Jonas Folger

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GP Deutschland: “Ich dachte, jetzt gehört er mir”

  • 17.07.2016

Jonas Folger fuhr am Sonntag auf dem Sachsenring bei extrem schwierigen Bedingungen ein sehr cleveres sowie auch kampfstarkes Rennen. Am Ende gelang es ihm mit Rang zwei den Sachsenring-Fluch zu besiegen.

Wechselhafter hätte das Wetter über die Dauer dieses Wochenendes nicht sein können. Nach immer wieder einsetzendem Nieselregen am Freitag folgte ein sonniger zweiter Trainingstag mit wesentlich wärmeren Temperaturen, bevor ein Wetterumschwung in den Nachtstunden zum Sonntag eine Regenfront brachte.

Bereits am frühen Morgen begann es zu regnen. Zum Zeitpunkt des Warm Up ging dieser in einen Starkregen über. Die 20-minütige Session war die erste des Wochenendes auf vollkommen nasser Fahrbahn. Jonas Folger und seine Crew des deutschen Dynavolt Intact GP Teams konnten sich gut den schwierigen Streckenverhältnissen anpassen. Zudem unterstrich Folger mit der drittschnellsten Rundenzeit, dass heute mit ihm zu rechnen ist. Glücklicherweise für alle Teams und Fahrer blieben die Bedingungen bis zum Rennen unverändert. Dank eines Blitzstarts von P13 der Startaufstellung setzte sich der 22-jährige Moto2 Pilot von Beginn an gut in Szene. Folger mischte auch in der Anfangsphase in der Spitzengruppe mit, bevor er wohl überlegt sein Tempo drosselte, um in der Schlussphase wieder zulegen zu können. Die letzten Meter vor der Zielflagge waren ein echter Krimi, als Folger in der letzten Kurve versuchte, dem regierenden Champion Johann Zarco den Sieg noch wegzuschnappen. Mit dem heutigen zweiten Rang feierte Folger bereits sein drittes Podium in dieser Saison.

Die Moto2-Weltmeisterschaft geht nun in die verdiente Sommerpause. Doch vor dem ersten Rennen der zweiten Saisonhälfte werden Folger und sein Team einen zweitägigen Test auf dem Red Bull Ring in der Steiermark absolvieren. Der Motorrad Grand Prix von Österreich Mitte August ist ein Neuzugang des WM-Kalenders.

#94 Jonas FOLGER (Dynavolt Intact GP, KALEX), 2. (WM-Position 6, 83 Punkte):

“Ich bin überglücklich. Beim Heimrennen auf dem Sachsenring auf dem Podium zu stehen, ist ein unbeschreiblich tolles Gefühl, auch wenn es zum Sieg nicht ganz gereicht hat. Ich freue mich trotzdem über alles, weil es ein unglaublich geiler Tag war. Schon während des Warm Up konnte ich mich gut auf die geänderten Bedingungen einschiessen. Meine Pace im Nassen war auf Anhieb sehr stark. Von dem her wusste ich, dass ich heute ein starkes Rennen fahren kann. Im Rennen selbst bin ich super am Start weggekommen und konnte mich gleich in der Spitzengruppe positionieren. Doch zur Halbzeit des Rennens konnte ich die Pace der Jungs vorne nicht mitgehen, obwohl ich wirklich hart gepusht habe. Ich selbst hatte viele Rutscher und ich habe aber auch viele Stürze gesehen. Diese haben mich zur Vorsicht gemahnt, ich wollte es auf keinen Fall gleichtun. Von dem her habe ich etwas Speed rausgenommen und für die Schlussphase Reserven gespart, um dann wieder mehr zu riskieren. Gegen Ende habe ich wieder einen besseren Rhythmus aufbauen können und alsbald wenige Runde vor Schluss Johann (Zarco) vor mir auftauchte, konnte ich auch sehr zügig zu ihm aufschliessen. In der letzten Runde war ich an ihm dran. Ich dachte, jetzt gehört er mir. In der letzten Kurve vor der Ziellinie musste ich es einfach probieren, ich wollte mir diese Chance auch auf keinen Fall entgehen lassen. Schliesslich presste ich mich auf der Bremse vorbei und versuchte eine ganz enge Linie zu fahren sowie im Kurvenausgang die Linie zu halten. Sobald ich auf der Geraden beschleunigen konnte, dachte ich, das war es. Doch Johann hat es irgendwie geschafft besser heraus zu beschleunigen und er hat mich wieder zurücküberholt. Irgendwie ist es schade, denn ich dachte, das wäre mein Sieg. Auf anderen Seite tut es unglaublich gut, wieder einmal ein ganz starkes Ergebnis eingefahren zu haben. Noch dazu zu Hause vor all den begeisterten Fans. Ausserdem denke ich, dass mit diesem Wochenende der Sachsenring-Fluch endlich besiegt ist.”

Moto2™ Motorrad GP Deutschland – Rennergebnis nach 29 Runden:
1 Johann ZARCO / FRA / Ajo Motorsport / KALEX / 47´18.646
2 #94 Jonas FOLGER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / +0.059
3 Julian SIMON / SPA / QMMF Racing Team / Speed Up / +20.433

Moto2™ WM-Stand:
1 Johann ZARCO / FRA / Ajo Motorsport / KALEX / 151
2 Alex RINS / SPA / Paginas Amarillas HP 40 / KALEX / 126
3 Sam LOWES / GBR / Federal Oil Gresini Moto2 / KALEX / 121
6 #94 Jonas FOLGER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / 83

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