Jonas Folger überquerte am Sonntag in Le Mans nach 27 zermürbenden Runden als 16. die Ziellinie. Er war froh, die lange Distanz überstanden zu haben, nannte aber auch gleich die wichtigsten Punkte für Verbesserungspotenzial.

Der 32-jährige Jonas Folger hat an diesem Wochenende als Ersatz für Maverick Viñales eine sehr solide Leistung gezeigt. Sein Sturz beim Sprintrennen am Samstagnachmittag hatte keine bleibenden Folgen, sodass er am Sonntagmorgen wie geplant am Warm-up teilnehmen konnte – die letzte Vorbereitung für den Grand Prix am Nachmittag.

Das 10-minütige Training fand bei trockenen Bedingungen statt. Kurz darauf begann es zu regnen. Es war nur ein kurzer Schauer, sodass die 4,1 Kilometer lange Strecke auf dem Circuit Bugatti schnell wieder abtrocknete. Als das Rennen startete, waren die Bedingungen eindeutig: Das gesamte Feld ging mit Slick-Reifen an den Start.

Folger, der vom Ende des Feldes gestartet war, hatte eine gute Reaktion als die Licher der Startampel erloschen, genau wie schon am Vortag. Eine Runde lang war er den vor ihm fahrenden Fahrern dicht auf den Fersen. Doch ab der zweiten Runde machte sich seine mangelnde Rennpraxis bemerkbar und der Abstand vergrösserte sich.

#94 Jonas FOLGER (Red Bull KTM Tech3, KTM RC16)
Startplatz: 21 / Rennen: P16

«Das waren unglaublich anstrengende 27 Runden. Bis zum, und auch im Qualifying, hatte ich bereits einige gute Fortschritte gemacht und hatte das Gefühl, das Motorrad in bestimmten Bereichen besser im Griff zu haben. Aber ein Rennen ist immer eine andere Geschichte, und es hat uns gezeigt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Ich konnte die Runden aus dem Training oder dem Qualifying nicht über die gesamte Distanz wiederholen. Ausserdem fühlte ich mich mit der Sitzposition nicht besonders wohl, daher denke ich, dass wir uns mit diesem Punkt mehr beschäftigen müssen, sollte ich wieder zum Einsatz kommen, denn ich hatte Probleme mit meinen Armen und verlor Kraft in meiner linken Schulter. Das war ein weiterer Grund, warum ich die Pace nicht halten konnte, und da ich alleine fuhr, hatte ich auch keine Anhaltspunkte.»

«Aber wie auch immer, es war schön, das ganze Rennen zu fahren, noch dazu ohne grössere Fehler, und diese wertvollen Erfahrungen zu sammeln. Ich weiss nun sehr genau, woran wir weiterarbeiten müssen. Wenn ich das Wochenende als Ganzes betrachte, bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Ich habe es geschafft, mein persönliches Ziel über eine Runde zu erreichen: nicht mehr als drei Sekunden zu verlieren, ausgenommen das erste Training, das ja fast wie ein Neuanfang für mich war. Vom Rennen hatte ich mir etwas mehr erhofft. Aber vielleicht schaffe ich es beim nächsten Mal, wenn ich eine weitere Chance bekomme. Zunächst einmal möchte ich mich bei KTM dafür bedanken, dass sie mich für diese Aufgabe ausgewählt haben, und natürlich auch beim gesamten Tech3-Team für die fantastische Unterstützung während des gesamten Wochenendes. Ein besonderer Dank geht an meine Crew, die so geduldig war und mir unglaublich viel geholfen hat.»

MotoGP™ Sprint (27 Runden):
1 Jorge MARTIN / SPA / Aprilia Racing / Aprilia / 41´18.001
2 Marco BEZZECCHI / ITA / Aprilia Racing / Aprilia / +0.477
3 Ai OGURA / JPN / Trackhouse MotoGP Team / Aprilia / +0.874

16 #94 Jonas FOLGER / GER / Red Bull KTM Tech3 / KTM / +73.229

MotoGP™ WM-Stand:
1 Marco BEZZECCHI / ITA / Aprilia / 128
2 Jorge MARTIN / SPA / Aprilia / 127
3 Fabio DI GIANNANTONIO / ITA / Ducati / 84

#94 Jonas FOLGER / GER / KTM

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