Jonas Folger

#94

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Jonas’ Blog

  • 23.01.2014

“Ich bin zwar seit dem Jahreswechsel schon wieder in Spanien, jedoch mit dem Aufbauprogramm für die Saison ging es erst in der vergangenen Woche richtig los. Ein Aufenthalt bei meinem Ex-Teamkollegen Nico Terol in dessen Heimartort Alcoy diente als ausgezeichnete Vorbereitung für das Training, das ich in Zukunft unter der Anleitung seines Fitnessbetreuers umsetzen werde und um auch zu sehen, was dabei auf mich zukommen wird.

“Den Dezember habe ich nicht nur wegen der Operation Mitte des Monats etwas gemütlicher verbracht, sodass sich sozusagen etwas Winterrost angesetzt hatte. Von diesem Übel habe ich mich allerdings schnell entledigt, da ab Anfang Januar fast täglich mit irgendeinem Motorrad trainiert wurde. Meistens war ich mit Marcel (Schrötter) unterwegs, der übrigens auch vergangene Woche mit mir in Alcoy war und von nun an ebenfalls von Nico’s Trainer betreut wird.

“Bezüglich meiner Gesundheit kann ich nun behaupten, dass ich wieder vollkommen fit bin. Die Entfernung der Metallteile vom linken Knöchel verlief reibungslos und war definitiv die richtige Entscheidung, dies zu diesem Zeitpunkt zu machen. Ab und zu ist die Wunde noch ein wenig zu spüren, was mich aber beim Training nicht im Geringsten behindert.

“Die Idee zusammen mit Nico und seinem Physio zu trainieren entstand irgendwann im Verlauf der vergangenen Saison. Nico ist ein aufrechter und ehrlicher Kumpel, und darüber hinaus ein super Athlet, von dem man viel lernen kann. Schon alleine die Art und Weise wie er seine Aufgaben angeht ist mehr als vorbildlich und davon habe ich mir im Verlauf der vergangenen Woche auch schon einiges abgeschaut. Am meisten beeindruckt mich jedoch sein Ehrgeiz; dieser Biss und unbändige Willen in jedem Moment das Letzte zu geben, daran muss ich an mir selber noch härter arbeiten. Bis auf ein paar gemeinsame Supermoto-Trainingstage zuvor war dies unser erstes richtiges Training in dieser Gemeinschaft und von der ersten bis zur letzten Session war es in jedem Fall eine immens hilfreiche Lektion für mich.

“In dieser Art und Weise zu trainieren, nämlich zu Dritt mit Nico und Marcel zusammen, macht natürlich ungemein mehr Freude als alleine; man kann sich gleich an zwei Konkurrenten messen. Außerdem ist es für mich eine besondere Ehre mit einem Athlet wie Nico, der noch dazu ein Weltmeister in unserem Sport war, zu trainieren. Im Moment ist es allerdings nicht geplant, dass wir weiterhin regelmäßig zusammen trainieren werden. Wir werden das kurzfristig entscheiden und uns einfach per Telefon absprechen, um eine Mountainbike-Tour zu unternehmen oder mit dem Supermoto-Bike auf einer Kart-Bahn oder Motocross zu trainieren, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet.

“Seit der vergangenen Woche unter der Anleitung von Nico’s Fitness-Coach ist mein Training nun gezielt auf die Bedürfnisse der Moto2-Klasse abgestimmt. Die ersten Tests im vergangenen November waren ein guter Indikator, wo ich körperlich zulegen muss. In erster Linie braucht man für die schwerere Moto2-Rennmaschine natürlich mehr Kraft, aber auch mehr Ausdauer ist gefragt. Diesbezüglich war es mit der Moto3 ein Kinderspiel über die Distanz zu kommen, als im Gegensatz dazu mit dem Moto2-Bike. Dahingehend sind im Speziellen die Übungen im Gym ausgerichtet.

“Mein neuer Physio ist nicht nur ein hervorragender Fitnesstrainer in Bezug auf Anforderungen des Motorradrennsports, sondern er weiß auch beim Fahrtraining zu helfen, da bezüglich der Umstellung hinsichtlich des Fahrstils mit dem Moto2-Bike einige hilfreiche Trainingsmethoden im Programm eingebaut sind. Neben Training mit meiner Supermoto-Maschine auf Kart-Pisten gehören von nun an auch regelmäßige Sessions mit 100er MX-Bikes auf einer Flat-Track dazu, die äußerst hilfreich sind, im Drift ein gutes Gefühl für das Motorrad zu bekommen. Natürlich beabsichtige ich auch mit einer 600er Supersport auf einer Rennstrecke zu trainieren, um mich einfach noch schneller an das schwerere Motorrad zu gewöhnen. Dies werde ich in den nächsten Wochen versuchen zu organisieren. Ehrlich gesagt bin ich aber vorerst mit dem neuen Trainingsplan genug ausgelastet und die ersten Testfahrten mit meinem Team sind nicht mehr allzu weit entfernt.“

Bis bald

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