Jonas Folger

#94

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Phillip Island Test: Tag zwei als Siebstschnellster beendet

  • 16.02.2017

Jonas Folger gelang beim MotoGP™ Test am Donnerstag in Australien eine überraschende Steigerung.

Bei trübem, aber trockenen Wetter standen am Morgen zunächst Startübungen auf der Start-/Zielgeraden des 4,4 Kilometer langen Phillip Island Grand Prix Circuit auf dem Programm, die Folger als mittelmässig gelungen bewertete. Abgesehen davon war es eine willkommene Gelegenheit den zweiten Testtag auf diese Weise in Angriff zu nehmen. Wie tags zuvor hatte Folger auch heute gewisse Anlaufschwierigkeiten, um seinen Rhythmus für das superschnelle und flüssige Streckenlayout zu finden.

Doch diese Hürde war schnell gemeistert. Der Yamaha-Pilot beindruckte erneut mit seinem Speed und einer überaus konkurrenzfähigen Pace. Zudem gelang es ihm und seiner Crew die Probleme des Vortags auszusortieren. Wie schon beim Auftakt der dreitägigen Testfahrten in Down Under fuhr Folger seine schnellste Rundenzeit erneut kurz vor der Mittagspause. Aufkommender Wind am Nachmittag war mitunter ein Grund, weshalb ihm bis zum Ende der Trainingszeit keine Zeitenverbesserung mehr gelang. Mit seiner persönlichen Bestmarke beendete Folger Tag zwei auf Phillip Island schliesslich als Siebtschnellster.

Der zweite Vorsaison-Test wird am Freitag mit dem dritten Tag abgeschlossen.

#94 Jonas FOLGER (Monster Yamaha Tech 3, Yamaha YZF-M1), P7 – 1´29.664 (29/65):

“Ich bin mit dem Erreichten heute sehr zufrieden. Vor allem, weil es anfangs wiederum schwierig war, auf Anhieb in einen flotten Rhythmus zu kommen. Auf dieser Piste gibt es viele Kurven, die richtige Mutproben sind. Es war nicht einfach in diesen Abschnitten gleich den nächsten grösseren Schritt zu machen. Doch sobald das nötige Vertrauen vorhanden war, gelang uns auch eine gewaltige Steigerung hinsichtlich unserer Pace.

“Das gestrige Problem mit der zu weichen Abstimmung war von vornherein behoben. Doch mit dem härteren Setup dauerte es allerdings ein paar Runden, um mich wieder daran zu gewöhnen. Das war auch ein Teil der anfänglichen Schwierigkeiten heute Vormittag. Eine weitere Sache war, verschiedene Vorderreifen von Michelin zu testen. Bei dieser Gelegenheit gelang es uns auch den harten Vorderreifen zum Arbeiten zu bringen. Ich war gestern der Einzige, der mit diesem Typ nicht zurechtkam. Deshalb haben wir diesem Thema heute viel Zeit gewidmet. Am Ende bin ich auch mit dem harten Vorderreifen meine schnellste Rundenzeit gefahren. In diesem Bereich haben wir somit zur Konkurrenz einen grossen und wichtigen Schritt aufgeholt. Wir sind nun in der Lage die Vorteile dieser Option bei diesen Bedingungen zu nutzen. Das war enorm wichtig.

“Darüber hinaus haben wir mit einer neuen Sitzbank eine unterschiedliche Sitzposition ausprobiert. Mit dieser Aufgabe waren wir beinahe den ganzen Nachmittag beschäftigt. Doch am Ende des Tages sind wir wieder zum zur üblichen Position zurückgegangen. Nach diesem Schritt war ich wieder um einiges schneller. Es war dennoch eine sehr hilfreiche Aktion, weil für mich einiges verständlicher wurde, sowie auch einiges aussortiert werden konnte. Für den morgigen letzten Tag brauchen wir uns daher nur noch auf ein paar kleinere Bereiche konzentrieren.

“Ich bin eigentlich ein bisschen überrascht, wie schnell ich an diesen zwei Tagen auf Speed gekommen bin. Vor allem gestern. Ausserdem habe ich nicht damit gerechnet, dass ich heute eine 1´29.6 fahre. Darüber freue ich mich natürlich. Die Zielsetzung für war eigentlich in der gleichen Art und Weise ständig weitere Fortschritte zu machen. Dass diese so erfreulich waren, spornt natürlich zusätzlich an. Meine Rundenzeit ist wirklich stark, aber wir sind auch mit unserer Pace mit gebrauchten Reifen sehr glücklich. Wir sind im Moment rundum zufrieden. Wenn morgen die Bedingungen ähnlich gut sind wie heute, dann bin ich mir sicher, dass wir uns weiter steigern werden – in erster Linie natürlich in Bezug auf die Rundenzeit. Wie schon beim Sepang-Test ist auch hier zum Abschluss wieder eine Rennsimulation geplant, sowie auch weitere Reifentests für Michelin auf dem Programm stehen. Im Gegensatz zu heute bekommen wir morgen neue Hinterreifen.”

Phillip Island MotoGP™ Test – Tag Zwei:
1 Maverick VINALES / SPA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 1´28.847
2 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 1´29.309 +0.462
3 Cal CRUTCHLOW/ GBR / LCR Honda / Honda / 1´29.325 +0.478
7 #94 Jonas FOLGER / GER / Monster Yamaha Tech 3 / Yamaha / 1´29.664 +0.817