Jonas Folger

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Aragon-Test: Vertrauen wiedergefunden

  • 07.06.2015

Für Jonas Folger und sein AGR Team verlief ein zweitägiger Test am Donnerstag und Freitag dieser Woche auf der spanischen Rennstrecke MotorLand Aragon sehr erfolgreich.

Aufgrund von insgesamt drei Crashs an den vergangenen zwei Rennwochenenden in Frankreich und Italien, zwei davon passierten jeweils im Rennen in aussichtsreicher Position liegend, war für Folger und seine Crew Handlungsbedarf angesagt. In jedem der drei Fälle war ein Rutscher über das Vorderrad der Auslöser des Unfalls, was im Endeffekt natürlich das Vertrauen in sein Arbeitsgerät schmälerte. Doch an den besagten zweitägigen Testfahrten in dieser Woche wurde emsig daran gearbeitet, um den momentanen WM-Fünften vor allem in der zweiten Rennhälfte mehr Vertrauen in die Frontpartie seiner Kalex Moto2 zu vermitteln. Bei über 30 Grad an beiden Tagen wurden nicht weniger als 126 Runden abgespult. Doch am Ende haben sich die Strapazen in jedem Fall ausgezahlt, da Folger‘s persönliche Bestmarke des Tests nur wenige Zehntelsekunden über der absolut schnellsten Rundenzeit lag und viel wichtiger, da er im Generellen eine sehr konstant hohe Pace fahren konnte.

Die Moto2 Weltmeisterschaft wird am kommenden Wochenende mit dem Gran Premi de Catalunya unweit von Barcelona fortgesetzt. Zuvor wird Jonas Folger übrigens gemeinsam mit seinen deutschen Fahrerkollegen Marcel Schrötter und Sandro Cortese an einer Pressekonferenz im Vorfeld anlässlich der TT Assen am Dienstag, den 09. Juni 2015 ab 12.00 Uhr im Louis GIGA-Store in Hamburg teilnehmen. Die WM-Runde auf der traditionsreichen Rennstrecke im Norden der Niederlande wird am Samstag, 27. Juni ausgetragen.

#94 Jonas FOLGER (AGR Team, Kalex) – 1´53.643 (insgesamt 126 Runden):

“Nach meinem Sturzpech bei den vergangenen zwei Rennen kam dieser Test zum richtigen Zeitpunkt. Im Prinzip war dieser auch längst notwendig, denn ich denke, dass die Konkurrenz beim Aragon-Test vor einem Monat unübersehbar enorme Fortschritte erzielt hat. Wir konnten jedoch aus terminlichen Gründen damals nicht testen. Wie auch immer, trotz der enormen Hitze konnten wir diese zwei Tage vollends zu unseren Gunsten nutzen, zumal auch sehr wenig Betrieb auf der Piste war. Wir haben ungefähr tausend verschiedene Dinge durchprobiert. Vor allem wurde viel an der Geometrie des Bikes gearbeitet, natürlich mit dem Ziel das Vertrauen und ein besseres Gefühl für die Front wieder zu bekommen. Wir haben dabei viele Sachen hinsichtlich des Setup entdeckt und wir wissen nun auch mit welcher Motorradabstimmung wir zum nächsten Rennen nach Barcelona gehen werden. Aufgrund der geänderten Geometrie ist meine Kalex nun etwas länger, was uns ermöglichte, viele unterschiedliche Dinge herauszufinden. In jeden Fall war dieser Test sehr wertvoll und erfolgreich zugleich, da ich jetzt wieder mehr Vertrauen in die Frontpartie habe. Ich hoffe wir können dies in einer Woche in Barcelona, bei meinem Heimrennen in Spanien, das gleichzeitig auch das meines Teams ist, erfolgreich umsetzen und hoffentlich bleiben wir in Zukunft von weiteren Stürzen verschont. Doch ich denke, aufgrund des wiedergefundenen Vertrauens in das Motorrad werden wir um einiges konstanter sein und somit wieder an der Spitze eine gravierende Rolle spielen. Nach diesem erfolgreich verlaufenen Test freue ich mich umso mehr darauf, schon bald wieder auf meine Kalex steigen zu können, auch wenn die vergangene Woche mit dem Rennen in Italien, zwei Tagen Motocross-Training und eben dieser Test sehr anstrengend war. Zuvor werde ich allerdings ein paar Tage in der bayrischen Heimat ausspannen.“

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