Jonas Folger

#94

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#CatalanGP: Bärenstarke Qualifying-Performance bei sengender Hitze

  • 10.06.2017

Jonas Folger zeigte sich bislang an diesem Wochenende in Barcelona in bestechender Form; mit dem achten Startplatz hat er sich eine deutlich bessere Ausgangsposition geschaffen als bei den letzten Rennen.

Heisses Sommerwetter hat den Norden Spaniens fest im Griff. Die samstägigen Qualifying-Sessions waren daher eine Hitzeschlacht. Zudem werden die Streckenverhältnisse auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya von Jahr zu Jahr schlechter. Jonas Folger zeigte sich von diesen Umständen unbeeindruckt, obwohl er den direkten Sprung ins Q2 um lächerliche 23 Tausendstelsekunden verpasste. Doch in Q1 brannte Folger gleich zu Beginn eine Fabelzeit auf den heissen Asphalt, an der sich seine Konkurrenten die Zähne ausbissen. Im zweiten Zeittraining, das über die ersten vier Startreihen entscheidet, wollte er dieses Kunststück wiederholen, agierte deswegen aber zu verkrampft. Die dritte Startreihe beim Klassiker in Barcelona ist trotzdem ein Achtungserfolg.

Übrigens wurde nach einer Fahrerbesprechung am Freitagabend der Streckenverlauf auf die Variante wie für Samstag und Sonntag vor einem Jahr geändert. Startzeit für das siebte Saisonrennen ist wie üblich für Sonntag 14:00 Uhr vorgesehen.

#94 Jonas FOLGER (Monster Yamaha Tech 3, Yamaha YZF-M1), Startplatz 8 – 1´44.600 (3/5):

“Ich bin happy, endlich wieder ein ordentliches Qualifying-Ergebnis. Im Generellen bin ich mit dem Verlauf von heute zufrieden und es kam ein wenig überraschend, dass ich schnellster Yamaha-Fahrer bin. Die Basis haben wir aber schon gestern geschaffen. Es war definitiv richtig, mit zwei vollkommen unterschiedlich abgestimmten Motorrädern zu beginnen. So war es einfach, den richtigen Weg einzuschlagen und heute haben wir in die gleiche Richtung weitergearbeitet. Ich habe ein grossartiges Gefühl mit dem Bike, es funktioniert wunderbar. Das gilt sowohl für die Front als auch für hinten. Wir haben auch nicht mehr viel am Motorrad verändert.”

“Ich war eigentlich jederzeit sehr konstant unterwegs. Sogar in FP4, als wir mit der Medium-Option draussen waren. Der Schlüssel für eine schnelle Pace hier ist ein sanfter und gefühlvoller Fahrstil, sowie den Kurvenspeed mitzunehmen. Wenn man zu spät bremst, muss man das Bike noch härter verzögern und ebenso härter beschleunigen. Diese Fahrweise wirkt sich auf den Reifenverschleiss aus. Ich denke, dass konnte ich an diesem Wochenende soweit super umsetzen. Trotzdem haben auch wir mit massiven Grip-Problemen zu kämpfen. Nach vier, fünf Runden lässt der Grip schlagartig nach, doch dann bleibt der Level gleich und ich kann daraus guten Nutzen ziehen. Wir werden daher wahrscheinlich für das Rennen vorne und hinten die mittelweiche Option wählen.”

“Meine Rundenzeit in Q1 war bereits sehr stark. Diese wollte ich dann in Q2 unbedingt nochmals fahren. Darauf habe ich mich wohl zu sehr versteift und war deshalb zu aggressiv unterwegs. Ausserdem war ich nach Q1 nicht mehr so frisch. Letztendlich war meine Quali-Zeit in Q2 auch nicht schlecht, doch mit der ersten Rundenzeit würde ich morgen aus der zweiten Reihe starten. Das ist aber alles nur spekulativ. Nach den weniger gut gelungenen Rennen zuletzt gilt nun alle Aufmerksamkeit der ersten Rennhälfte morgen. Die Probleme mit dem Vorderreifen und vollen Tank sind auch hier vorhanden. Nach drei, vier Runden, sobald der Medium-Vorderreifen rapide Grip abbaut, muss man sich der Situation anpassen und umzugehen wissen. Es wird daher ein schweres Rennen. Wenn ich am Ende diesen achten Startplatz ins Ziel bringe, dann haben wir einen grossartigen Job erledigt. Doch wie gesagt muss ich zuvor die Anfangsphase gut über die Runden bringen.”

MotoGP™ GP de Catalunya – Qualifikationstrainings:
1 Dani PEDROSA / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 1´43.870
2 Jorge LORENZO / SPA / Ducati Team / Ducati / 1´44.201 +0.331
3 Danilo PETRUCCI / ITA / OCTO Pramac Racing / Ducati / 1´44.220 +0.350
8 #94 Jonas FOLGER / GER / Monster Yamaha Tech 3 / Yamaha / 1´44.600 +0.730