Jonas Folger

#94

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Bärenstarker Abschluss der Saisonvorbereitungen beim zweiten Jerez-Test

  • 15.03.2014

Jonas Folger beendete die Vorbereitungen für seine erste Moto2™ Weltmeisterschaft in beeindruckender Form 

Neun regenfreie Tage bei den von der Teamvereinigung IRTA organisierten offiziellen Testfahrten als Vorbereitung für die Motorradweltmeisterschaft gab es schon seit längerer Zeit nicht mehr. Wie bereits vor drei Wochen beim ersten Besuch der wilden Moto2™ Meute im südspanischen Jerez de la Frontera ist auch der finale Test vor dem ersten Rennen von herrlichen Frühlingswetter begleitet worden. Bei viel Sonnenschein und warmen Temperaturen fanden die Teilnehmern der wohl am meisten ausgeglichenen Rennserie der Welt optimale Bedingungen vor, um ihren Rennmaschinen den letzten Feinschliff zu verpassen. Klassenneuling Jonas Folger reiste topmotiviert nach Andalusien, nämlich dort anzuknüpfen und darauf aufzubauen, wo er Mitte Februar sein Programm beendete. Prompt gelang ihm am Dienstagmorgen gleich die siebtschnellste Rundenzeit, was für den weiteren Verlauf des dreitägigen Tests viel Zuversicht gab. Mit jeder weiteren Session wurde der 19-jährige Kalex-Pilot Zehntel für Zehntel schneller und hielt sich damit tapfer im guten Mittelfeld der hartumkämpften mittelschweren Grand-Prix-Kategorie. Am abschließenden Donnerstag durfte sich der ehrgeizige Racer sogar noch über einen persönlichen Erfolg feiern, als er mit gebrauchten Reifen die 1‘43er Barriere unterbot und damit den zweiten Jerez-Test mit nur sieben Zehntelsekunden Rückstand auf die absolute Bestzeit beendete. Der Pilot des spanischen Rennstalles Argiñano & Gines Racing, dessen Eigentümer mit Karlos Argiñano in seiner Heimat Spanien ein berühmter Star-Koch mit eigenen TV-Shows ist, freute sich nach Ende des Tests auch über den reibungslosen Verlauf dieser drei Tage, sowie auch darüber, dass man hinsichtlich Abstimmungsarbeiten der Kalex Moto2 weitere gute Fortschritte erzielen konnte.

Der Auftakt zur 18 Rennen umfassenden FIM Moto2™ Weltmeisterschaft erfolgt am kommenden Wochenende mit dem Grand Prix of Qatar, bevor es im April mit Rennen in Texas und Argentinien gleich mit zwei weiteren Übersee-Grand-Prix weitergeht.

#94 Jonas FOLGER (Argiñano & Gines Racing, Kalex Moto2) – 1´42.910, 144 Runden: “Auch der letzte Test ist äußerst positiv verlaufen. Ich konnte viele Runden fahren, obwohl wegen des Rennmotors das Kilometerlimit nicht unbegrenzt war. Mit diesem Triebwerk müssen auch noch die Rennen im Mai in Le Mans und Mugello gefahren werden. Wichtig war, dass ich trotzdem viel zum Fahren gekommen bin und dass wir wissen in welche Richtung hinsichtlich der Abstimmung zu arbeiten ist. Darüber hinaus konnte auch einiges durchgetestet werden. Jedenfalls ist es mir in den bisherigen Tests super gelungen ein gutes Gefühl für die Kalex Moto2 aufzubauen. Es war schon immer meine Stärke auf einem für mich neuen Motorrad bzw. in einer neuen Umgebung schnell zu lernen. Beim jetzigen Klassenwechsel von der Moto3 in die Moto2 war es nicht anders. Das ich mich mit der schwereren Rennmaschine auf Anhieb so gut zurecht komme, liegt auch daran, dass dieses Motorrad meiner Körpergröße und meinem Fahrstil mehr entgegenkommt. Allerdings bin ich nach insgesamt 15 Test-Tagen im Winter längst noch nicht zu 100 Prozent auf diese Klasse eingeschossen. Da fehlt schon noch ein Stück. Die Rundenzeiten zeigen dennoch, dass ich konkurrenzfähig bin. Am meisten freut mich dabei meine persönliche Bestmarke bei diesen Test in 1’42.9. Es war mein Ziel unter 1’43 zu bleiben und dass ich das ausgerechnet in der letzten Session am Donnerstagnachmittag mit gebrauchten Reifen geschafft habe, stimmt mich noch zuversichtlicher. Abschließend stand noch eine Rennsimulation über zwölf Runden auf dem Programm, die ebenfalls mit sehr konstanten Rundenzeiten hervorragend verlief. In Bezug auf meine körperliche Verfassung hatte ich dabei überhaupt nicht die geringsten Schwierigkeiten über diese Distanz gekommen. Es ging alles locker und easy, jedoch mit Abschluss des Tests fühle ich mich schon ein wenig ausgelaugt. Das ist allerdings normal nach drei Tagen testen bei optimalen Bedingungen. Die abschließenden Vorbereitungen vor dem ersten Rennen sind also mit Bravur gemeistert worden. Es ist nicht der geringste Fehler aufgetreten, meine Crew arbeitet wirklich meisterlich. Sogar beim Setup passierte kein einziger Fehlgriff, was unterstreicht, dass unsere Kommunikation bereits sehr gut funktioniert. Ich freue mich nun auf den ersten Grand Prix in eineinhalb Wochen. Das wird aus meiner Sicht bestimmt sehr aufregend, denn an einem Rennwochenende wird nochmals umso kräftiger am Kabel gezogen. Auf mein erstes Moto2-Rennen selbst bin ich schon am meisten gespannt.“

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