Jonas Folger

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GP Österreich: “Red Bull Ring wird Spitzen-Event”

  • 11.08.2016

Der 22-jährige Moto2 Pilot blickt dem ersten Rennen nach der Sommerpause erwartungsvoll entgegen. Ein positiver Test vor zwei Wochen auf gleicher Strecke gibt allemal berechtigte Hoffnungen dazu.

Der Motorrad Grand Prix von Österreich feiert an diesem Wochenende sein Comeback in der Weltmeisterschaft. Zuletzt waren die Grand-Prix-Stars 1996 und 1997 zu Gast in der Steiermark. Damals nannte sich die Strecke allerdings noch A1 Ring, bevor der Komplex von Red Bull übernommen und mit modernsten Einrichtungen aufgepäppelt wurde. Folger und sein Intact Dynavolt GP Team hatten vor zwei Wochen die Gelegenheit, sich mit der neuen Piste des aktuellen WM-Kalenders anzufreunden. Folger gelang dies schier mühelos mit sehr konkurrenzfähigen Rundenzeiten vom ersten Moment an. Entsprechend hoch sind die Erwartungen, will er doch mit einer ähnlichen Performance wie beim letzten Rennen auf dem Sachsenring in die zweite Saisonhälfte starten.

Während an der Streckenführung des vorherigen A1 Rings kaum Änderungen vorgenommen wurden, trägt die jetzige Anlage des Red Bull Rings eindeutig die Handschrift seines Besitzers. Die 4,3 lange Strecke mit nur zehn Kurven (drei Links und sieben Rechts) fügt sich wunderbar in die bergige Landschaft der grünen Steiermark. Für das Spektakel MotoGP auf dem Red Bull Ring 2016 werden über 200.000 (!) Zuschauer erwartet. Auf die Moto2 Piloten warten am Sonntag um 12:20 Uhr 25 Runden.

#94 Jonas FOLGER (Dynavolt Intact GP, KALEX) – WM-Position 6 (83 Punkte):

“Nach der Sommerpause freue ich mich auf den Beginn der zweiten Saisonhälfte. Für die restlichen Rennen habe ich mir auch einiges vorgenommen. Die vergangenen zwei Wochen habe ich sehr entspannt mit viel Abwechslung verbracht. Der zweitägige Test zuvor auf dem Red Bull Ring war einerseits sehr wichtig hinsichtlich des bevorstehenden Rennens, aber auch eine willkommene Abwechslung zu den Ferien. Mittlerweile bin ich aber längst schon wieder im Rennmodus. Ich freue mich schon sehr auf den Österreich Grand Prix. Der Pre-Event mit der Fahrerparade am Mittwoch in Graz war eine gelungene Einstimmung auf das Wochenende. Es war cool mit meiner Rennmaschine durch die Innenstadt zu fahren. Schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat. Trotzdem war die Atmosphäre gut, erstaunlich wie viele Leute kamen. Das zeigt, MotoGP ist eben überall ein Renner. Von dem her gehe ich noch motivierter in das zehnte Saisonrennen. Die Piste kenne ich ja seit unserem Test vor zwei Wochen. Ich konnte mich auf Anhieb gut darauf einschiessen. Das Layout ist zwar nicht unbedingt herausfordernd, aber es gibt ein paar Stellen, die es in sich haben. Man kommt auch sehr zügig auf schnelle Rundenzeiten, aber umso schwieriger wird es weitere fünf bis sieben, acht Zehntel zu finden, die beim Grand Prix für einen Startplatz ganz vorne notwendig sein werden. Doch insgesamt betrachtet gefällt mir die Strecke sehr gut, der Streckenverlauf macht viel Spass. Andererseits stimme ich den allgemeinen Sicherheitsbedenken zu. An einigen Stellen ist die Mauer der Streckenbegrenzung wirklich sehr nahe. Vor allem in den harten Bremszonen ist die Situation schon ziemlich kritisch. Am meisten beeindruckt mich allerdings der Asphaltbelag. Unglaublich, wie hoch das Grip-Level ist. Man kann sogar mit der härtesten Reifenmischung richtig schnell fahren. Fahrerisch ist aus meiner Sicht bestimmt noch etwas drinnen. Aber wir müssen auch erst den richtigen Weg hinsichtlich der Abstimmung finden. Die Piste bietet so viel Grip, dass sich das Motorrad immer gut anfühlt. Von dem her hoffe ich am Freitag auf trockene Bedingungen, um am Setting arbeiten zu können. Beim Test haben wir erneut eine neue Gabel von Öhlins bekommen. Das ist mittlerweile die dritte Entwicklungsstufe in diesem Jahr. Der erste Eindruck damit war super, sodass wir diese auch an diesem Wochenende und in weiterer Zukunft verwenden werden. Dieses neue System bietet Vorteile hinsichtlich der Bremsstabilität sowie auch ein besseres Gefühl in der Kurve. Trotz des Tests wird es interessant, wo wir letztendlich am Freitag stehen. Für viele Fahrer und Teams ist der Red Bull Ring absolutes Neuland. Abgesehen davon waren wir vor zwei Wochen mit unserem eigenen Motor unterwegs. So gesehen wird es spannend, wie die Konkurrenz dann wirklich aussieht. Aber in jeden Fall ist es mein Ziel auf der Performance zuletzt am Sachsenring aufzubauen und auch unter trockenen Bedingungen dort weiterzumachen. Ich hoffe, der zweite Platz am Sonntag vor drei Wochen war eine Trendwende für uns. Ich werde nun alles versuchen, um die Saison so zu beenden, wie ich sie begonnen habe. Ich denke, der Grand Prix auf dem Red Bull Ring wäre auch die beste Gelegenheit für einen tollen Start in die zweite Saisonhälfte. Schon wegen der Nähe zu meiner bayrischen Heimat wäre es grossartig.”

Moto2™ Zeitplan beim Motorrad GP Österreich (CET):
Freitag, 12. August: 10:55 – 11:40 FP1
Freitag, 12. August: 15:05 – 15:50 FP2
Samstag, 13. August: 10:55 – 11:40 FP3
Samstag, 13. August: 15:05 – 15:50 QP
Sonntag, 14. August: 09:10 – 09:30 Warm Up
Sonntag, 14. August: 12:20 Rennen (25 Runden – 108,0 km)

Daten Red Bull Ring:
Zuletzt Schauplatz des Motorrad GP Österreich (damals A1 Ring): 1996 / 1997
Streckenlänge: 4.318 Meter
Streckenbreite: 13 Meter
Längste Gerade: 626 Meter
Linkskurven: 3
Rechtskurven: 7
Beste Moto2-Pole-Position: –
Moto2-Rundenrekord: –
Jonas Folger‘s Resultate 2015: –

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