Jonas Folger

#94

News

Positiver Jerez-Test

  • 20.02.2015

Jonas Folger erlebte diese Woche auf dem südspanischen Circuito de Jerez sehr aufschlussreiche dreitägige Testfahrten

Der Auftakt des zweiten offiziellen Tests der neuen Saison liessen Erinnerungen an dem von miserablen Witterungsbedingungen beeinträchtigten Valencia-Test aufkommen. Doch nach einem kalten und windigen ersten Testtag wurde das Wetter in Südspanien mit jedem Tag freundlicher, ehe die Piloten und Teams am abschliessenden Donnerstag beste Bedingungen mit herrlichem Frühlingswetter vorfanden.

Bei durchgehend trockenen Streckenverhältnissen liessen Folger und seine Crew keine Zeit verstreichen, um die lange Aufgabenliste vollständig abzuarbeiten. Trotz niedriger Temperaturen an jedem Morgen begann man unverzüglich mit den Abstimmungsarbeiten an der Kalex Moto2-Rennmaschine des Teams, indem viele unterschiedliche Einstellungsvarianten durchprobiert wurden. Während dies an den ersten zwei Tagen im Vordergrund stand, rückten zum Abschluss des Tests die Rundenzeiten in den Fokus. Der Kalex-Pilot erzielte schliesslich am Donnerstagvormittag seine persönliche Bestmarke und beendete den ersten von zwei Jerez-Tests mit der siebtschnellsten Rundenzeit insgesamt. Übrigens war bei diesem Test auch Folger’s Vater Jakob dabei, der seinen Sohn aufmerksam am Pistenrand beobachtete.

Bis zu den abschliessenden Saisonvorbereitungen mit dem dritten IRTA Test ist nun eine dreieinhalbwöchige Pause angesagt. Jonas Folger wird diese für einen Kurzbesuch in der bayrischen Heimat nutzen und bei gleicher Gelegenheit auch als Gast bei der Programmpräsentation von Eurosport am Mittwoch, 25. Februar im UPSIDE EAST in der Medienbrücke in München anwesend sein. Bekanntlich werden ab diesem Jahr die Rennen der FIM MotoGP™ Weltmeisterschaft wieder auf dem paneuropäischen Sender live übertragen.

#94 Jonas FOLGER (AGR Team, Kalex) – 1´42.625 Minuten (insgesamt 157 Runden):

“Über die Dauer der drei vergangenen Tage konnten wir endlich ernsthaft unsere Saisonvorbereitungen auf der Rennstrecke in Angriff nehmen. Allerdings hat auch dieser Test bei sehr widrigen Verhältnissen mit starkem Wind und niedrigen Temperaturen begonnen. Nichtsdestotrotz haben wir am Dienstag sofort begonnen unsere Aufgabenliste abzuarbeiten und während der drei Sessions sehr viele verschiedene Dinge durchprobiert. Wegen der ständig unberechenbaren Windböen war es jedoch schwer die Massnahmen immer richtig einzuschätzen oder eine richtungsweisende Aussage zu machen. Zum Ende des Tages ist nach einer radikalen Änderung jedoch ein Schritt gelungen und bei weniger Wind konnte ich meine Rundenzeiten erheblich verbessern. Der zweite Tag bei wesentlich besseren Bedingungen verlief nicht weniger anstrengend. Erneut haben wir viele Settings und Positionen durchprobiert, aber die erwarteten Rundenzeiten blieben aus. Ein aufregender Moment war allerdings, als während der zweiten Session am Mittwoch der Motor kaputt ging und weshalb leider wertvolle Trainingszeit verloren ging. Meine Crew war aber beim Motorwechsel sehr zackig, sodass ich während der letzten Session des Tages wieder auf die Piste gehen konnte. In diesem Turn haben wir auch eine Richtung gefunden, die die Basis für den abschliessenden Donnerstag war und auch für die Zukunft sein wird. Der dritte und letzte Testtag in Jerez war schon wegen des herrlichen Wetters ein sehr guter und produktiver Tag. Bis auf eine neue Schwinge wurde am Motorrad nicht mehr viel herumprobiert, sondern es wurde erstmals ein Augenmerk auf Rundenzeiten gelegt. Übrigens hat sich die tags zuvor erarbeitete Abstimmung bewährt, die ähnlich wie der des vergangenen Jahres ist, sowie sich auch gezeigt hat, dass die neue Schwinge Potenzial hat. Über meine Rundenzeit aus der Vormittagssession freue ich mich riesig, aber aus irgendeinem Grund mangelte es nach der Mittagspause mit neuen Reifen an Traktion, sodass ich die Marke nicht mehr verbessern konnte. Vielleicht ist es am Reifen gelegen. Unabhängig davon bin ich mit diesem zweiten Test der neuen Saison mehr als zufrieden. Ich komme fahrerisch immer besser in Form, wir haben an diesen drei Tagen deutliche Fortschritte erzielt und es passierten keine Fehler. Insgesamt betrachtet war es ein sehr produktiver Test, zumal ich auch das Gefühl für das absolute Limit allmählich wieder finde. Ausserdem waren dieses Mal auch mein Vater und meine Schwester dabei. Mein Vater hat mich oft auf der Strecke beobachtet, was natürlich immer hilfreich ist, wenn seine Eindrücke mit meinem Gefühl und Aussagen übereinstimmen. Ich freue mich jedes Mal und es tut gut, wenn meine Eltern und auch meine Schwester an der Rennstrecke vor Ort sind. Nach dem vielen harten Training in Spanien und den ersten Tests geht es jetzt für eine kurze Auszeit zurück in die Heimat nach Deutschland, wo ich am kommenden Mittwoch bei der Programmpräsentation von Eurosport in München dabei sein werde und gleich anschliessend reise ich wieder nach Spanien zurück, um mit meinem Trainingsplan nicht in Rückstand zu geraten.“

Zeitenliste IRTA Test Jerez I:

1. Johann ZARCO / FRA / Ajo Motorsport / Kalex / 1´42.121
2. Sam LOWES / GBR / Speed Up Racing / Speed Up / 1´42.165 +0.044
3. Esteve RABAT / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / 1´452.392 +0.271
7. Jonas FOLGER /GER / AGR Team / 1´42.625 +0.504

#94

Sponsoren

#94

Partner