An diesem Wochenende wird Jonas Folger zum zweiten Mal bei dem wohl prestigeträchtigsten Langstreckenrennen, den «Suzuka 8 Hours», an den Start gehen. Wie schon im vergangenen Jahr ist er Teil des japanischen Teams S-PULSE DREAM RACING SUZUKI.

Der 32-jährige Jonas Folger kann sich derzeit kaum über mangelnde Beschäftigung beklagen. Nach dem Rennwochenende in Most reiste der Bayer direkt nach Suzuka in Japan weiter. Nach nur einer Nacht Pause begann dort am Dienstag die Rennwoche mit den ersten Vorbereitungen für das legendäre Acht-Stunden-Rennen.

Eigentlich stand die Sache bereits im vergangenen August fest, nachdem Folger bei seinem Debüt in Suzuka, wo er vor allem als Start- und Zielfahrer glänzte, hervorragende Arbeit für das S-PULSE-Team geleistet hatte, sodass er gerne wieder willkommen ist. Die endgültige Bestätigung von beiden Seiten war praktisch nur noch eine Formalität.

Diesmal teilt sich Folger die Suzuki GSX R1000R des Teams, angeführt von Hideyuki Ogata, der seine Rennkarriere beim Rennen in Suzuka 2025 beendete, mit dem französischen Fahrer Jerémy Guarnoni und dem Japaner Sho Nishimura.

Suzuka hebt sich auch wegen seines einzigartigen Zeitplans ab. Die Rennwoche beginnt bereits am Dienstag mit den ersten Testsessions. Die Qualifyings finden am Freitag statt, und am Samstagnachmittag treten die zehn besten Teams der Qualifying-Wertung im «Top Ten Trail» gegeneinander an, um sich die besten Startplätze zu sichern. Der Hauptbewerb, die «Suzuka 8 Hours», beginnt am Sonntag um 11:30 Uhr Ortszeit (3:30 Uhr MESZ) und endet nach Einbruch der Dunkelheit um 19:30 Uhr Ortszeit (11:30 Uhr MESZ).

#94 Jonas FOLGER (S-PULSE DREAM RACING Suzuki, Suzuki GSX R1000R):

«Ich freue mich gewaltig darauf, in Suzuka wieder dabei zu sein. Es ist kein alltägliches Rennwochenende, sondern etwas ganz Besonderes. Ausserdem ist es kaum zu glauben, wie schnell ein Jahr vergeht, es kommt mir vor, als wäre mein Debüt in Suzuka Anfang August letzten Jahres noch gar nicht so lange her. Ich freue mich sehr, wieder dabei zu sein und für dasselbe Team zu fahren. Dafür bin ich wirklich dankbar, und ich möchte diese Gelegenheit auch nutzen, um KTM für ihr Verständnis und Freigabe zu danken. Die Tatsache, dass ich diese Woche wieder mit dem S-PULSE-Team zusammenarbeite, macht den Einstieg natürlich etwas leichter. Wir kennen uns gegenseitig und die Mechaniker wissen, worauf es mir ankommt und wie ich arbeite. Ausserdem hat das Team eine starke Fahreraufstellung zusammengestellt. Ich denke also, wenn alles reibungslos läuft, können wir ein gutes Wochenende haben. Hinzu kommen ein Update für das Motorrad und gutes Reifenmaterial von Bridgestone. Theoretisch haben wir tatsächlich alles, was wir brauchen, um Suzuka richtig zu geniessen.»

«Die Reise verlief gut, auch wenn alles wegen des kurzfristig zustande gekommenen Einsatzes in Most etwas knapp war. Aber ich bin sicher angekommen und habe mich schnell eingelebt. Bei den ersten Testsessions am Dienstag ging mir alles etwas leichter von der Hand, da ich die Strecke vom letzten Jahr kenne. Dadurch kam ich ziemlich schnell in einen guten Rhythmus, und wir konnten sofort mit der Abstimmung des Motorrads beginnen. Doch mit der neuen Fahreraufstellung war es, als würden wir wieder ganz von vorne anfangen. Ich habe zwei neue Teamkollegen: Sho Nishimura und Jerémy Guarnoni. Daher geht die Abstimmung in eine etwas andere Richtung. Aber beide sind erstklassig, grossartige Teamplayer und obendrein sehr schnell. Jerémy kennt die Szene gut, da er lange für BMW die Langstrecken-WM fuhr. Er bringt also viel Erfahrung und gute Ideen mit. Sho, unser japanischer Fahrer, kennt die Strecke in- und auswendig und ist daher sehr flott unterwegs.»

«Bisher konnten wir schon vieles ausprobieren und haben heute ab Mittag auch viel Zeit auf regennasser Strecke verbracht. Am Ende haben wir noch etwas entdeckt, das uns geholfen hat, uns deutlich zu verbessern. Wir liegen derzeit auf dem zwölften Platz, haben aber noch jede Menge Potenzial, das wir ausschöpfen können. Sollte es ein Regenrennen werden, haben wir bereits ein gutes Setup gefunden. Bisher ist alles gut gelaufen, und wir können zufrieden sein, vor allem mit dem grossen Schritt nach vorne, den wir heute Nachmittag gemacht haben. Ich bin wirklich glücklich und freue mich riesig, wieder hier bei diesem wirklich einzigartigen Rennen dabei zu sein. Vielen Dank an das S-PULSE-Teammanagement, dass es mich erneut ausgewählt hat. Der herzliche Empfang, den sie mir wieder bereitet haben, war unglaublich herzlich.»

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