Motorrad war ich schon richtig gierig darauf. Noch heißer bin ich aber auf den Grand Prix in Indianapolis am kommenden Wochenende. Ich möchte dort unbedingt sofort wieder die Leistungen und Resultate bringen, die man von mir erwartet. In erster Linie meine ich dabei mein Team. Ab Indianapolis wird mein persönlicher Coach Yuri an allen Rennwochenenden dabei sein. In letzter Zeit haben mich einige Dinge sehr beschäftigt, die nicht immer einfach zu meistern waren. Yuri soll mir vor allem auch Rückhalt an Rennstrecke geben. Ich bin aber froh darüber, dass ich mich in jeder Hinsicht schnell wieder erholt habe und freue mich riesig auf mein Comeback in Indy, wo ich schon mit Beginn des ersten Trainings wieder Boden gutmachen und Vertrauen zurück gewinnen will."

 

                   

                   
Startverbot für Jonas in Brünn  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Freitag, 12. August

Für Jonas Folger war Runde elf der FIM MotoGP Weltmeisterschaft 2011 bereits zu Ende, bevor das Geschehen auf der Rennstrecke im tschechischen Brünn überhaupt begonnen hat. Der 17-jährige Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport reiste nach einem Startverbot der Rennärzte frühzeitig aus Tschechien ab.

Jonas Folger kämpft in diesem Jahr mit einer Reihe heimtückischer Krankheiten. Nachdem sich der bedauernswerte Athlet aus dem oberbayrischen Schwindegg vor knapp zwei Monaten von einer langwierigen und kräftezehrenden bakteriellen Infektion erholt hatte, erkrankte Folger nach seiner Rückkehr vom Sachsenring-GP an einem sogenannten Speicheldrüsenstau und war für einige Tage bettlägerig. All das zusammen, sowie aber auch die heftigen Stürze in Assen Ende Juni, dürften wohl der Ausschlag für einen urplötzlichen Kreislaufkollaps am Donnerstagnachmittag in Brünn gewesen sein. Zuvor hatte der ehrgeizige Pilot die 5.403 Meter lange Rennstrecke bei einem Fußmarsch besichtigt. Mit dem ersten Anzeichen des Schwächeanfalles suchte er umgehend das Ärzteteam in der Clinica Mobile auf, wo er sofort eine Infusion bekam. Da sich bezüglich des Gesundheitszustandes mit Schwindelanfällen, Übelkeit, extrem niedrigen Blutdruck und Untertemperierung während der Nachtstunden und bis zum Freitagmorgen keine Besserung einstellte, war ein nochmaliger Besuch der Clinica Mobile unvermeidlich, bevor das erste freie Training begann. Der leitende Arzt der Clinica Mobile, Dr. Costa, reagierte aufgrund offensichtlicher Konzentrationsschwächen mit einem Startverbot. Der momentane 125ccm WM-Vierte trat daraufhin die Heimreise an, wo er Spezialisten für derartige Krankheitssymptome für eingehende Untersuchungen und Bluttests aufsuchen wird.

#94 Jonas (WM-Rang 4 – 110 Punkte):

"Die Enttäuschung ist riesengroß. Noch dazu, wo ich am Samstag meinen 18. Geburtstag habe. Diesen wollte ich mir eigentlich mit guten Ergebnissen selber verschönern. Aber die Entscheidung der Ärzte ist zu respektieren und es ist wahrscheinlich auch das Beste für mich. Ich fühle mich seit einigen Tagen miserabel. Der Kreislaufkollaps nach meinen Besichtigungsrunden am Donnerstag kam aber völlig überraschend. Als ich in meine Box zurückgekommen war, wurde mir übel und schwarz vor den Augen. Sofort reagierte meine Crew und hat mich in die Clinica Mobile gebracht, wo ich eine Infusion bekam. Bis zum Abend und auch die Nacht über verbesserte sich mein Zustand kaum. Mir war übel und ich hatte ständig Schwindelanfälle. Das dauert mittlerweile schon ein paar Tage an. Nach dem Sachsenring-GP war ich wieder krank. Zuerst nahmen wir an, dass ich Mumps hatte, aber es handelte sich um einen sogenannten Speicheldrüsenstau, wo sich Steine in den Drüsen bilden - vergleichbar mit Gallensteinen. Nach fünf Tagen Bettruhe fühlte ich mich eigentlich wieder vollkommen gesund und begann wieder mit meinem Fitnesstraining. Jedenfalls werde ich jetzt die besten zur Verfügung stehenden Ärzte aufsuchen und mich gründlich durchchecken lassen. Ich will endlich wieder in Topverfassung Rennen fahren - und das möglichst bald."

 

                   
                   
                   
Jonas als Siebter bester Deutscher im GP Deutschland  

 

Jonas

 

 

 

 

 
             

Sonntag, 17. Juli

Jonas Folger erlebte ein anstrengendes 125ccm Rennen auf dem Sachsenring. Nachdem sich der 18-jährige Draufgänger aus dem oberbayrischen Schwindegg als bestplatzierter Deutscher Pilot qualifizierte, wiederholte er dies auch am Sonntag in seinem Heim-Grand-Prix mit einer zweikampfstarken Leistung als Siebter.

Die äußeren Bedingungen waren gut, als die 125ccm Konkurrenz den Auftakt zu einem spannungsgeladenen Renntag beim Motorrad Grand Prix Deutschland bildete. Jonas Folger gelang von Position neun ein perfekter Start, doch im dichten Verkehr und wegen wilder Attacken der Konkurrenz beendete die ersten zwei Runden als Neunter, nachdem er zwischendurch schon mehrere Plätze gutmachen konnte. Folgers Aprilia RSA befand sich am Sonntag in einem perfekt vorbereiteten Zustand. Nach der heißen Anfangsphase waren die Rundenzeiten des ehrgeizigen Fahrers vom Team Red Bull Ajo MotorSport jedoch zu wenig konstant, um den Anschluss an die vor ihm fahrende Spitzengruppe herstellen zu können. Ab Halbzeit der Marathondistanz von 27 Runden war Folger in einem packenden Positionskampf mit Sandro Cortese und seinem Teamkollegen Danny Kent verwickelt. Erst in der allerletzten Runde konnte er das entscheidende Überholmanöver gegenüber seinen direkten Konkurrenten starten und mit dem tapfer erkämpften siebten Platz seinen momentanen vierten Rang in der Punktetabelle erfolgreich verteidigen.

Der Spanier Hector Faubel wurde nach Zielfotoentscheid aufgrund seiner schnelleren Rundenzeit im Rennen vor Johann Zarco zum Sieger erklärt, nachdem die beiden auf die tausendstel Sekunde genau die Ziellinie passierten. Dritter wurde Pole-Setter Maverick Vinales. Die Gesamtwertung führt weiterhin Nicolas Terol an, der den Deutschland-Grand-Prix auf Platz vier beendete. Für die Piloten der 125cm Weltmeisterschaft geht es jetzt in eine knapp dreiwöchige Sommerpause, bevor Mitte August mit dem Grand Prix von Tschechien Runde 10 auf dem Programm steht.

#94 Jonas – Platz 7 (WM-Rang 4 – 110 Punkte):

"Vom Start bin ins Ziel war es ein anstrengendes Rennen. Mein Team hat mich mit einem optimal vorbereiteten Motorrad auch bestmöglich unterstützt, nachdem es an den Trainingstagen manchmal schwierig war ein gutes Setting zu erarbeiten. Fahrwerk und Motor waren heute sehr gut abgestimmt. Vielen Dank an meine Jungs. Mein Start war gut, aber in den ersten Runden sind mir im dichten Verkehr ein paar Fehler passiert. Dadurch bin ich zurück gefallen. Ein weiterer Schwachpunkt war auch das zweite Drittel, wo es an Konstanz mangelnde, ansonsten hätten wir zumindest mit der zweiten Gruppe mitfahren können. In der Schlussphase haben uns die vielen Positionskämpfe mit Sandro aufgehalten, weil hinter ihm fahrend unsere Rundenzeiten um eine Sekunde langsamer waren und deswegen der Anschluss nach vorne abgerissen ist. Irgendwie was das Ganze nervig, aber auf dieser winkeligen Strecke war es schwierig einen Abstand herzustellen. Der siebte Platz entspricht nicht meinen Erwartungen, aber wir haben wertvolle Punkte gesammelt. Mir war es auch wichtig als bestplatzierter Deutscher in der Punktetabelle in die Sommerpause zu gehen."

Ergebnis Motorrad Grand Prix Deutschland:

 

1.

Hector FAUBEL

(SPA)

Bankia Aspar Team 125cc

Aprilia

39'57.979

2.

Johann ZARCO

(FRA)

Avant-AirAsia-Ajo

Derbi

0 Lap

3.

Maverick VIÑALES

(SPA)

Blusens by Paris Hilton Racing

Aprilia

+0.272

7.

Jonas FOLGER

(GER)

Red Bull Ajo MotorSport

Aprilia

+13.116

 

 

125ccm WM-Stand 2011:

 

1.

Nicolas TEROL

Aprilia

(SPA)

166

2.

Johann ZARCO

Derbi

(FRA)

134

3.

Maverick VIÑALES

Aprilia

(SPA)

122

4.

Jonas FOLGER

Aprilia

(GER)

110

                   
                   
                   
Jonas erobert Startplatz 9 beim Heim-GP        
                   
                   

Samstag, 16. Juli

Jonas Folger konnte sich im innerdeutschen Dreikampf um die beste Startplatzierung für den Motorrad Grand Prix Deutschland erfolgreich durchsetzen. Der momentane WM-Vierte eroberte am Samstagnachmittag im Qualifikationstraining den ausgezeichneten neunten Startplatz. Restlos zufrieden war der 17-jährige Draufgänger allerdings nicht.

Bei herrlichem Sommerwetter startete Jonas Folger grandios in das so wichtige Qualifying auf dem technisch anspruchsvollen Sachsenring. Nach einigen konkurrenzfähigen Runden alleine, nutzte der Aprilia-Pilot vom Team Red Bull Ajo MotorSport geschickt die Linienwahl des erfahrenen Hector Faubel, indem er dem erfahrenen Spanier folgte und dabei bereits in der neunten Runde seine schnellste Zeit fuhr, mit der sich Folger schließlich für den neunten Startplatz qualifizierte. Im Anschluss daran legte er einen Boxenstopp ein, wo Änderungen am Setup gemacht wurden, die aber nur teilweise eine Verbesserung bewirkten. Folger konnte sich zwar in den ersten Streckenabschnitten verbessern, jedoch im schnellen und flüssigen Sektor verlor er Zeit. Dem sonntägigen Rennen blickt er dennoch zuversichtlich entgegen, da er sich mit einem guten Start aus der dritten Reihe einiges ausrechnet und auch seine Aprilia RSA insgesamt betrachtet gut abgestimmt ist.

Die Aufstellung in der ersten Startreihe ist eine rein spanische Angelegenheit. Shooting-Star Maverick Vinales eroberte erneut die Pole-Position, vor Hector Faubel und Luis Salom. Folgers Teamkollege Danny Kent legte mit dem zehnten Startplatz erneut eine Talentprobe ab. Der Start zum Rennen über die Distanz von 27 Runden erfolgt am Sonntagmittag um 11:00 Uhr. Der Motorrad Grand Prix Deutschland auf dem Sachsenring ist ab 10:45 Uhr auf SPORT1 und dem Pay-TV-Sender SPORT1+ live zu sehen.

#94 Jonas – Startplatz 9 (1´28.390):

"Die Platzierung entspricht nicht ganz meinen Erwartungen, ich bin aber auch nicht enttäuscht darüber. Meiner Meinung nach ist noch nichts verloren, wenn wir von Startplatz neun aus ins Rennen gehen. Ich bin sehr schnell auf meine Rundenzeit gekommen, als ich mit Hector einen schnellen Vordermann hatte. Danach haben wir beim Boxenstopp das Setting um eine Stufe härter abgestimmt. Diese Änderung war nicht unbedingt ein Glückstreffer. In den ersten zwei Sektoren konnte ich mich damit verbessern, aber für die schnellen Streckenabschnitte war es überhaupt nicht geeignet. Nichtsdestotrotz habe ich versucht alleine meine Zeit zu verbessern, was aber nicht möglich war, weil ich immer wieder in dichten Verkehr geraten bin. So bin ich eben auf meiner Rundenzeit sitzen geblieben. Für das Rennen bin ich trotzdem zuversichtlich, weil uns mit dem Setup weitere Fortschritte gelungen sind. Am Vormittag bin ich viel gerutscht, was wir bis zum Qualifying beheben konnten, indem wir die Gabel geringfügig nach hinten versetzt haben. Ich kann jetzt die Linie viel besser halten. Im dritten und vierten Sektor müssen wir uns aber noch ordentlich verbessern. Die hohen Temperaturen am Nachmittag haben uns weniger gestört. Der Sachsenring ist sowieso eine anstrengende Strecke, wo man im Verlauf einer Runde keine Verschnaufpause hat. Ich bin mit meiner Fitness auf einem hohen Level und für alle Bedingungen gerüstet."

Rangliste Qualifikationstraining:

1.

Maverick VIÑALES

(SPA)

Blusens by Paris Hilton Racing

Aprilia

1'27.477

2.

Hector FAUBEL

(SPA)

Bankia Aspar Team 125cc

Aprilia

1'27.808

+0.331

3.

Luis SALOM

(SPA)

RW Racing GP

Aprilia

1'27.865

+0.388

9.

Jonas FOLGER

(GER)

Red Bull Ajo MotorSport

Aprilia

1'28.390

+0.913

       
                   

                   
                   
Zum Auftakt beim Heim-GP von Technik gebremst  

 

 

 

   
               

Freitag, 15. Juli

Der ungebrochene Tatendrang von Jonas Folger wird am ersten Trainingstag beim Motorrad Grand Prix Deutschland von geringfügigen Problemen technischer Art gebremst. Der momentane WM-Vierte zeigte trotzdem mit der achtschnellsten Rundenzeit in der kombinierten Zeitenliste der ersten zwei freien Trainings, dass mit ihm auf dem Sachsenring vor heimischer Zuschauerkulisse zu rechnen ist.

Der Motorrad Grand Prix Deutschland begann am Freitagmorgen im Verlauf der ersten Trainings bei empfindlichen kühlen, aber trockenen Witterungsbedingungen. Für die Piloten war es nicht einfach sich selbst und auch die Reifen auf Temperatur zu bringen. Jonas Folger kämpfte aber im Verlauf von FP1 mit ganz anderen Schwierigkeiten. Der Aprilia-Pilot und seine Crew vom Team Red Bull Ajo Motorsport taten sich schwer, ein passendes Setting für die Front-Partie an der Aprilia RSA zu finden. Folger konnte nur recht mühsam das Motorrad auf der Linie halten und kommt mit einer 1´30.427 nicht über Rang 13 hinaus. Bis zum zweiten Training am Nachmittag fand seine Crew eine nahezu perfekte Lösung dafür. Bei idealen Bedingungen mischte der Youngster aus dem oberbayrischen Schwindegg von Beginn an mit starken Rundenzeiten an der Spitze auf dem Zeitenmonitor mit. Die persönliche Bestmarke fuhr er mit gebrauchten Reifen, ehe Motoraussetzer in der Schlussphase eine Zeitenverbesserung verhinderten. Der topmotivierte und gesundheitlich wieder vollkommen genesene Jonas Folger ist aber für den zweiten Trainingstag mit dem so wichtigen Qualifying für die Startaufstellung sehr zuversichtlich eine wesentlich Steigerung erzielen zu können und damit eine gute Ausgangsposition für seinen Heim-Grand-Prix zu schaffen.

WM-Leader Nicolas Terol beherrschte den ersten Trainingstag auf dem Sachsenring mit Bestzeiten in beiden Sessions. In der kombinierten Zeitenliste nach FP2 folgten dem Spanier dessen Landsleute Hector Faubel und Maverick Vinales als Zweit- bzw. Drittschnellster. Das Qualifikationstraining für die Startaufstellung beginnt am Samstag um 13:00 Uhr. SPORT1 und der Pay-TV-Sender SPORT1+ sind ab 12:55 Uhr live auf Sendung.

#94 Jonas – 8. (FP1: 1´30.427 / FP2: 1´29.187):

"Bis auf ein paar Kleinigkeiten war es ein produktiver erster Trainingstag. Die Rundenzeiten liegen sehr eng beisammen, daher spielt die Platzierung nach dem zweiten Training eine untergeordnete Rolle. Am Vormittag war das Setting nicht optimal. Es passierte immer wieder, dass vorne die Front einklappen wollte. Aber meine Crew hat bis zum zweiten Training die Fahrwerksgeometrie geändert, indem wir mit der Front tiefer gegangen sind. Das war wirklich ein gelungener Schachzug. Ich habe mich von Beginn an in FP2 sehr wohl auf dem Motorrad gefühlt. Lediglich ein geringfügiges Chattering hat sich nach der Änderung bemerkbar gemacht. Ich bin meine schnellsten Runden mit gebrauchten Reifen vom Vormittag gefahren. Das macht Hunger auf mehr, denn nach dem Boxenstopp zum Reifen wechseln hatte ich am Motor ein paar Aussetzen. Die Situation war irgendwie ganz eigenartig, denn in den Kurven hatte ich meine Vorderleute auf der Strecke im Griff, aber auf den Geraden hatte ich keine Chance zum Überholen. Die Schwierigkeiten sind aber nicht besorgniserregend, sondern ich bin mir sicher, dass wir bis zum Samstagmorgen ein optimal vorbereitetes Motorrad haben werden. Damit meine ich auch was die Fahrwerksabstimmung betrifft und dann ist sicher eine wesentliche Steigerung und ein guter Startplatz möglich."

Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:

1.

Nicolas TEROL

(SPA)

Bankia Aspar Team 125cc

Aprilia

1'28.483

2.

Hector FAUBEL

(SPA)

Bankia Aspar Team 125cc

Aprilia

1'28.490

+0.007

3.

Maverick VIÑALES

(SPA)

Blusens by Paris Hilton Racing

Aprilia

1'28.655

+0.172

8.

Jonas FOLGER

(GER)

Red Bull Ajo MotorSport

Aprilia

1'29.187

+0.704

   


                   
                   
                   

 


                   
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