Jonas Folger ist insgesamt zufrieden mit dem Erreichten beim Renndebüt der brandneuen KTM RC 990 R im Rahmen des «EURO MOTO»-Events am vergangenen Wochenende auf dem Autodrom Most, auch wenn beide Rennen für ihn vorzeitig endeten.
Für den 32-jährigen Jonas Folger war die Reise nach Most im Nordwesten der Tschechischen Republik nicht nur eine vorübergehende Rückkehr in die nationale Meisterschaft nach fast sechs Jahren – seit er 2020 den Titel in der Superbike-Klasse gewonnen hatte. Vielmehr lag der Fokus in den vergangenen Tagen auf dem Autodrom Most auf der Weiterentwicklung des «Next Generation» Supersport-Bikes des österreichischen Herstellers aus Mattighofen, für den Folger hauptberuflich als Entwicklungs- und Testfahrer tätig ist.
Das dritte Rennwochenende der «EURO MOTO»-Saison, früher bekannt als Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft, war von extremer Hitze geprägt, die sowohl die Fahrer als auch das Material an ihre Grenzen brachte.
Die Erwartungen für das Rennwochenende war sehr niedrig, und die Trainingssessions am Freitag und Samstag machten deutlich, in welchen Bereichen dieses noch in den Kinderschuhen steckende Projekt Verbesserungsbedarf hat. Folger belegte in der kombinierten Zeitenliste der freien Trainings und der Qualifyings jeweils den siebten Platz und lag beide Male etwa 1,5 Sekunden hinter der Bestzeit zurück.
Die Rennen erwiesen sich als ultimative Bewährungsprobe für das Material. Trotz der geringen Anzahl an zurückgelegten Runden in den Rennen, fielen die Ergebnisse des Wochenendes sehr positiv aus.
Nach der Hitzeschlacht in Most wird Folger direkt zur nächsten nach Japan weiterreisen, wo er zum zweiten Mal nach 2025 erneut mit dem Team S-PULSE DREAM RACING am berühmten Langstreckenrennen «Suzuka 8 Hours» teilnehmen wird.
#94 Jonas FOLGER (Freudenberg PALIGO – KTM Test Team, KTM RC 990 R):
«Das Rennwochenende in Most war für uns ein erfolgreicher Test unter Rennbedingungen. Wir konnten viel lernen. Deshalb bin ich froh, dass wir diese Entscheidung getroffen und umgesetzt haben. Leider konnten wir keines der beiden Rennen beenden. Diese hätten uns weitere wichtige Erkenntnisse geliefert. Nun fehlen uns diese Daten, aus denen wir hätten lernen können. Dennoch haben wir eine sehr lange To-do-Liste mit den nächsten Schritten. Also genau das, was wir brauchen. Leider blieben die Ergebnisse etwas hinter unseren Erwartungen zurück, auch wenn sie nicht im Vordergrund standen. Die Priorität lag darauf, Erfahrungen zu sammeln. Tatsächlich hat uns die extreme Hitze sogar in die Karten gespielt. Die Bedingungen waren eine brutale Ausdauerprüfung, mit Lufttemperaturen von bis zu 40 Grad und über 60 Grad auf dem Asphalt.»
«Es war in dieser Hinsicht wirklich hilfreich, von Anfang an, an die Grenzen zu stossen. So haben wir ein gutes Gespür dafür bekommen, was beim Material verbessert werden muss. Abgesehen davon hatte ich riesigen Spass daran, wieder in der Meisterschaft dabei zu sein und auf der Strecke gegen so viele schnelle Fahrer in dieser Klasse anzutreten. Die meisten haben uns gezeigt, wo wir stehen, und die Bereiche aufgezeigt, in denen wir uns verbessern oder Änderungen vornehmen müssen. Das war erst der Anfang, und wir haben noch einen langen Weg vor uns. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um mich ganz herzlich beim gesamten Team zu bedanken. Alle haben trotz der fast unmenschlichen Bedingungen ihr Bestes gegeben. Die Mechaniker haben hart am Motorrad gearbeitet, oft bis spät in die Nacht. Es war definitiv ein sehr lehrreiches Wochenende und daher auch ein erfolgreiches und wichtiges im Hinblick auf unser Testprogramm. Noch einmal ein grosses Dankeschön an KTM und das Team Freudenberg – ich freue mich schon auf unseren nächsten gemeinsamen Einsatz.»
EURO MOTO SSP – Kombinierte Zeitenliste Freie Trainings:
1 Dirk GEIGER / GER / Team Apreco – Yamaha / Yamaha YZF-R9 / 1´35.649
2 Daniel BLIN / POL / Automarket AF Racing Team / Ducati Panigale V2 / 1´36.364 +0.715
3 Lennox LEHMANN / GER / Team Apreco – Yamaha / Yamaha YZF-R9 / 1´36.400 +0.751
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7 #94 Jonas FOLGER / GER / Freudenberg PALIGO – KTM Test Team / KTM RC 990 R / 1´37.178 +1.529
EURO MOTO SSP – Qualifying 1 + 2 (Kombiniert):
1 Dirk GEIGER / GER / Team Apreco – Yamaha / Yamaha YZF-R9 / 1´34.857
2 Lennox LEHMANN / GER / Team Apreco – Yamaha / Yamaha YZF-R9 / 1´35.113 +0.256
3 Marcel BRENNER / SWI / Automarket AF Racing Team / Ducati Panigale V2 / 1´35.873 +1.016
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7 #94 Jonas FOLGER / GER / Freudenberg PALIGO – KTM Test Team / KTM RC 990 R / 1´36.535 +1.678





