Jonas Folger

#94

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#DutchGP: Trotz Schrecksekunde grossartiger Start in der “Cathedral of Speed”

  • 23.06.2017

Jonas Folger überstand einen heftigen Highsider unmittelbar nach Beginn des ersten Trainings unverletzt.

Bei kühleren Temperaturen, und bis auf einen leichten Nieselregen am Nachmittag, blieb es am Freitag im Norden der Niederlande trocken. Das erste Training begann mit einem Motorschaden beim Sieger der letzten zwei Rennen, Andrea Dovizioso. Jonas Folger und Jorge Lorenzo rutschten auf der Ölspur aus. Während der Spanier Lorenzo vollkommen unverletzt blieb, hatte Folger Glück im Unglück. Bis auf eine schmerhafte Prellung im Hüftbereich kam er glimpflich davon.

Der 23-Jährige liess sich allerdings kaum davon einschüchtern. Sobald die Ölspur beseitigt war und die Strecke wieder freigegeben wurde, liess Folger keine Zeit verstreichen und setzte sein Training fort. Nach nur wenigen Runden war der Yamaha-Pilot in der Spitzengruppe am Zeitenmonitor zu finden. In FP1 fuhr er schliesslich die achtschnellste Rundenzeit, bevor Folger am Nachmittag einen drauflegte und den Freitag als Zweitschnellster beendete.

#94 Jonas FOLGER (Monster Yamaha Tech 3, Yamaha YZF-M1), FP1: P8 – 1´35.052 (14/19) / FP2: P2 – 1´33.497 (15/16):

“Ich bin sehr happy. Die Änderungen, die wir vor zwei Wochen in Barcelona gemacht haben, wirken sich auch hier sehr positiv aus. Das ist wirklich sehr erfreulich. Der Sturz heute Vormittag war allerdings nicht ohne. Auf Dovi’s Ölspur ist mir das Hinterrad weggerutscht und ich bin per Highsider wild abgeflogen. Im Kiesbett wurde ich noch dazu vom Motorrad überrollt. Zum Glück bin ich bis auf ein paar Prellungen heil davongekommen. Nach dem Sturz war ich trotzdem ein wenig verunsichert, da ich befürchtete das Vertrauen zu verlieren.”

“Daher war es wichtig, gleich wieder rauszufahren und obwohl es ein paar Runden brauchte, bin ich schnell wieder in meinen Rhythmus gekommen. Ich habe noch Schmerzen, doch diese behindern mich nicht beim Fahren. Ein paar Kurven vor dem Sturz spürte ich einige seltsame Bewegungen mit den Reifen. Ich habe mich aber nicht weiter darum gekümmert, weil ich dachte, das hängt mit den Bedingungen zusammen. Doch plötzlich habe ich die Kontrolle über das Hinterrad komplett verloren. Zum Glück konnten wir das Training gleich wieder fortsetzen und sogar noch ein paar schnelle Rundenzeiten fahren.”

“Bis zum letzten Run am Nachmittag waren wir ausschliesslich mit der mittelweichen Reifenmischung unterwegs. Die Option funktioniert für mich besser, vor allem betrifft das den Vorderreifen. Doch für den letzten Run, in dem ich meine schnellste Runde fuhr, haben wir sowohl vorne als auch hinten den weicheren Reifen reingesteckt. Damit hatte ich aber einige Probleme, da der Vorderreifen im Kurveneingang viel zu unruhig war. Sollte es am Samstag trocken sein, werden wir sicher mit der Kombination vorne Medium und hinten weich auf Zeitenjagd gehen.”

MotoGP™ TT Assen – Kombinierte Zeitenliste (FP1/FP2):
1 Maverick VINALES / SPA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 1´33.130 (FP2)
2 #94 Jonas FOLGER / GER / Monster Yamaha Tech 3 / Yamaha / 1´33.497 +0.367 (FP2)
3 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 1´33.782 +0.652 (FP2)